Honey Dijon - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Honey Dijon

Honey Dijon ist eine US-amerikanische DJ, Musikproduzentin, Songwriterin, Remixerin, Designerin und Kulturschaffende. Die Künstlerin heißt mit bürgerlichem Namen Honey Redmond. Sie wurde auf der South Side von Chicago geboren und wuchs dort auf – in jener Stadt, in der sich Ende der 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre die House-Musik entwickelte.

Das Schaffen von Honey Dijon verbindet Chicago House, Disco, Techno, Acid House, Soul, Funk und verschiedene Formen zeitgenössischer Clubmusik. Sie gilt als Künstlerin, die die Verbindung zur Geschichte des House bewahrt und diese Kultur zugleich auf den größten Festivals, bei Modenschauen und in internationalen Popproduktionen repräsentiert.

Ein wichtiger Bestandteil ihrer öffentlichen Arbeit ist der Schutz des historischen Gedächtnisses der House-Musik als einer Kultur, die überwiegend von Schwarzen, lateinamerikanischen und queeren Gemeinschaften geschaffen wurde. Honey Dijon spricht außerdem offen über ihre Erfahrungen als Schwarze Transfrau und setzt sich für Gleichberechtigung sowie für eine größere Sichtbarkeit von trans und queeren Menschen in der Musikindustrie ein.

Kindheit und das musikalische Umfeld Chicagos

Honey Redmond wuchs in einer musikalischen afroamerikanischen Familie auf. Ihre Eltern hörten Soul, R&B, Funk und Disco, während Hauspartys ihr erstmals die Rolle eines DJs als Person vermittelten, die Stimmung und Bewegung eines Publikums steuern kann. Sie begann Schallplatten zu sammeln und besuchte die bekannten Chicagoer Plattenläden Imports Etc. und Gramaphone Records.

Honey Dijons Jugendjahre fielen in eine entscheidende Phase der Entwicklung des Chicago House. Sie erlebte die von Frankie Knuckles, Ron Hardy und anderen Pionieren des Genres geprägte Clubkultur und lernte später Derrick Carter, Mark Farina und Musiker aus deren näherem Umfeld kennen. Derrick Carter wurde zu einem der wichtigsten Mentoren ihrer professionellen Entwicklung.

Die Chicagoer Szene lehrte sie, House nicht nur als einen bestimmten Rhythmus oder eine Sammlung von Studiotechniken zu verstehen. Für Honey Dijon war der Club ein Raum, in dem Menschen verschiedener Hautfarben, sexueller Orientierungen, Geschlechtsidentitäten und sozialer Gruppen sich vorübergehend von den Einschränkungen der Außenwelt befreien konnten.

Umzug nach New York

Ende der 1990er-Jahre zog Honey Dijon nach New York. Die dortige Clubkultur unterschied sich deutlich von der Chicagoer Szene und besaß eigene Traditionen in den Bereichen Garage, Disco, Ballroom, Tribal House, Soulful House und mehrstündige DJ-Sets.

In New York lernte Honey Produzenten, DJs und Vertreter der Musikindustrie kennen, darunter Danny Tenaglia und das Team von Maxi Records. Nach und nach begann sie auf lokalen Partys aufzutreten und entwickelte Sets an der Schnittstelle zwischen der rhythmischen Härte Chicagos und dem orchestrierteren, stärker vokal geprägten New Yorker Sound.

In New York nahm Honey Dijons Ansatz zum DJing endgültig Gestalt an. Sie wollte ihre Programme nicht auf ein einzelnes Subgenre beschränken und konnte Disco, House, Techno, Acid, Soul, Tribal-Rhythmen und Vokalaufnahmen zu einer einheitlichen Dramaturgie verbinden.

Internationale Clubkarriere

Im Verlauf der 2000er- und 2010er-Jahre entwickelte sich Honey Dijon schrittweise von einer Vertreterin der Clubszenen Chicagos und New Yorks zu einer international gefragten Künstlerin. Sie trat regelmäßig in Europa auf, wo ihre Sets insbesondere in Berlin, London, Paris und auf Ibiza große Anerkennung fanden.

Eine wichtige Rolle in ihrer Karriere spielte die Berliner Panorama Bar, die mit dem Club Berghain verbunden ist. Ihre Auftritte dort halfen Honey zu zeigen, dass ihr musikalisches Spektrum nicht auf klassischen House und Disco begrenzt ist: In härteren Sets greift sie auch auf rhythmischen Techno, Acid und industriell geprägte Clubmusik zurück.

Honey Dijon trat bei Coachella, Glastonbury, Dekmantel, Sónar, Defected Croatia und weiteren internationalen Festivals und Clubveranstaltungen auf. Ihre Programme können sich dabei deutlich unterscheiden: Ein Festivalset basiert meist auf markanten Vocal-Tracks und kraftvollen Höhepunkten, während sie in einem kleineren Club seltenen Schallplatten, langen Übergängen und der Geschichte der House-Musik mehr Raum geben kann.

Erste Aufnahmen und Produktionstätigkeit

Obwohl Honey Dijon ihre DJ-Karriere bereits in den 1990er-Jahren begann, veröffentlichte sie als Produzentin über lange Zeit vor allem einzelne Singles, Remixe und Clubversionen.

Eines ihrer wichtigen frühen Projekte war die Compilation Classic Through the Eyes Of: Honey Dijon, die 2013 erschien. Sie präsentierte eine Auswahl aus dem Katalog des Labels Classic Music Company und markierte den Beginn einer langjährigen Zusammenarbeit mit Luke Solomon und dessen kreativem Umfeld.

In den folgenden Jahren veröffentlichte Honey Dijon eigene Kompositionen und Remixe und entwickelte dabei schrittweise eine persönliche Arbeitsweise: eine harte rhythmische Grundlage, ausdrucksstarke Gesangsparts, Disco-Einflüsse und Clubarrangements, die auf lang anhaltende körperliche Bewegung ausgelegt sind.

The Best of Both Worlds

Ihr Debütalbum The Best of Both Worlds erschien 2017 bei Classic Music Company.

Der Titel spiegelte mehrere Ebenen von Honey Dijons kreativer Identität wider: die Verbindung zwischen Chicago und New York, Underground und Modeindustrie, House und Techno sowie männlichen und weiblichen kulturellen Codes. Die Künstlerin selbst brachte den Titel außerdem mit ihren persönlichen Erfahrungen als Transfrau in Verbindung.

Das Album enthielt unter anderem Thunda mit Shaun J. Wright, Houze, Burn, Look Ahead, Catch the Beat und weitere Tracks. Luke Solomon spielte als Co-Autor und Produzent eine bedeutende Rolle bei der Entstehung der Platte.

The Best of Both Worlds zeigte Honey Dijon nicht nur als DJ und Selector, sondern auch als Schöpferin eigener Clubmusik. Das Material verband Chicago House, Jackin’ House, Disco, Techno und Spoken Word und bewahrte dabei das Gefühl einer lebendigen Clubumgebung.

Das Album wurde bei den GLAAD Media Awards in der Kategorie Outstanding Music Artist nominiert.

Remixe

Honey Dijon erlangte große Anerkennung als Remixerin. Sie produzierte offizielle Versionen von Songs von Madonna, Lady Gaga, Jessie Ware, Christine and the Queens, Neneh Cherry, Dua Lipa, Beyoncé, David Bowie und weiteren Künstlern.

Zu ihren bekanntesten Arbeiten gehören:

  • I Don’t Search I Find — Honey Dijon Remix für Madonna;
  • Free Woman — Honey Dijon Realness Remix für Lady Gaga;
  • Ooh La La — Honey Dijon Remix für Jessie Ware;
  • Break My Soul — Honey Dijon Remix für Beyoncé;
  • Let’s Dance — Honey Dijon Moonlight Remix für David Bowie;
  • Illusion — Honey Dijon Remix für Dua Lipa.

Ihre Remixe beschränken sich in der Regel nicht darauf, einen neuen Beat hinzuzufügen. Honey Dijon strukturiert eine Komposition nach der Logik eines Clubsets neu: Sie verlängert Intros und instrumentale Passagen, verändert das Verhältnis zwischen Gesang und Rhythmus, verstärkt die Perkussion und schafft neue Höhepunkte.

Black Girl Magic

Ihr zweites Studioalbum Black Girl Magic erschien am 18. November 2022. Es war ein wesentlich umfangreicheres und stärker kollaborativ ausgerichtetes Projekt als ihr Debüt.

Der Titel steht für die Würdigung Schwarzer weiblicher Energie, queerer Kreativität, kollektiver Fürsorge und der Fähigkeit, trotz Diskriminierung und gesellschaftlichen Drucks Freude zu bewahren. Gleichzeitig ist das Album kein ausschließlich politisches Manifest: Sein Fundament bildet Tanzmusik, die für Clubs, Partys und gemeinschaftliches Erleben geschaffen wurde.

An den Aufnahmen waren beteiligt:

  • Eve;
  • Pabllo Vittar;
  • Channel Tres;
  • Mike Dunn;
  • Hadiya George;
  • Dope Earth Alien;
  • Josh Caffe;
  • Cor.Ece;
  • LATASHÁ;
  • Urias;
  • Dave Giles II;
  • Annette Bowen;
  • Nikki-O;
  • Rimarkable.

Zu den wichtigsten Titeln des Albums gehören Not About You, It’s Quiet Now, Downtown, In the Club, Everybody, Show Me Some Love, Work, La Femme Fantastique und Love Is a State of Mind.

Luke Solomon war erneut Honey Dijons Produktionspartner. Außerdem wirkten Chris Penny, Jimmy Edgar, Harry Romero und weitere Musiker an dem Projekt mit.

Black Girl Magic wurde bei den GLAAD Media Awards in der Kategorie Outstanding Music Artist nominiert und erschien in zahlreichen Listen der bemerkenswertesten elektronischen Alben des Jahres.

Zusammenarbeit mit Beyoncé

Eines der wichtigsten Ereignisse in Honey Dijons internationaler Karriere war ihre Beteiligung an Beyoncés Album Renaissance, das 2022 erschien.

Honey Dijon und Luke Solomon arbeiteten an den Songs Cozy und Alien Superstar. Honey wird in den offiziellen Credits als Produzentin und Autorin geführt; ihr bürgerlicher Name Honey Redmond erscheint unter den Songwriting-Angaben des Albums. Außerdem erstellte sie den offiziellen Remix der Single Break My Soul.

Renaissance war als Anerkennung des historischen Beitrags Schwarzer und queerer Gemeinschaften zu House, Disco und Clubmusik konzipiert. Honey Dijons Beteiligung half dabei, Beyoncés globales Popprojekt mit der realen Kultur der Tanzflächen von Chicago und New York zu verbinden.

Das Album gewann einen Grammy in der Kategorie Best Dance/Electronic Music Album. Honey Dijon selbst war offiziell als eine der Produzentinnen von Renaissance in der Kategorie Album of the Year nominiert, doch die Recording Academy schreibt ihr keinen persönlichen Sieg zu: Ihr offizielles Profil führt eine Nominierung und keinen Gewinn auf.

DJ-Kicks

Im Oktober 2024 veröffentlichte Honey Dijon ihren eigenen Beitrag zur renommierten Reihe DJ-Kicks beim Label !K7 Records.

Für den Mix wählte sie Werke aus verschiedenen Phasen der House-Geschichte aus – von seltenen Aufnahmen der 1990er-Jahre bis zu zeitgenössischeren Tracks. Die Auswahl umfasste Chestnut, Johnny Dangerous, Waajeed, D:Ream, Black Joy, Art of Tones, Buika, Kiko Navarro und weitere Künstler. Honey nahm außerdem die Originalkomposition Finding My Way mit Ben Westbeech für das Projekt auf.

DJ-Kicks: Honey Dijon zeigt eine wichtige Seite ihrer Kunst: die Fähigkeit, nicht nur mit bekannten Hymnen, sondern auch mit vergessenen oder wenig bekannten Platten zu arbeiten und die Geschichte der Tanzmusik mit dem modernen Club zu verbinden.

The Nightlife

Honey Dijons drittes Studioalbum The Nightlife erschien am 17. April 2026. Die Platte umfasst 14 Titel und setzt den kollaborativen Ansatz von Black Girl Magic fort.

An den Aufnahmen wirkten Chlöe, Bree Runway, Greentea Peng, Mahalia, METTE, Rochelle Jordan, Madison McFerrin, Jacob Lusk, Adi Oasis, Danielle Ponder und weitere Künstler mit.

Zu den Songs des Albums gehören:

  • The Nightlife mit Chlöe;
  • Slight Werk mit Bree Runway;
  • Just Friends mit Adi Oasis, Danielle Ponder und Suni MF;
  • International mit METTE;
  • I Like It Hot mit Greentea Peng.

Das Album betrachtet das Nachtleben nicht nur als Unterhaltung, sondern auch als kulturelle Institution. Musikalisch verbindet es House, Disco, R&B, Pop, Funk und vokale Club-Elektronik, während die Tanzfläche als Raum für Begegnung, Freiheit und die Entstehung von Gemeinschaften im Zentrum bleibt.

Musikstil

House bildet die Grundlage von Honey Dijons Schaffen, doch ihre musikalische Sprache reicht deutlich über eine einzelne Genrebezeichnung hinaus.

Ihre Produktionen zeichnen sich durch elastische Basslinien, ausdrucksstarke Perkussion, Funk-Elemente, Spoken Word, Vocal-Hooks und Strukturen aus, die für eine längere Entwicklung innerhalb eines DJ-Sets konzipiert sind.

Der Begriff Fashion-Electronica ist kein etabliertes Genre und eignet sich nicht zur Beschreibung ihrer Musik. Die Verbindung zur Mode ist für Honey Dijons Image zwar wichtig, ihr Clubstil wurde jedoch in erster Linie durch Chicago House, New Yorker Disco und europäischen Techno geprägt.

Ihr Verständnis vom DJing

Honey Dijon betrachtet einen DJ nicht einfach als eine Person, die nacheinander bekannte Songs abspielt. Für sie ist ein Set eine Form der Kommunikation zwischen der Künstlerin und der Tanzfläche.

Sie kann die Richtung eines Auftritts abhängig von der Reaktion des Publikums verändern und von Vocal House zu Techno, Acid, Disco oder härteren Rhythmen wechseln. Deshalb kann eine im Voraus festgelegte Genrebezeichnung den Charakter ihrer Programme nur selten vollständig erfassen.

Die Kenntnis der Musikgeschichte bleibt eine der Grundlagen ihrer Arbeit. Honey greift auf wenig bekannte Veröffentlichungen, regionale Formen von House, klassische Vokalaufnahmen und Werke zurück, die die Clubkultur vor der Ära der Streamingdienste geprägt haben.

Mode und Honey Fucking Dijon

Honey Dijons Interesse an Mode begann bereits in ihrer Kindheit. Ihr Onkel stellte Kleidung her, während sie selbst schon früh Magazine sammelte und sich mit der Arbeit von Designern und Fotografen beschäftigte.

Später entwickelte sie musikalische Begleitungen für Modenschauen von Louis Vuitton und Dior und arbeitete dabei besonders eng mit dem Designer Kim Jones zusammen. Ihre Sets und eigens produzierten Soundtracks halfen dabei, Laufsteginszenierungen mit Clubästhetik zu verbinden.

2019 stellte Honey Dijon ihre eigene Marke Honey Fucking Dijon vor, die unter dem Dach von Comme des Garçons und Dover Street Market entstand. Die ersten Kollektionen umfassten T-Shirts, DJ-Zubehör, Plattentaschen und Gegenstände, die von der Clubkultur inspiriert waren.

Später griff die Marke das Erbe der New Yorker Szene der 1980er-Jahre auf und arbeitete mit den Archiven der Künstler Keith Haring und Steven Arnold zusammen.

Für Honey Dijon sind Musik und Kleidung Teile derselben Sprache des Selbstausdrucks. Ihr Bühnenbild existiert nicht getrennt von ihrem Set: Stil, Bewegung, Licht und Musik formen gemeinsam den Charakter eines Auftritts.

Gesellschaftliche Position

Honey Dijon spricht offen über ihre Erfahrungen als Transfrau und über die Probleme, mit denen Schwarze und queere Künstler konfrontiert sind.

Ihre Tätigkeit lässt sich jedoch nicht auf die formale Rolle einer „Aktivistin“ reduzieren. Ein großer Teil ihrer Haltung zeigt sich in der Struktur ihres Schaffens selbst: in der Auswahl ihrer Kooperationspartner, der Anerkennung der historischen Wurzeln des House, der Organisation inklusiver Partys und der Erinnerung daran, dass die Clubkultur in marginalisierten Gemeinschaften entstanden ist.

Honey Dijon betont, dass die heutige elektronische Musikindustrie House häufig als kommerzielles Produkt nutzt und dabei die Menschen sowie die sozialen Bedingungen vergisst, unter denen das Genre entstand. Deshalb ist die Bewahrung der Geschichte der Tanzmusik für sie nicht weniger wichtig als die Produktion neuer Tracks.

Auszeichnungen und Anerkennung

2019 wurde Honey Dijon bei den DJ Mag Best of North America Awards als beste nordamerikanische DJ ausgezeichnet.

Sie war außerdem in den Alternative Top 100 DJs vertreten, erhielt Nominierungen bei den GLAAD Media Awards für die Alben The Best of Both Worlds und Black Girl Magic und belegte 2025 Platz 97 im Hauptranking DJ Mag Top 100 DJs.

Solche Rankings spiegeln internationale Bekanntheit wider, doch Honey Dijons kulturelle Bedeutung lässt sich nicht allein anhand einer Platzierung in einer Publikumsabstimmung messen. Ihr Einfluss erstreckt sich zugleich auf Clubmusik, die Popindustrie, Mode und die öffentliche Auseinandersetzung mit der Geschichte des House.

Wichtigste Diskografie

Studioalben

  • The Best of Both Worlds — 2017
  • Black Girl Magic — 2022
  • The Nightlife — 2026

Weitere bedeutende Veröffentlichungen

  • Classic Through the Eyes Of: Honey Dijon — 2013
  • Xtra — 2018
  • Slap! — 2023
  • DJ-Kicks: Honey Dijon — 2024

Ausgewählte Tracks

  • Thunda — mit Shaun J. Wright;
  • Houze;
  • Downtown — mit Annette Bowen und Nikki-O;
  • Not About You — mit Hadiya George;
  • It’s Quiet Now — mit Dope Earth Alien;
  • In the Club — mit Eve;
  • Everybody — mit Pabllo Vittar und Urias;
  • Show Me Some Love — mit Channel Tres;
  • Work — mit Dave Giles II, Cor.Ece und Mike Dunn;
  • La Femme Fantastique — mit Josh Caffe;
  • Finding My Way — mit Ben Westbeech;
  • The Nightlife — mit Chlöe;
  • Slight Werk — mit Bree Runway.

Bedeutung

Honey Dijon nimmt eine besondere Position zwischen der Underground-Clubszene und der Massenkultur ein. Sie kann lange Sets in der Panorama Bar spielen, Musik für Beyoncé produzieren, Dior-Schauen musikalisch gestalten und gleichzeitig Alben veröffentlichen, die der Schwarzen queeren Geschichte des House gewidmet sind.

Ihr Beitrag besteht nicht in der „Wiederbelebung“ eines Genres, das niemals verschwunden war, sondern in der Bewahrung der Verbindung zwischen seiner Vergangenheit und Gegenwart. Honey Dijon zeigt, dass House nicht nur aus Drum-Patterns, Basslinien und Vokalsamples besteht, sondern eine Kultur ist, die sich um körperliche Freiheit, gemeinschaftliches Erleben, Sexualität, Mode und die Suche nach Zugehörigkeit entwickelt hat.

Honey Dijon ist eine US-amerikanische DJ, Produzentin und interdisziplinäre Künstlerin, die die Chicagoer Wurzeln des House mit der heutigen internationalen Club-, Pop- und Modekultur verbunden hat. Ihr Schaffen vereint historisches Bewusstsein, technisches Können, ausdrucksstarke Ästhetik und das Bestreben, Räume zu schaffen, in denen Menschen sich frei ausdrücken können.


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