Miss Monique - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Miss Monique

Miss Monique ist eine ukrainische DJ, Musikproduzentin und Gründerin des Labels Siona Records. Der bürgerliche Name der Künstlerin lautet Olesia Arkusha. Internationale Bekanntheit erlangte sie durch die langen Videoset-Reihen Mind Games und MiMo Weekly. Später festigte sie ihren Erfolg mit eigenen Veröffentlichungen auf Siona Records, Cercle Records, Anjunabeats, Armada Music, Drumcode und Tomorrowland Music.

Die Grundlage ihres Sounds bilden Progressive House und Melodic Techno. Miss Monique verbindet lange melodische Entwicklungen, einen dichten Clubgroove, Trance-Harmonien und härtere Techno-Rhythmen. Ihre Sets sind nur selten als Abfolge einzelner Hits aufgebaut: Die Kompositionen verbinden sich zu einer sich allmählich entfaltenden Erzählung, deren Energie während des gesamten Auftritts kontinuierlich zunimmt.

Das internationale Wachstum des Projekts beruht auf einer für die Elektronikszene ungewöhnlichen Verbindung dreier Arbeitsbereiche: regelmäßig veröffentlichten Videomixen, einer eigenständigen Produktionsdiskografie und der konsequenten Entwicklung ihres eigenen Labels.

Kindheit und Umzug nach Kiew

Olesia Arkusha wurde in Kirowohrad geboren, der Stadt, die heute Kropywnyzkyj heißt. Die ersten acht Jahre ihres Lebens verbrachte sie in der Nähe ihrer großen Familie, bevor sie mit ihren Eltern nach Kiew zog. Die ukrainische Hauptstadt wurde zu dem Ort, an dem sie die Clubkultur und elektronische Musik kennenlernte.

Als Jugendliche begann Olesia, Kiewer Clubs zu besuchen und Auftritte lokaler DJs zu hören. Anfangs interessierte sie vor allem die Atmosphäre des Nachtlebens, doch allmählich richtete sich ihre Aufmerksamkeit auf den Aufbau der Sets: die Auswahl der Kompositionen, lange Übergänge und die Steuerung der Stimmung des Publikums.

Besonders nah stand ihr Progressive House. An diesem Stil faszinierten sie die ausgedehnten Melodien, emotionalen Höhepunkte und die Möglichkeit, ein musikalisches Thema über mehrere Minuten hinweg zu entwickeln, ohne sich auf eine gewöhnliche Songstruktur beschränken zu müssen.

Erste Auftritte

Um das Jahr 2010 erlaubte ihr ein Bekannter, der in einem Nachtclub arbeitete, tagsüber auf professionellem DJ-Equipment zu üben. Ihren Erinnerungen zufolge eignete sie sich die grundlegenden Prinzipien des Mixens innerhalb weniger Stunden an und begann schon bald, Warm-up-Sets im Kiewer Prime Club zu spielen.

Die Eröffnung von Partys wurde zu einer wichtigen professionellen Schule. Ein Warm-up-DJ sollte nicht sofort die energischsten Tracks einsetzen: Seine Aufgabe besteht darin, den Raum allmählich zu füllen und dabei die Uhrzeit, die Anzahl der Gäste und das musikalische Programm der nachfolgenden Künstler zu berücksichtigen. Diese Erfahrung spiegelte sich später in der charakteristischen Dramaturgie von Miss Monique wider.

Im Prime Club arbeitete sie ungefähr zwei Jahre. Parallel dazu folgten Auftritte in anderen ukrainischen Städten und erste Reisen ins Ausland. Der Künstlername Miss Monique wurde als kurze und für ein internationales Publikum leicht verständliche Bezeichnung gewählt.

Radio Intense und Mind Games

Im Frühjahr 2013 starteten die ukrainischen DJs Spartaque und Burzhuy das Onlineprojekt Radio Intense. Die Sendungen beschränkten sich nicht auf Audio: Die Auftritte wurden per Video übertragen, und die Zuhörer konnten während der Sendung mit den Künstlern kommunizieren.

Die erste Ausgabe von Miss Moniques Show Mind Games fand am 24. Juni 2013 statt. Der Titel spiegelte die Struktur ihrer Sets präzise wider: sanfte Stimmungswechsel, der Wechsel zwischen ruhigen und angespannten Abschnitten sowie eine allmähliche Bewegung zum Höhepunkt. Insgesamt wurden im Rahmen der Reihe mehr als 80 Ausgaben aufgenommen.

Die Veröffentlichung der Programme auf YouTube ermöglichte es ihr, über das ukrainische Publikum hinauszugehen. Die Videomixe verbreiteten sich schrittweise und nicht durch eine kurzlebige virale Kampagne. Die Zuschauer kehrten wegen des langen Formats, der ausführlichen Tracklists und der regelmäßigen Veröffentlichungen zu den Ausgaben zurück.

Mind Games wurde nicht nur zu einer begleitenden Werbung für ihre Livekarriere, sondern zu einem eigenständigen Bestandteil des Projekts Miss Monique. Viele Hörer entdeckten die Künstlerin zunächst über den heimischen Bildschirm, lange bevor sie die Möglichkeit hatten, sie in einem Club oder auf einem Festival zu sehen.

MiMo Weekly

Im Jahr 2018 startete Olesia eine neue Reihe mit dem Titel MiMo Weekly. Anfangs erschienen die Ausgaben tatsächlich wöchentlich und wurden aus ihrem Heimstudio übertragen. Mit der Ausweitung ihres Tourneeplans änderte sich die Regelmäßigkeit, die Serie wurde jedoch weitergeführt.

MiMo Weekly zeichnete sich durch eine unmittelbarere Präsentation aus. Die Kamera zeigte keine große Bühne, sondern die Arbeit der DJ im Studio. Dadurch konnten die Zuschauer die Auswahl der Tracks, das Mixing und die Reaktion der Künstlerin auf die Musik verfolgen.

Später wurde das Heimstudioformat durch Aufnahmen an offenen Schauplätzen ergänzt. Sets wurden auf Ibiza, Bali, in Tulum, Miami, Portugal und an weiteren Orten aufgenommen. Miss Monique wählte das Programm passend zum jeweiligen Raum und berücksichtigte dabei Landschaft, Tageszeit und visuellen Rhythmus der Aufnahmen.

Bis 2024 überschritt ihr YouTube-Kanal die Marke von einer Million Abonnenten. Eines der Jubiläumssets von Siona Records, das auf Ibiza aufgenommen wurde, erreichte mehr als 20 Millionen Aufrufe.

Beginn der Produktionskarriere

Miss Monique begann 2015, eigene Musik zu produzieren. Zu den frühen Arbeiten gehören die Kompositionen No Fear und Colors in Your Eyes, die auf Freegrant Music erschienen.

Die ersten Produktionen enthielten bereits Merkmale ihres späteren Stils: emotionale Akkorde, lange Breakdowns, atmosphärische Synthesizer und einen allmählichen Spannungsaufbau. Das frühe Material stand jedoch dem klassischen Progressive House näher als dem Melodic Techno, der später zu einem wichtigen Bestandteil ihrer Musik wurde.

In den folgenden Jahren entstanden gemeinsame Arbeiten mit Max Freegrant, Pavel Khvaleev, Two Are, Cherry (UA) und weiteren Produzenten. Ihre Diskografie entwickelte sich langsamer als ihr Videokatalog: Während eines großen Teils ihrer frühen Karriere wurde Miss Monique vor allem als DJ und Urheberin populärer Mixe wahrgenommen.

Siona Records

Im Jahr 2019 gründete Miss Monique ihr eigenes Label Siona Records. Das ursprüngliche Ziel bestand darin, junge ukrainische Produzenten zu unterstützen, für die es schwierig war, ihre Musik einem internationalen Publikum vorzustellen. Später erweiterte sich die geografische Reichweite des Katalogs, und Siona begann mit Künstlern aus verschiedenen Ländern zu arbeiten.

Das Label ist eng mit den Videoprojekten seiner Gründerin verbunden. Neue Kompositionen werden regelmäßig in Mind Games, MiMo und Live-Sets getestet, bevor oder kurz nachdem sie offiziell erscheinen. Dieser Ansatz ermöglicht es den Veröffentlichungen, nicht isoliert, sondern innerhalb einer wiedererkennbaren musikalischen Umgebung zu existieren.

Die ukrainische Szene nimmt in der Politik von Siona einen besonderen Platz ein. Jedes Jahr im März widmet das Label einen Teil seines Veröffentlichungsprogramms ukrainischen Produzenten. Miss Monique hört die eingesandten Demos persönlich an, deren Zahl mehrere Hundert pro Woche erreichen kann.

Bereits ein Jahr nach der Gründung gehörte Siona zu den auffälligen Progressive-House-Labels auf Beatport. Mit der Zeit wurde die Marke um eigene Showcases und Veranstaltungen während des Amsterdam Dance Event und in anderen Städten erweitert.

Land of Sunshine und die Entwicklung des eigenen Sounds

Im Jahr 2021 veröffentlichte Miss Monique die EP Land of Sunshine auf Purified Records. Die Veröffentlichung zeigte einen reiferen Produktionsansatz: Statt eines abrupten Festivaleffekts standen die allmähliche Entwicklung der Melodie, eine tiefe Basslinie und die konsequente Arbeit mit Spannung im Mittelpunkt.

Zu dieser Phase gehören außerdem Train of Thought, Way of the Wind, Loona, Raindrop und die gemeinsam mit Pavel Khvaleev und PARAFRAME entstandene Komposition Rider.

Diese Arbeiten festigten ihren Übergang von einer beliebten Schöpferin von Videosets zu einer eigenständigen Produzentin. Die Musik von Miss Monique erschien nun regelmäßig in Progressive-House-Charts und in den Programmen von Künstlern, die ihre frühe musikalische Entwicklung beeinflusst hatten.

Die Zeit nach 2022

Nach Beginn der umfassenden russischen Invasion musste Olesia die Ukraine verlassen. Später ließ sie sich in Lissabon nieder, setzte ihre Tourneetätigkeit fort und nutzte internationale Auftritte, um auf den Krieg aufmerksam zu machen.

Ihr Karriereschub im Jahr 2022 fiel mit einer schwierigen persönlichen Phase zusammen. Gerade damals erweiterte sich ihr Tourneeplan deutlich, und das Publikum ihrer Online-Sets erhielt die Möglichkeit, die Künstlerin auf großen internationalen Bühnen zu sehen.

Im August 2022 nahm Miss Monique an einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Vilnius anlässlich des ukrainischen Unabhängigkeitstags teil. Ziel des Projekts war es, Spenden zu sammeln und das internationale Publikum an den weiterhin andauernden Krieg zu erinnern.

Die Unterstützung der Ukraine zeigt sich sowohl in der Tätigkeit von Siona Records als auch in ihren Liveauftritten. Die ukrainische Identität wird dabei nicht als oberflächliches Gestaltungselement eingesetzt, sondern ist mit praktischer Unterstützung für Produzenten und wohltätigen Initiativen verbunden.

Cercle und Concorde

Im Oktober 2022 nahm Miss Monique ein Set für Cercle in der Biosphäre von Montreal auf, einer geodätischen Kuppel, die für die Weltausstellung 1967 errichtet worden war. Die mehr als anderthalbstündige Aufnahme wurde offiziell als DJ-Mix veröffentlicht.

Während des Auftritts spielte sie die damals noch unveröffentlichte Komposition Concorde. Die offizielle Veröffentlichung erfolgte am 19. Januar 2023 auf Cercle Records.

Der Titel verweist auf das Überschallpassagierflugzeug, während die musikalische Struktur wie ein allmählicher Höhengewinn aufgebaut ist: Ein zurückhaltender Beginn geht in ein breites Synthesizerthema und einen kraftvollen Höhepunkt über.

Concorde wurde zu einer der bekanntesten Soloarbeiten von Miss Monique. Im Jahr 2026 erhielt die Komposition ihre erste Goldauszeichnung, die während des Cercle Festival von Cercle Records überreicht wurde.

Molfar, City Boy und Subterranean

Im Jahr 2023 weitete Miss Monique ihre Präsenz auf internationalen Labels deutlich aus.

Auf Siona Records erschien die EP Molfar, deren Titel mit der karpatischen Tradition von Volksheilern und Mystikern verbunden ist. Die Veröffentlichung umfasste Molfar und Tiama.

Die Komposition City Boy erschien auf Drumcode. Diese Veröffentlichung präsentierte eine härtere Seite der Künstlerin: dichte Drums, eine schnellere Entwicklung und einen geringeren Schwerpunkt auf einer weichen progressiven Atmosphäre.

Die gemeinsame Arbeit Subterranean mit AVIRA und der Sängerin LUNA wurde auf Anjunabeats veröffentlicht. Die Komposition verband emotionalen Gesang, Trance-Harmonien und eine moderne Melodic-Techno-Produktion.

Zu dieser Phase gehören außerdem The Morning After mit Paul Thomas, die EP Rebirth / The Connection und ein offizieller Remix von Ringo des Projekts Lufthaus.

Veselka und die Veröffentlichungen von 2024

Im Jahr 2024 veröffentlichte Miss Monique Veselka. Das ukrainische Wort „veselka“ bedeutet „Regenbogen“. Die Komposition wurde lange vor ihrer offiziellen Veröffentlichung auf Siona Records als Eröffnungstrack in den Sets der Künstlerin eingesetzt.

Auf Tomorrowland Music erschien Bloom at Night, das einen dichten Clubrhythmus mit einer emotionalen Synthesizerlinie verband. Die Veröffentlichung war Miss Moniques Debüt auf dem Label des Festivals.

Die Komposition Look at You wurde auf Interstellar Recordings veröffentlicht, das mit Insomniac verbunden ist. Der Track besitzt einen direkteren Festivalsound, bewahrt jedoch die für Miss Monique charakteristische allmähliche Entwicklung.

Mit braev nahm sie den Gesangstrack Every Breath auf, während sie gemeinsam mit Moby eine aktualisierte Version seiner Komposition Feeling So Real präsentierte. Die Veröffentlichung erschien am 30. Oktober 2024 auf Siona Records.

Im selben Jahr produzierte die Künstlerin einen offiziellen Remix von David Guetta und OneRepublics I Don’t Wanna Wait.

Auszeichnung bei den DJ Awards

Im Oktober 2024 erhielt Miss Monique einen DJ Award in der Kategorie Breakthrough. Die Zeremonie kehrte nach einer vierjährigen Pause zurück und fand auf Ibiza statt.

Die Auszeichnung bedeutete nicht den Beginn ihrer Karriere: Zu diesem Zeitpunkt war die Künstlerin bereits seit mehr als zehn Jahren aktiv. In diesem Fall spiegelte „Breakthrough“ den Übergang von einer großen digitalen Anhängerschaft und der Progressive-House-Szene zu einer dauerhaften Präsenz auf den wichtigsten internationalen Festivals und Clubbühnen wider.

Im Jahr 2025 gewann Miss Monique den DJ Award in der Kategorie Progressive/Melodic House.

Nomacita und die Veröffentlichungen von 2025

Im Januar 2025 veröffentlichten Miss Monique, GENESI und Carl Bee Nomacita. Die Komposition erreichte Platz eins der Beatport-Charts für Melodic House & Techno und wurde zu einer der größten Clubveröffentlichungen der Künstlerin.

Darauf folgten:

  • Million Miles Away mit P.O.U und Susie Ledge;
  • die Solokomposition Magnet;
  • Is Anyone There? mit HRRTZ und Jantine;
  • Rain mit Poppy Baskcomb;
  • die EP Rollin’ mit Glowal;
  • Lost on a Dancefloor mit Glowal.

Der offizielle Katalog wurde außerdem durch Miss Moniques Remix von David Guetta und Sias Beautiful People ergänzt.

Diese Arbeiten zeigen die Erweiterung ihres Produktionsspektrums. Neben instrumentalem Progressive House enthält ihre Diskografie zunehmend vollständige Vokalkompositionen, die sowohl für Clubsets als auch zum eigenständigen Hören konzipiert sind.

Residency im Hï Ibiza

Im Sommer 2025 erhielt Miss Monique eine eigene dreizehnwöchige Residency im Club Room des Hï Ibiza. Sie wurde damit zur ersten ukrainischen DJ, die ein regelmäßiges Clubprogramm auf Ibiza leitete.

Die Künstlerin kuratierte das Gastprogramm selbst und lud sowohl etablierte Produzenten als auch Vertreter von Siona Records ein. Zu den beteiligten Künstlern gehörten Agents of Time, Joris Voorn, Kölsch, Nora En Pure, 8Kays und weitere Acts.

Der Erfolg der ersten Saison führte zur Verlängerung der Residency. Im Jahr 2026 kehrte Miss Monique mit einem wöchentlichen Programm von Juni bis September in den Club Room zurück. Zu den Gästen der zweiten Saison gehörten Adam Beyer, HI-LO, Kevin de Vries, Nora En Pure, Benny Benassi und Künstler von Siona.

DJ Mag Top 100 DJs

Im Jahr 2024 belegte Miss Monique Platz 141 im erweiterten DJ-Mag-Ranking Next 50. Daher wäre die Behauptung falsch, sie habe sich damals bereits in den eigentlichen Top 100 befunden.

Im Jahr 2025 wurde die Künstlerin erstmals in die DJ Mag Top 100 DJs aufgenommen und debütierte auf Platz 75. Als ihre wichtigsten Stilrichtungen wurden Progressive House und Melodic Techno genannt, während ihre Videoauftritte auf YouTube als entscheidender Faktor ihres internationalen Wachstums hervorgehoben wurden.

Das Ranking basiert auf einer öffentlichen Abstimmung und spiegelt vor allem Popularität, Größe des Publikums und internationale Tourneebekanntheit wider. Ihr erster Einzug in die Top 100 fiel jedoch mit einer wichtigen professionellen Phase zusammen: einer eigenen Residency auf Ibiza, einem Sieg bei den DJ Awards und einer Reihe erfolgreicher Produktionsveröffentlichungen.

Das Jahr 2026

Im Januar 2026 veröffentlichte Miss Monique Blue Moon Factory. Im März folgte die gemeinsam mit Agents of Time entstandene Komposition Rajada, im Mai erschien Hot Sauce, produziert mit Kapuchon und GLZ. Später wurde der Katalog durch Ghosts mit Nicolas Taboada und Franco BA erweitert.

Parallel dazu setzte die Künstlerin ihre zweite Residency im Hï Ibiza fort, trat beim Ultra Music Festival Miami auf und kehrte zu Tomorrowland zurück.

Das wichtigste Liveprojekt des Jahres war die audiovisuelle Show Biorhythm. Sie feierte am 17. Juli 2026 auf der Freedom Stage von Tomorrowland Premiere. Das Programm wurde als einheitliches Zusammenspiel von Musik, Licht, Bildschirmgrafik und Bühnendramaturgie entwickelt.

Biorhythm markierte eine neue Phase ihrer Karriere: Miss Monique ging vom traditionellen Festival-DJ-Set zu einem eigenen Format über, bei dem der visuelle Teil im Voraus mit der musikalischen Entwicklung des Programms verbunden wurde.

Musikstil

Miss Monique beschreibt ihren Sound als weich, harmonisch und groovig. Seine Grundlage bleibt Progressive House, ergänzt durch Melodic Techno, Trance und härtere cluborientierte Elektronik.

Ihre Musik ist gekennzeichnet durch:

  • lange melodische Entwicklungen;
  • einen tiefen und gleichmäßigen Bass;
  • das schrittweise Hinzufügen instrumentaler Schichten;
  • emotionale Gesangsparts;
  • Höhepunkte, die nach einer längeren Entwicklung entstehen;
  • den Übergang von ruhigem Progressive House zu energischerem Techno.

Der Begriff Deep House kann auf einzelne weichere Abschnitte ihrer Sets angewendet werden, ist jedoch nicht die wichtigste Genrebezeichnung. Im Zentrum ihrer Diskografie stehen Progressive House und Melodic Techno.

Miss Monique bewahrt eine Verbindung zur klassischen progressiven Tradition von John Digweed, Sasha und Paul Oakenfold, verwendet jedoch die moderne Klangdichte und das höhere Tempo, die für die Festivalszene der 2020er-Jahre charakteristisch sind.

Konzept der DJ-Sets

In den Auftritten von Miss Monique spielt die Reihenfolge der Kompositionen eine wichtige Rolle. Sie versucht nicht, sofort das bekannteste Material einzusetzen, sondern erhöht schrittweise Tempo, Bassdichte und emotionale Spannung.

Das Programm hängt vom jeweiligen Veranstaltungsort ab. In Videosets in der Natur kann melodischer Progressive House dominieren, während die Künstlerin auf Festivals häufiger schnellere und härtere Tracks einsetzt. Diese Anpassungsfähigkeit hängt mit ihrer frühen Erfahrung als Warm-up-DJ zusammen, bei der sie den Zustand des Publikums aufmerksam beobachten musste.

Unveröffentlichte Tracks nehmen ebenfalls einen besonderen Platz ein. Neue Kompositionen von Siona Records und Miss Moniques eigene Demos erscheinen häufig lange vor ihrer offiziellen Veröffentlichung in ihren Sets. Die Reaktion des Publikums wird damit zu einem Teil des abschließenden Überarbeitungsprozesses.

Ausgewählte Diskografie

Frühe Arbeiten

  • No Fear — 2015;
  • Colors in Your Eyes — 2016;
  • I Need U — mit Max Freegrant;
  • Why — mit Max Freegrant;
  • Tran — 2018;
  • Timelapse — 2019.

Wichtigste Veröffentlichungen

  • Raindrop — 2020;
  • Land of Sunshine — 2021;
  • Train of Thought — 2021;
  • Way of the Wind — 2021;
  • Electric — mit ASHER SWISSA und SANDHAUS, 2022;
  • Concorde — 2023;
  • Molfar — 2023;
  • City Boy — 2023;
  • Subterranean — mit AVIRA und LUNA, 2023;
  • The Morning After — mit Paul Thomas, 2023;
  • Veselka — 2024;
  • Bloom at Night — 2024;
  • Look at You — 2024;
  • Every Breath — mit braev, 2024;
  • Feeling So Real 2024 — mit Moby;
  • Nomacita — mit GENESI und Carl Bee, 2025;
  • Million Miles Away — mit P.O.U und Susie Ledge, 2025;
  • Magnet — 2025;
  • Is Anyone There? — mit HRRTZ und Jantine, 2025;
  • Rain — mit Poppy Baskcomb, 2025;
  • Rollin’ — mit Glowal, 2025;
  • Blue Moon Factory — 2026;
  • Rajada — mit Agents of Time, 2026;
  • Hot Sauce — mit Kapuchon und GLZ, 2026;
  • Ghosts — mit Nicolas Taboada und Franco BA, 2026.

Ausgewählte Remixe

  • Sied van Riel — Rush;
  • BLOND:ISH, Darmon, Eran Hersh und Madonna — Sorry;
  • Lufthaus — Ringo;
  • David Guetta und OneRepublic — I Don’t Wanna Wait;
  • David Guetta und Sia — Beautiful People.

Miss Monique steht für eine Generation elektronischer Künstler, für die Videoplattformen nicht nur eine Ergänzung zur Clubkarriere, sondern eine eigenständige Bühne geworden sind. Mind Games und MiMo Weekly ermöglichten es ihr, bereits vor ihren regelmäßigen Auftritten auf den größten Festivals ein internationales Publikum aufzubauen.

Ihre Karriere blieb jedoch nicht auf die Rolle einer populären Mixkünstlerin beschränkt. Die konsequente Arbeit an eigener Musik, die Gründung von Siona Records, Veröffentlichungen auf führenden Labels, Auszeichnungen bei den DJ Awards und Residencies im Hï Ibiza etablierten Miss Monique als eigenständige Produzentin und Kuratorin.

Das Besondere an ihrem Weg ist seine schrittweise Entwicklung. Zwischen den ersten Auftritten im Prime Club und ihrem Debüt in den DJ Mag Top 100 DJs lagen etwa fünfzehn Jahre. In dieser Zeit verwandelte Olesia Arkusha eine kleine Internetradiosendung in ein internationales Projekt mit eigener Diskografie, eigenem Label, einem Videokatalog mit Millionen von Aufrufen, einer Residency auf Ibiza und einer eigenen audiovisuellen Show.

Miss Monique nimmt in der modernen ukrainischen elektronischen Musik nicht wegen eines einzelnen erfolgreichen Tracks eine wichtige Position ein, sondern wegen des vollständigen Systems, das sie um ihr Projekt aufgebaut hat: Videosets, Produktionsarbeit, Siona Records und die kontinuierliche Unterstützung neuer Künstler.


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