Алексей Глызин

„Piknik“ ist eine sowjetische und russische Rockband, die 1978 in Leningrad, dem heutigen Sankt Petersburg, gegründet wurde. Die moderne kreative Geschichte der Gruppe ist vor allem mit Edmund Shklyarsky verbunden, der 1981 zur Band stieß und ihr Sänger, Gitarrist, Hauptkomponist und Texter wurde.
Die Musik von „Piknik“ verbindet Art Rock, Progressive Rock, elektronische Musik, Post-Punk, Psychedelia, gotische Ästhetik sowie Elemente symphonischer und ethnischer Musik. Theatralisch inszenierte Konzerte, ungewöhnliche Bühnenvorrichtungen, mystische Bildwelten und Texte, die auf Metaphern, Paradoxien und philosophischen Handlungen beruhen, wurden zu wichtigen Bestandteilen des Schaffens.
Zu den bekanntesten Songs der Gruppe gehören „Иероглиф“, „Египтянин“, „Фиолетово-чёрный“, „У шамана три руки“, „Королевство кривых“, „Немного огня“, „Я — пущенная стрела“, „Там, на самом краю земли“, „Говорит и показывает“, „Из мышеловки“ und „Серебра!“.
Gründung der Gruppe
Die Geschichte von „Piknik“ begann im Umfeld von Studenten des Leningrader Polytechnischen Instituts. Den Kern der Formation bildeten Musiker, die zuvor in der Amateurgruppe „Орион“ gespielt hatten.
Zur ursprünglichen Besetzung gehörten:
- Alexei Dobychin — Gesang und Texte;
- Sergei Omelnichenko — Gitarre, Gesang und Songwriting;
- Jewgeni „Jacques“ Woloschtschuk — Bassgitarre;
- Nikolai Michailow — Flöte;
- Alexander Mazkow — Schlagzeug.
Später wurde Mazkow durch Alexander Kondraschkin ersetzt, und der Flötist Juri Danilow schloss sich der Gruppe an. Das frühe Repertoire unterschied sich deutlich von dem Stil, der später mit „Piknik“ verbunden wurde: Die Musiker spielten Rock ’n’ Roll, Blues und eigene Kompositionen von Dobychin und Omelnichenko.
Daher ist es korrekter, Edmund Shklyarsky nicht als Gründer der Gruppe, sondern als Leiter ihrer bekanntesten und längsten kreativen Phase zu bezeichnen.
Edmund Shklyarskys Eintritt
Vor seinem Eintritt bei „Piknik“ spielte Edmund Shklyarsky in Leningrader Amateurformationen, darunter in der Gruppe „Удивление“, und arbeitete später mit Musikern von „Орион“ zusammen. Er erhielt musikalischen Unterricht in Klavier und Violine, doch die Gitarre wurde später sein Hauptinstrument.
1981 trat Shklyarsky gemeinsam mit dem Gitarristen Alexander Saweljew „Piknik“ bei. Zu dieser Zeit spielten auch Alexei Dobychin, Jewgeni Woloschtschuk und der Schlagzeuger Alik Bachtijarow in der Gruppe. Das offizielle Archiv der Band bezeichnet diese Besetzung als Ausgangspunkt der Geschichte von „Piknik“ in der Shklyarsky-Ära.
Am 7. März 1981 trat die Gruppe bei der Eröffnung des Leningrader Rockclubs auf. Die Mitgliedschaft im Rockclub ermöglichte es der Band, in den Kreis der wichtigsten Leningrader Rockinterpreten aufgenommen zu werden und vor einem breiteren Publikum aufzutreten.
Das Album „Дым“
1982 nahm „Piknik“ sein erstes Album „Дым“ auf. Die Arbeiten fanden im Studio von Andrei Tropillo statt und wurden innerhalb kurzer Zeit abgeschlossen.
Das Album enthielt:
- „Ночь“;
- „Хоровод“;
- „Вечер“;
- „Очень интересно“;
- „Золушка“;
- „Деньги“;
- „Караван“;
- „Опиумный дым“.
Das Material spiegelte den Übergangscharakter der Gruppe wider. Ein Teil der Songs war noch mit der frühen Besetzung verbunden, während sich in anderen bereits typische Merkmale von Shklyarskys Autorenstil zeigten: Theatralik, fantastische Bilder, komplexere Kompositionen und das Interesse an ungewöhnlichen Harmonien.
1983 wurde die Gruppe Preisträgerin des ersten Festivals des Leningrader Rockclubs. Interne Meinungsverschiedenheiten und ständige Veränderungen der Besetzung führten jedoch bald zu einer Spaltung.
„Танец волка“ und die Entstehung eines eigenen Stils
Nach dem Zerfall der vorherigen Besetzung blieben Edmund Shklyarsky und Alexander Saweljew in der Gruppe. Mit Unterstützung von Studiomusikern nahmen sie 1984 das Album „Танец волка“ auf.
Musik und Texte stammten von Shklyarsky, der außerdem Gesang, Gitarre und Keyboards einspielte. Leonid Kirnos übernahm das Schlagzeug. Das Album enthielt „Много дивного на свете“, „Инквизитор“, „Я иду по дну“, „Великан“, „А учили меня летать“ und „Железный орех“.
In dieser Zeit begann sich die wiedererkennbare künstlerische Welt von „Piknik“ herauszubilden. In den Songs erschienen Figuren aus fantastischer und gotischer Literatur, geheimnisvolle Städte, Wanderer, mechanische Wesen, Riesen, Alchemisten und Menschen, die an der Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit existieren.
„Иероглиф“ und die ersten großen Tourneen
Mitte der 1980er-Jahre hatte die Gruppe ihre erste stabile Tourneebesetzung gefunden. Neben Shklyarsky gehörten der Bassist Viktor Jewsejew, die Keyboarder Juri Kljutschantsew und Sergei Woronin, der Schlagzeuger Wadim Ponomarjow und der Gitarrist Alexander Saweljew dazu.
1986 wurde das Album „Иероглиф“ aufgenommen. Es enthielt die Songs:
- „Остров“;
- „Иероглиф“;
- „Праздник“;
- „Ты вся из огня“;
- „Ночь“;
- „Телефон“;
- „Пикник“;
- „Великан“.
Die Titelkomposition wurde zu einem der wichtigsten Songs der Gruppe. Musikalisch verband das Album Progressive Rock, elektronische Keyboards, symphonische Techniken und Shklyarskys charakteristisch distanzierte Gesangsweise.
In dieser Zeit erhielt die Gruppe die offizielle Genehmigung für Tourneen. Die Auftritte wurden zunehmend von aufwendigerer Lichtgestaltung, Kostümen und Bühneneffekten begleitet.
„Родом ниоткуда“ und das Ende der 1980er-Jahre
1988 erschien das Album „Родом ниоткуда“. Es enthielt „Я невидим“, „Интересно“, „Нет берегов“, „Романс“, „Это он“, „Стоя на этой лестнице“, „Дай себя сорвать“ und „Всё остальное — дым“.
Am Ende des Jahrzehnts veränderte sich die Besetzung erneut. Zu verschiedenen Zeiten arbeiteten Sergei Woronin, Juri Kljutschantsew, Viktor Jewsejew, Wladimir Sisow, Alexander Saweljew, Wadim Ponomarjow und Leonid Kirnos mit der Gruppe. Kirnos, der erstmals an den Aufnahmen zu „Танец волка“ beteiligt gewesen war, wurde später der feste Schlagzeuger der Band.
„Харакири“
Das Album „Харакири“ wurde 1991 veröffentlicht. Es setzte die philosophische und mystische Linie des Schaffens fort und enthielt mehrere Songs, die zu Konzertklassikern wurden:
- „Настоящие дни“;
- „Мы как трепетные птицы“;
- „Я — пущенная стрела“;
- „Там, на самом краю земли“;
- „Течёт большая река“;
- „С тех пор, как сгорели дома“;
- „Это река Ганг“;
- „Новая азбука“.
„Я — пущенная стрела“ ist um das Bild einer ununterbrochenen Bewegung und die Unmöglichkeit aufgebaut, einen einmal begonnenen Weg anzuhalten. „Там, на самом краю земли“ wurde zu einem der lyrischsten Werke der Gruppe.
Das Schaffen der 1990er-Jahre
Entgegen dem ursprünglichen Text existieren keine offiziellen Alben der Gruppe mit den Titeln „Нечего терять“ oder „Кремль“. Die tatsächliche Diskografie dieses Jahrzehnts sieht anders aus.
1994 erschien das Album „Немного огня“, dessen Titelstück zu einem der Markenzeichen der Gruppe wurde. Die Platte zeichnete sich durch einen prägnanten, düsteren und zugleich melodischen Klang aus.
Es folgten:
- „Вампирские песни“ — 1995;
- „Жень-шень“ — 1996;
- „Стекло“ — 1998;
- „Пить электричество“ — 1999.
„Вампирские песни“ entwickelte die gotischen und literarischen Aspekte des Schaffens weiter. „Жень-шень“ enthielt „Немое кино“, „Танцующие на свечах“ und „Шаги короля“. Auf dem Album „Стекло“ erschienen „Шарманка“, „Глаза очерчены углём“ und „Навуходоносор“, während das experimentelle Projekt „Пить электричество“ die elektronische und industrielle Seite des Sounds verstärkte.
„Египтянин“ und ein neuer Popularitätsschub
2001 veröffentlichte die Gruppe das Album „Египтянин“. Darauf befanden sich die Songs „Фиолетово-чёрный“ und „Египтянин“, die zu den bekanntesten Werken von „Piknik“ wurden.
Das Album enthielt außerdem „Миллион в мешке“, „Ни твоё, ни моё“, „Ты — Королева Ночи“, „Через 10 000 лет“, „Перламутр и пырей“ und „Взгляд туманный пьёт нирвану“.
„Египтянин“ verband den charakteristischen Rocksound der Gruppe mit östlichen Intonationen, elektronischer Rhythmik und der visuellen Ästhetik antiker Kulturen. Für die Konzertaufführungen entwickelte Shklyarsky ungewöhnliche Instrumente und Bühnenmechanismen, die den Auftritt in ein eigenständiges Schauspiel verwandelten.
Alben der frühen 2000er-Jahre
Auf „Египтянин“ folgten:
- „Чужой“ — 2002;
- „Говорит и показывает“ — 2003;
- „Тень вампира“ — 2004;
- „Королевство кривых“ — 2005.
„Тень вампира“ wurde unter Beteiligung von Wadim Samoilow aus der Gruppe „Agatha Christie“ aufgenommen und unter der Bezeichnung „Пикник + Вадим Самойлов“ veröffentlicht. Das Projekt verband Themen wie Mystik, Zwiespältigkeit, Angst und innere Verwandlung, die beiden Künstlern nahestanden.
Das Album „Королевство кривых“ enthielt „У шамана три руки“, die Titelkomposition, „И летает голова то вверх, то вниз“, „Ветер лилипутов“ und „Из коры себе подругу выстругал“.
2003 trat der Bassist Marat Kortschemny der festen Besetzung bei und ersetzte die früheren Musiker auf dieser Position.
„Мракобесие и джаз“ und „Железные мантры“
2007 erschien das Album „Мракобесие и джаз“. Der Song „Из мышеловки“ wurde als musikalisches Thema der Fernsehserie „Закон мышеловки“ verwendet. Der Titel der Platte unterstrich die für die Gruppe typische Verbindung scheinbar unvereinbarer Bilder und Genres.
Das Album „Железные мантры“ erschien 2008 und nicht 1997, wie in der ursprünglichen Fassung angegeben. Es enthielt „Недобитый романтик“, „Гиперболоид“, „Колдыри да колдобины“, „Лунатики“, „Дом мой на двух ногах“ und den Titelsong.
Seit 2008 ist Stanislaw Shklyarsky, der Sohn von Edmund Shklyarsky, der feste Keyboarder. Seit dieser Zeit blieb die Kernbesetzung der Gruppe nahezu unverändert.
Das Schaffen der 2010er-Jahre
In den 2010er-Jahren veröffentlichte „Piknik“ weiterhin regelmäßig Studioalben und entwickelte für jede Veröffentlichung eine eigene Konzertinszenierung.
In dieser Zeit erschienen:
- „Театр абсурда“ — 2010;
- „Три судьбы“ — 2011;
- „Певец декаданса“ — 2012;
- „Чужестранец“ — 2014;
- „Искры и канкан“ — 2017;
- „В руках великана“ — 2019.
„Азбука Морзе“ ist kein eigenständiges Album. So hieß das Konzertprogramm der Jahre 2013–2014, während der gleichnamige Song auf dem Album „Чужестранец“ erschien. Das Projekt wurde von neuen mechanischen Figuren und Bühnenbildelementen begleitet, die mit der Idee verschlüsselter Botschaften verbunden waren.
Die Titel „Никто, кроме нас“ und „Зловещие вещи“, die im ursprünglichen Text als Alben aufgeführt wurden, fehlen in der offiziellen Diskografie der Gruppe. Die vollständige Liste der Veröffentlichungen wird durch den Katalog der offiziellen Website bestätigt.
„Весёлый и злой“ und „Один на один“
2022 veröffentlichte die Gruppe das Album „Весёлый и злой“. Sein Titel vermittelte eine der konstanten Besonderheiten des Schaffens von „Piknik“: die Verbindung beunruhigender, düsterer Bildwelten mit Groteske, Ironie und beinahe karnevalistischer Theatralik.
2024 erschien das aus vierzehn Kompositionen bestehende Album „Один на один“. Es enthielt den Titelsong, „Вдоль по улице, по бесстыжей“, „А зовут его Оторви и Брось“, „Гитары тихие рыданья“, „Пурпурный всем миром правит“, „Маски“, „Турандот“ und weitere Werke.
Die offizielle Diskografie von „Piknik“ reicht somit vom Album „Дым“ aus dem Jahr 1982 bis zu „Один на один“ aus dem Jahr 2024 und umfasst 25 Alben, die von der offiziellen Website zur Hauptdiskografie gezählt werden.
Der Terroranschlag in der Crocus City Hall
Am 22. März 2024 sollte „Piknik“ in der Crocus City Hall in Krasnogorsk auftreten. Kurz vor Beginn des Konzerts wurde ein bewaffneter Angriff auf die Besucher verübt, woraufhin im Gebäude ein Brand ausbrach.
Die Mitglieder der Gruppe wurden evakuiert und körperlich nicht verletzt. Bei dem Terroranschlag kam Jekaterina Kuschner, eine Assistentin des Konzertdirektors der Band, ums Leben.
Am 27. März veranstaltete die Gruppe in Sankt Petersburg ein Gedenkkonzert für die Opfer. Der Auftritt begann mit einer Schweigeminute, und die gesammelten Gelder wurden an Verletzte und die Familien der Opfer weitergeleitet.
Dieses Ereignis wurde zu einem der tragischsten Kapitel nicht nur in der Geschichte von „Piknik“, sondern auch in der Geschichte der russischen Konzertindustrie.
Musikalischer Stil
Die Musik von „Piknik“ lässt sich nur schwer auf ein einziges Genre beschränken. Ihre Grundlage bleibt Rock, doch in verschiedenen Phasen verwendete die Gruppe Elemente aus:
- Progressive Rock und Art Rock;
- Post-Punk;
- gotischer und psychedelischer Musik;
- elektronischer Musik und Industrial;
- symphonischen Arrangements;
- folkloristischen und östlichen Intonationen;
- Kammermusik und experimenteller Musik.
Anstelle traditioneller rockmusikalischer Direktheit verwendet Shklyarsky häufig wiederholte hypnotische Figuren, marschartige Rhythmen, Keyboardschichten, unerwartete Pausen und vokale Deklamation.
Die östliche und mystische Ästhetik ist ein wichtiger Bestandteil des Schaffens, bestimmt jedoch nicht den gesamten Katalog. Auf einigen Alben sind gotische Motive stärker ausgeprägt, auf anderen elektronische, symphonische, industrielle oder folkloristische Elemente.
Die Texte von Edmund Shklyarsky
Die Songs von „Piknik“ erzählen nur selten unmittelbar realistische Geschichten. Ihre Figuren existieren in einem imaginären Raum zwischen Traum, Mythos, urbaner Folklore und philosophischer Parabel.
In den Texten erscheinen regelmäßig:
- Doppelgänger und Unsichtbare;
- Könige, Schamanen und Wanderer;
- Puppen und mechanische Wesen;
- Riesen und Zwerge;
- alchemistische und religiöse Symbole;
- Bilder von Wegen, Feuer, Spiegeln, Schatten und Verwandlung.
Shklyarsky liefert gewöhnlich keine einzige endgültige Interpretation seiner Songs. Die Texte sind so aufgebaut, dass der Hörer sie als fantastische Handlung, psychologische Metapher oder philosophische Reflexion verstehen kann.
Konzerttheater
Die Bühneninszenierungen nehmen einen besonderen Platz in der Geschichte der Gruppe ein. Die Konzerte von „Piknik“ verbinden musikalische Darbietungen mit Elementen des Theaters, der Performancekunst, der Illusion und der mechanischen Kunst.
Für verschiedene Programme wurden bewegliche Figuren, leuchtende Instrumente, Masken, riesige Charaktere, rotierende Konstruktionen und Vorrichtungen geschaffen, auf denen Shklyarsky einzelne Parts spielte.
Die Titel der Konzertprogramme waren häufig mit Alben oder wichtigen Songs verbunden: „Королевство кривых“, „Мракобесие и джаз“, „Железные мантры“, „Театр абсурда“, „Азбука Морзе“, „Чужестранец“, „Искры и канкан“, „В руках великана“ und „Один на один“.
Auf diese Weise entwickelte „Piknik“ ein eigenes Modell des Rocktheaters, in dem die Bühnenbilder die Musik nicht lediglich begleiten, sondern ihre Handlungen und Bilder fortsetzen.
Besetzung der Gruppe
Die seit 2008 bestehende Kernbesetzung:
- Edmund Shklyarsky — Gesang, Gitarre, Musik und Texte;
- Marat Kortschemny — Bassgitarre;
- Stanislaw Shklyarsky — Keyboards;
- Leonid Kirnos — Schlagzeug.
Im Laufe ihrer Geschichte spielten außerdem Alexei Dobychin, Sergei Omelnichenko, Jewgeni Woloschtschuk, Alexander Saweljew, Sergei Woronin, Viktor Jewsejew, Juri Kljutschantsew, Wadim Ponomarjow, Alexander Rokin und weitere Musiker in der Gruppe.
Hauptdiskografie
- 1982 — „Дым“
- 1984 — „Танец волка“
- 1986 — „Иероглиф“
- 1988 — „Родом ниоткуда“
- 1991 — „Харакири“
- 1994 — „Немного огня“
- 1995 — „Вампирские песни“
- 1996 — „Жень-шень“
- 1998 — „Стекло“
- 1999 — „Пить электричество“
- 2001 — „Египтянин“
- 2002 — „Чужой“
- 2003 — „Говорит и показывает“
- 2004 — „Тень вампира“
- 2005 — „Королевство кривых“
- 2007 — „Мракобесие и джаз“
- 2008 — „Железные мантры“
- 2010 — „Театр абсурда“
- 2011 — „Три судьбы“
- 2012 — „Певец декаданса“
- 2014 — „Чужестранец“
- 2017 — „Искры и канкан“
- 2019 — „В руках великана“
- 2022 — „Весёлый и злой“
- 2024 — „Один на один“
Bedeutung der Gruppe
„Piknik“ nimmt einen besonderen Platz in der Geschichte des Leningrader und russischen Rock ein. Im Unterschied zu Gruppen, deren Schaffen auf gesellschaftlicher Publizistik oder Alltagsrealismus beruhte, entwickelte die Band eine autonome künstlerische Welt mit einem eigenen System aus Bildern, Bühnenfiguren und musikalischen Techniken.
Ihre Langlebigkeit ist nicht nur mit der Popularität einzelner Songs verbunden. Über Jahrzehnte bewahrte „Piknik“ eine wiedererkennbare kreative Grundlage und integrierte gleichzeitig elektronische Technologien, neue Instrumente und theatrale Formen in die Musik.
„Piknik“ ist eine Rockband, ein Musiktheater und ein eigenständiges Kunstprojekt, dessen zentrale Figur weiterhin Edmund Shklyarsky ist. Von den frühen Jahren im Leningrader Rockclub und dem Album „Дым“ bis zu groß angelegten Konzertproduktionen und späteren Studioarbeiten entwickelt die Gruppe konsequent ihre eigene Ästhetik weiter, die auf Mystik, Ironie, philosophischer Poesie und einer freien Verbindung musikalischer Genres beruht.










