
ASTER (kor. 아스터; bürgerlicher Name — Choi Min-woong, 최민웅; geboren am 19. September 1990 in Hanam, Provinz Gyeonggi, Südkorea) — ist ein südkoreanischer DJ und Produzent elektronischer Musik. Nachdem er seine Karriere in der Clubszene von Seoul begonnen hatte, wechselte er schrittweise zu großen Festivals, eigenen Konzerten und internationalen Veröffentlichungen. Seine Musik verbindet Electro House, Progressive House, Festival EDM, Bass House und Elemente elektronischer Popmusik.
ASTER trat beim World DJ Festival, EDC Korea, S2O, Waterbomb und weiteren großen asiatischen Festivals auf und arbeitete mit Firebeatz, BlackCode, VIVID, Robbie Rosen, BBGIRLS, Sonnet und Alan Shirahama zusammen. Ein eigener Bereich seiner Arbeit ist mit dem Projekt ASTER MUSIC verbunden, über das der Künstler gemeinsam mit DJ NEO lange Mixe, Live-Sets und EDM-Versionen populärer koreanischer Songs veröffentlicht.
In ASTERs Studio-Diskografie stechen insbesondere «CHAMPAGNE», «Move On» mit Firebeatz, «Till The Stars Come Out Again» mit BlackCode und Heleen, «Hurricane» mit BlackCode und Robbie Rosen, «Gucci Boy», «123 MUSIC» mit BBGIRLS und Firebeatz sowie «Never Gonna Be» mit Alan Shirahama hervor.
Frühe Jahre und der Weg in die Clubindustrie
Choi Min-woong fand nicht über eine akademische Ausbildung oder ein fertig eingerichtetes Heimstudio zur elektronischen Musik. Seine ersten Jahre waren mit gewöhnlicher Clubarbeit verbunden: Lichttechnik, technische Aufgaben, Vorbereitung des Veranstaltungsortes und weitere Tätigkeiten, die weit vom DJ-Pult entfernt waren.
ASTER erzählte in Interviews, dass er zeitweise mehr als zehn Stunden täglich für rund 400.000 Won im Monat arbeitete. Als es in Korea nicht genügend stabile Beschäftigung gab, hielt er sich eine Zeit lang im chinesischen Yanji auf.
Diese Erfahrung war für ihn wichtiger als formale Kurse. Durch die Arbeit in Nachtclubs erlebte er unmittelbar, wie eine Clubnacht funktioniert: wann sich die Stimmung des Publikums verändert, wie Licht und Musik zusammenwirken und warum derselbe Track in einem leeren und in einem vollen Raum unterschiedlich funktioniert.
Nach und nach wich die technische Arbeit eigenen Auftritten. ASTERs DJ-Karriere begann im Jahr 2013. Zu seinen ersten Spielorten gehörte der Club Magnum in Seoul.
In den ersten Jahren veröffentlichte er praktisch keine eigene Musik und konzentrierte sich auf das DJing. Seine Sets basierten auf Electro House, Mashups und besonders energiegeladener Clubmusik dieser Zeit.
Die Clubszene von Seoul
Bis Mitte der 2010er-Jahre trat ASTER bereits regelmäßig in bekannten Clubs von Seoul auf.
2015 war er Resident-DJ im Club Octagon, einem der bekanntesten Clubs in Gangnam. Im Laufe seiner Karriere war er außerdem mit Arena, Bound, MADE, HIVE, BUTTON, MASS und weiteren Spielstätten verbunden.
Die Arbeit als Resident prägte einen wesentlichen Teil seines späteren DJ-Stils. Anders als auf einem Festival, wo ein Set häufig nur etwa eine Stunde dauert und schnell zu den stärksten Tracks führen muss, verlangt eine Clubnacht vom DJ, den Raum deutlich genauer zu beobachten und die Musik während des Auftritts laufend anzupassen.
ASTER gewöhnte sich daran, mit zahlreichen Edits und Mashups zu arbeiten. Ein populärer Song konnte einen anderen Drop, ein schnelleres Tempo oder ein vollständig neues EDM-Arrangement erhalten. Später wurde dieses Prinzip auch zu einem typischen Merkmal seiner Online-Mixe.
Gleichzeitig begannen die ersten Auslandsreisen. 2015 trat er in China auf und erhielt anschließend Einladungen aus Malaysia, Thailand und weiteren asiatischen Ländern. Später kamen Japan, Australien, Kanada, die USA sowie europäische Destinationen hinzu.
Festivalphase
Der nächste Schritt waren große elektronische Festivals.
ASTER begann beim World DJ Festival, beim Spectrum Dance Music Festival und bei weiteren koreanischen Veranstaltungen aufzutreten und wechselte damit schrittweise von Clubräumen zu einem Publikum von mehreren Tausend Menschen.
2019 spielte er beim EDC Korea. Für einen Künstler, der nur wenige Jahre zuvor noch in Clubs von Seoul gearbeitet hatte und noch keine umfangreiche eigene Diskografie besaß, war die Aufnahme ins Programm des Electric Daisy Carnival ein wichtiger Entwicklungsschritt.
Das Festivalformat veränderte auch seine Spielweise. ASTER setzte häufiger auf kurze Übergänge, bekanntere Vocal-Fragmente und deutlichere Dynamikwechsel. Während sich ein Clubset langsam entwickeln konnte, verlangte ein einstündiger Festival-Slot schnelle emotionale Höhepunkte.
Gleichzeitig gab er längere Auftritte nicht auf und kombinierte weiterhin beide Modelle — Club und Festival.
Erste eigene Tracks
Trotz mehrerer Jahre professionellen DJings entwickelte sich die Produzentenseite seiner Karriere langsamer.
2017 erschien der Name ASTER auf der Compilation KASIA Compilation Vol.1 mit dem Track «Escape».
Eine deutlichere eigene Veröffentlichung war «CHAMPAGNE», erschienen am 14. August 2018. An der Aufnahme war ein Sänger beteiligt, der in den Credits als 雨 geführt wurde; RAVI war einer der Autoren und Produzenten.
ASTER war ebenfalls am Songwriting, Arrangement und an der Produktion des Tracks beteiligt.
«CHAMPAGNE» ist vor allem deshalb wichtig, weil ASTER von diesem Punkt an schrittweise aufhörte, nur ein DJ zu sein, der Musik anderer Künstler spielte. Seine eigenen Veröffentlichungen nahmen später auch in seinen Festivalsets immer mehr Raum ein.
Erstes eigenes EDM-Konzert
Im November 2019 fand in Seoul das ASTER EDM Concert statt.
Die Idee unterschied sich von einer gewöhnlichen Clubnacht: ASTER wollte herausfinden, ob ein elektronischer DJ in Südkorea ein Publikum für ein eigenständiges Ticketkonzert gewinnen kann, bei dem der DJ selbst der Hauptkünstler des Abends ist.
Die Veranstaltung war ausverkauft.
Für ASTER selbst hatte dieses Format noch eine weitere Bedeutung. Er sagte mehrfach, dass er EDM von dem Stereotyp lösen wollte, wonach DJ-Musik zwangsläufig nur mit Nachtclubs und Alkohol verbunden sei.
Das Solokonzert wurde zu einem der ersten Schritte hin zu einem breiteren Publikum — zu Menschen, die elektronische Musik hören konnten, ohne Clubs zu besuchen.
ASTER MUSIC und NEO
Dieselbe Idee entwickelte ASTER gemeinsam mit DJ NEO im Projekt ASTER MUSIC weiter.
Den Kern des Kanals bildeten lange DJ-Mixe, Aufzeichnungen von Auftritten, thematische Zusammenstellungen und EDM-Versionen populärer Songs.
Das Format funktionierte gerade deshalb gut, weil es vom Hörer keine Kenntnisse der Clubszene verlangte. Man konnte einen einstündigen Mix zu Hause, im Auto oder beim Training hören und dabei schrittweise die Musik kennenlernen, die ASTER normalerweise auf einem Festival spielte.
Zu Beginn solcher Mixe tauchten häufig bekannte K-pop- oder Pop-Songs in neuen Bearbeitungen auf, bevor sich das Set nach und nach in Richtung härterer Electro-House-, Bass-House- oder Festival-EDM-Tracks entwickelte.
Während der COVID-19-Pandemie gewann dieser Bereich besondere Bedeutung. Als Festivals und Clubs geschlossen waren, veröffentlichte ASTER weiterhin Mixe und Livestreams, während ASTER MUSIC seine Reichweite deutlich vergrößerte.
Später traten ASTER und NEO nicht nur online, sondern auch gemeinsam auf Festivalbühnen und in Studioveröffentlichungen auf.
Veröffentlichungen 2020–2021
2020 veröffentlichte ASTER «Melody» und wenige Tage später «Boom Bang» mit Asid.
Diese Produktionen standen noch stark der koreanischen Club-EDM-Szene nahe: kurze Vocal-Phrasen, ein direkter Drum-Rhythmus und ein Drop, der vor allem für große Festivalsysteme gedacht war.
2021 wurde der Katalog vielseitiger. Am 3. März veröffentlichten ASTER und HAECHI «Back», einen dunkleren und basslastigeren Track.
Am 9. Juli erschien eine der auffälligsten internationalen Kollaborationen dieser Phase: «Move On» mit dem niederländischen Duo Firebeatz.
Statt maximal dichtem Festival EDM entschieden sich die Künstler für einen zurückhaltenderen House-Rhythmus und eine vollständige Vocal-Struktur. Für ASTER war diese Produktion ein erster ernsthafter Schritt über die vertraute koreanische EDM-Szene hinaus.
Im November folgte «Till The Stars Come Out Again» mit BlackCode und Sängerin Heleen auf Revealed Recordings. Der Track steht dem Melodic Progressive House näher und ist um eine längere emotionale Entwicklung herum aufgebaut, nicht um einen kurzen Festival-Drop.
Im Dezember erschien «Future Love» auf Sub Religion Records. In dieser Phase wurde deutlich, dass ASTER im Studio erheblich weicher und melodischer klingen konnte als in seinen energischsten DJ-Sets.
2022: Internationale Labels und Vocal-Projekte
2022 kombinierte ASTER weiterhin koreanische Veröffentlichungen mit internationalen Kollaborationen.
Im Februar arbeitete er mit VIVID für die Single «Selfish» auf Smash Deep zusammen. Im Juli erschien «Fine Again» mit der südkoreanischen Sängerin Sonnet.
«Fine Again» erschien nach der Rückkehr großer Festivals und wirkte deutlich heller als viele von ASTERs Clubtracks. Hier dient die elektronische Produktion in erster Linie als Grundlage für den Vocal-Song.
Am 11. August veröffentlichten ASTER und JERIDE «E:ku». Beide Musiker waren am Schreiben und Produzieren der Komposition beteiligt.
Noch im selben Monat folgte der direktere Electro-House-Track «Blaze» auf Generation Smash.
Am 30. September arbeitete ASTER erneut mit BlackCode zusammen. Die Single «Hurricane» mit Vocals von Robbie Rosen erschien auf MAXXIMIZE unter dem Vertrieb von Spinnin' Records.
So standen innerhalb eines einzigen Jahres koreanische Vocal-Electronica, Festival House und internationaler Progressive EDM nebeneinander in seinem Katalog.
KCON Saudi Arabia und der Schritt über EDM-Festivals hinaus
2022 trat ASTER beim KCON Saudi Arabia auf.
Für seine Karriere war dieser Auftritt vor allem wegen des Publikums interessant, weniger wegen der Größe der Bühne. KCON richtet sich in erster Linie an K-pop-Fans, weshalb ein erheblicher Teil des Publikums nicht speziell wegen eines elektronischen DJs gekommen war.
ASTER wählte später wiederholt genau solche Veranstaltungen. Sein Ziel bestand nicht nur darin, für Menschen zu spielen, die EDM bereits kannten, sondern elektronische Musik auch einem Publikum auf Pop- und K-pop-Festivals näherzubringen.
Gucci Boy
Am 8. Mai 2023 erschien «Gucci Boy» mit Emetsound und Asid.
Der Track basiert auf einem kurzen Vocal-Hook, einer federnden Bassline und einem energischen Drop. ASTER und Jeiff waren am Songwriting und an der Produktion beteiligt.
«Gucci Boy» gewann zusätzliche Popularität über TikTok, Reels und andere Kurzvideoformate.
Für ASTER war dies ein wichtiges Beispiel dafür, wie ein Clubtrack außerhalb des Festivalumfelds ein zweites Leben erhalten kann.
Später erschien ein eigener Remix-Pack mit Versionen von Atmox, B.A.S.E, Epiik, Arkins, Sixthema, Demixl, Pure 100% und weiteren Produzenten.
Blue Dragon Series Awards
2023 spielte ASTER das Opening Set bei den Blue Dragon Series Awards.
Die Situation unterschied sich deutlich von einem gewöhnlichen Festival: Vor ihm saßen Schauspieler, Fernsehmoderatoren und Vertreter der koreanischen TV-Branche statt eines tanzenden EDM-Publikums.
ASTER erinnerte sich später an den Auftritt als einen der nervenaufreibendsten seiner Karriere.
Allein die Tatsache, dass ein DJ-Set bei einer Fernsehpreisverleihung stattfand, spiegelt die Richtung gut wider, die er bis dahin entwickelt hatte: Elektronische Musik sollte nicht nur innerhalb einer spezialisierten Clubumgebung funktionieren.
Waterbomb
Waterbomb nimmt einen besonderen Platz in ASTERs Live-Geschichte ein.
Er trat bei den koreanischen Ausgaben der Festivalreihe auf und nahm später auch an internationalen Ausgaben in Japan, Thailand, Dubai, Hongkong und Singapur teil.
Waterbomb verbindet EDM, K-pop und Hip-Hop, weshalb sich das Publikum deutlich von einem klassischen elektronischen Festival unterscheidet.
ASTER gestaltet solche Sets bewusst zugänglicher: Er verwendet bekannte Songs, K-pop-Edits und kürzere Übergänge und führt anschließend schrittweise härtere elektronische Musik ein.
Dieser Ansatz unterscheidet sich von seinen Sets auf spezialisierten EDM-Veranstaltungen, wo er schneller zu Bass House, Electro House oder Hardstyle wechseln kann.
123 MUSIC mit BBGIRLS und Firebeatz
Am 15. August 2024 erschien «123 MUSIC» — eine gemeinsame Produktion von ASTER, BBGIRLS und Firebeatz.
Das Projekt verband zwei Seiten seiner Karriere: die koreanische Pop-Szene und internationalen EDM.
ASTER und Firebeatz waren an Musik und Arrangement beteiligt, während BBGIRLS den Vocal-Part übernahmen.
Vor der offiziellen Veröffentlichung wurde der Track bei Waterbomb Incheon vorgestellt, wo die Mitglieder von BBGIRLS überraschend während ASTERs Set auftraten.
Im selben Jahr erschien «Bape Like That», entstanden mit Jeiff, der zu diesem Zeitpunkt bereits zu ASTERs regelmäßigen Studiopartnern gehörte.
DJ Mag The Next 50
2024 belegte ASTER Platz 128 im erweiterten Ranking von DJ Mag.
Dabei handelte es sich nicht um die Hauptliste Top 100 DJs, sondern um das Ranking The Next 50, das die Positionen 101 bis 150 umfasst.
ASTER stand auf Platz 128 zwischen Marten Hørger und Lizzy Wang.
Für einen südkoreanischen EDM-Künstler war dies eine bemerkenswerte internationale Erwähnung, doch die genaue Formulierung ist wichtig: In den eigentlichen Top 100 war er zu diesem Zeitpunkt nicht vertreten.
Wie ASTER seine DJ-Sets aufbaut
ASTERs Ansatz beim DJing entstand bereits während seiner Jahre als Clubresident.
Er baut eine Stunde nur selten um ein einziges Genre herum auf. Electro House kann die Grundlage bilden, doch innerhalb des Sets tauchen Bass House, Bounce, Progressive House, Hardstyle-Passagen und Pop-Edits auf.
Das wichtigste Prinzip ist der Wechsel der Energie.
ASTER selbst verglich ein gelungenes Set mit einer Achterbahn: Wenn die Musik ständig auf maximaler Intensität bleibt, verliert dieser Effekt schnell seine Wirkung. Deshalb kann er nach mehreren schweren Tracks einen bekannten Vocal-Song spielen, dem Publikum eine kurze emotionale Pause geben und anschließend die Energie erneut steigern.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Mashups. Ein bekannter Vocal-Part kann über einem völlig anderen Instrumental liegen, während ein K-pop-Song mit einem Festival-EDM-Drop enden kann.
In seinen Online-Mixen ist dieses Prinzip noch deutlicher. Die ersten Minuten sind meist besonders leicht wiederzuerkennen, während nischigere elektronische Musik erst dann erscheint, wenn der Hörer bereits im Rhythmus des Sets angekommen ist.
Einfluss von Zedd
ASTER nannte Zedd mehrfach als einen wichtigen musikalischen Bezugspunkt.
Besonders beeindruckte ihn «Clarity», das Anfang der 2010er-Jahre erschien.
Für ASTER wurde dieser Track zu einem Beispiel dafür, dass EDM nicht ausschließlich als instrumentale Clubmusik existieren muss. Ein elektronischer Produzent kann einen vollständigen Song mit Vocals, Melodie und Pop-Struktur schaffen, ohne auf kraftvollen Festival-Sound zu verzichten.
In ASTERs eigener Diskografie ist dieses Prinzip deutlich zu erkennen. Neben instrumentalen Clubtracks stehen «Move On», «Till The Stars Come Out Again», «Fine Again», «Hurricane» und weitere Produktionen, in denen der Gesang einen zentralen Bestandteil der Komposition bildet.
2025
2025 veröffentlichte ASTER weiterhin aktiv Musik über Initial Music Korea.
Zu den Veröffentlichungen gehörten «Martini», «Get Naked» und «Game Over».
«Game Over», erschienen am 29. August, entstand gemeinsam mit Jeiff; beide Musiker waren am Songwriting und an der Produktion beteiligt.
Parallel dazu setzte ASTER seine Festivalauftritte fort, darunter Waterbomb, S2O Korea und EDC Korea.
Zu diesem Zeitpunkt war seine Live-Arbeit praktisch nicht mehr von einem einzigen Veranstaltungstyp abhängig: Er konnte auf einem spezialisierten EDM-Festival, bei einem K-pop-orientierten Event oder bei seinem eigenen DJ-Konzert auftreten.
Never Gonna Be mit Alan Shirahama
Am 10. Oktober 2025 veröffentlichten ASTER und der japanische DJ und Produzent Alan Shirahama «Never Gonna Be».
Es handelte sich nicht lediglich um einen Gast-Remix oder den Austausch fertiger Parts. Beide Künstler sind in den Credits als Autoren, Komponisten, Arrangeure, Produzenten und Mixing Engineers aufgeführt.
Die Zusammenarbeit ist auch geografisch interessant: Es handelt sich um eine vollständige Kollaboration zwischen Vertretern der koreanischen und japanischen EDM-Szene, ohne dass zwingend ein europäischer oder amerikanischer Partner beteiligt ist.
Veröffentlichungen 2026
Am 6. Februar 2026 veröffentlichte ASTER «Rumble». Er schrieb die Komposition selbst und erarbeitete das Arrangement gemeinsam mit Jeiff.
Im Frühjahr erhöhte sich das Veröffentlichungstempo deutlich.
Am 3. April erschien «OMG», am 9. April «Holy Moly», am 17. April «Rock Your Body» und am 20. April «AZAS!».
In den Credits zu «Holy Moly» und «Rock Your Body» wird ASTER nicht nur als Interpret, sondern auch als Autor, Komponist und Arrangeur genannt; außerdem war er am Mixing und Mastering beteiligt.
Dies zeigt deutlich, wie sehr sich seine professionelle Rolle gegenüber dem Beginn der 2010er-Jahre verändert hat. Damals arbeitete ASTER vor allem als Club-DJ mit bereits fertiger Musik; heute kann er einen beträchtlichen Teil seines Materials von der ersten Idee bis zur finalen Produktion selbst begleiten.
Am 23. Juni 2026 folgte «YAHO» mit JUNG Ent.
Musikstil
ASTER wird am häufigsten mit Electro House und Festival EDM in Verbindung gebracht, sein Katalog ist jedoch nicht auf eine einzige Richtung beschränkt.
Darin finden sich auch Progressive House, Bass House, Bounce, Electronic Pop und härtere Elemente mit Nähe zu Hardstyle.
Der Unterschied ist besonders deutlich zwischen Studioveröffentlichungen und DJ-Sets. Im Studio kann ASTER einen melodischen Vocal-Track aufnehmen, während er bei einem Live-Auftritt nur wenige Minuten später bereits zu einem deutlich härteren Festival-Drop wechseln kann.
Dieser Kontrast lässt sich durch seine Clubvergangenheit erklären. Für ASTER ist nicht stilistische Reinheit entscheidend, sondern wie die Musik innerhalb eines konkreten Auftritts funktioniert.
Er verwendet aktiv K-pop, internationale Popmusik und eigene Mashups. Ein Song, den das Publikum bereits kennt, wird häufig zur Brücke hin zu Material, das die Hörer zuvor vielleicht noch nie gehört haben.
Koreanische Popmusik und EDM
ASTER zieht keine strikte Grenze zwischen K-pop und elektronischer Clubmusik.
Populäre koreanische Songs erscheinen regelmäßig als Edits in seinen Sets: Die ursprünglichen Vocals bleiben erhalten, während Beat, Tempo und Drop für ein großes Dance-Soundsystem neu aufgebaut werden.
Dieser Ansatz erwies sich besonders bei Waterbomb, KCON und anderen gemischten Festivals als nützlich, bei denen ein großer Teil des Publikums wegen Sängerinnen, Sängern und Idol-Gruppen kommt.
Statt dieses Publikum sofort mit unbekanntem instrumentalem EDM zu konfrontieren, beginnt ASTER mit vertrautem Material und erhöht anschließend schrittweise den Anteil elektronischer Musik.
Später fand diese Verbindung auch Eingang in offizielle Veröffentlichungen — das deutlichste Beispiel ist «123 MUSIC» mit BBGIRLS und Firebeatz.
ASTER MUSIC und die Popularisierung elektronischer Musik
Für ASTER beschränkt sich die eigene Karriere längst nicht mehr auf Single-Veröffentlichungen und Festivalauftritte.
ASTER MUSIC entwickelte sich zu einer eigenständigen Form der Publikumsarbeit. Über lange Mixe und Live-Aufzeichnungen erreicht elektronische Musik auch Menschen, die möglicherweise nie einen Club besuchen.
Dass ASTER bei Fernsehpreisverleihungen, K-pop-Festivals und anderen Veranstaltungen auftritt, die traditionell von Vocal-Künstlern geprägt sind, lässt sich ebenfalls damit erklären.
Seine Strategie ist vergleichsweise pragmatisch: nicht darauf warten, dass ein breites Publikum von selbst in die EDM-Szene kommt, sondern elektronische Musik dorthin bringen, wo dieses Publikum bereits ist.
Wichtige Festivals und Auftritte
- World DJ Festival;
- EDC Korea;
- Spectrum Dance Music Festival;
- S2O Festival;
- Waterbomb und die internationale Waterbomb Tour;
- Don't Let Daddy Know Korea;
- World Club Dome;
- It's The Ship;
- KCON Saudi Arabia;
- Pandora Festival Bangkok.
Ausgewählte Veröffentlichungen
- 2017 — «Escape»;
- 2018 — «CHAMPAGNE»;
- 2020 — «Melody»;
- 2020 — «Boom Bang» — mit Asid;
- 2021 — «Back» — mit HAECHI;
- 2021 — «Move On» — mit Firebeatz;
- 2021 — «Till The Stars Come Out Again» — mit BlackCode und Heleen;
- 2021 — «Future Love»;
- 2022 — «Selfish» — mit VIVID;
- 2022 — «Fine Again» — mit Sonnet;
- 2022 — «E:ku» — mit JERIDE;
- 2022 — «Blaze»;
- 2022 — «Hurricane» — mit BlackCode und Robbie Rosen;
- 2023 — «Gucci Boy» — mit Emetsound und Asid;
- 2024 — «Bape Like That»;
- 2024 — «123 MUSIC» — mit BBGIRLS und Firebeatz;
- 2025 — «Martini»;
- 2025 — «Get Naked»;
- 2025 — «Game Over» — mit Jeiff;
- 2025 — «Never Gonna Be» — mit Alan Shirahama;
- 2026 — «Rumble»;
- 2026 — «OMG»;
- 2026 — «Holy Moly»;
- 2026 — «Rock Your Body»;
- 2026 — «AZAS!»;
- 2026 — «YAHO» — mit JUNG Ent.
Künstlerischer Weg
ASTER begann erst nach mehreren Jahren innerhalb der Clubindustrie damit, regelmäßig eigene Musik zu veröffentlichen. Zunächst standen technische Aufgaben und Resident-Sets, dann Festivals und erst danach eine kontinuierliche Studio-Diskografie.
Deshalb bleibt sein Ansatz in erster Linie DJ-orientiert: Selbst eigene Kompositionen sind häufig auf eine konkrete Reaktion des Publikums ausgerichtet, während Vocals, Pausen und Drops so angeordnet sind, dass sich ein Track leicht in ein Live-Set integrieren lässt.
Mit der Zeit kam eine deutlich ausgeprägtere Song-Seite hinzu. Die Zusammenarbeit mit Firebeatz, BlackCode, Sonnet, Robbie Rosen, BBGIRLS und Alan Shirahama gab ASTER die Möglichkeit, nicht nur mit instrumentalem Festival EDM, sondern auch mit vollständig ausgearbeiteten Vocal-Tracks zu arbeiten.
Gleichzeitig erweiterten ASTER MUSIC, Waterbomb, KCON und seine eigenen Konzerte sein Publikum weit über die gewöhnliche Clubszene hinaus. Dadurch nimmt ASTER heute eine für die moderne koreanische Szene durchaus charakteristische Position ein: Er ist gleichzeitig Festival-EDM-DJ, Studioproduzent und Künstler an der Schnittstelle zwischen elektronischer Musik und Mainstream-Popkultur.

