Martin Garrix

Burak Yeter ist ein türkischer DJ, Musikproduzent, Remixer und Multiinstrumentalist. Er wurde am 5. Mai 1982 in Trabzon, Türkei, geboren. Seit Mitte der 2000er-Jahre ist er in der elektronischen Musik aktiv und erzielte seinen internationalen Durchbruch mit der Single Tuesday mit Gesang von Danelle Sandoval. Im Laufe seiner Karriere umfasste seine Musik unter anderem House, Deep House, Progressive House, Dance-Pop, Big Room, Tech House und Techno. Neben seiner Studioarbeit ist Yeter für Auftritte mit Live-Gitarre und Sinfonieorchester, sein eigenes Label Connection Records sowie groß angelegte technologieorientierte Shows bekannt.
Kindheit und erste musikalische Ausbildung
Burak Yeter begann bereits in früher Kindheit mit Musik. Mit fünf Jahren lernte er klassisches Klavier, ungefähr mit acht Jahren Gitarre. Beide Instrumente blieben später ein wichtiger Bestandteil seiner professionellen Arbeit, insbesondere die Gitarre, die Yeter bei einigen DJ-Auftritten direkt auf der Bühne einsetzt.
Bis zum Alter von 13 Jahren lebte er in Trabzon. Aufgrund der Arbeit seines Vaters zog die Familie anschließend nacheinander nach Samsun, Kayseri, Ankara und Antalya. Yeter selbst brachte seine Fähigkeit, sich problemlos an permanente Tourneen anzupassen, später mit den häufigen Umzügen seiner Kindheit in Verbindung.
Im Jugendalter gingen seine Interessen bereits über den Instrumentalunterricht hinaus. Er beschäftigte sich mit elektronischer Musik und gründete 1999 die Band Tatbikat. Dieses Projekt bot ihm eine der ersten Möglichkeiten, systematisch an eigenem musikalischem Material und an Produktion zu arbeiten.
Ausbildung und Tontechnik
Zunächst erhielt Yeter keine Ausbildung als professioneller Musiker. Er studierte an der Akdeniz University Civil Engineering, also Bauingenieurwesen. Danach verlagerten sich seine beruflichen Interessen endgültig in Richtung Musik.
Später zog Burak nach London, wo er Tontechnik am SAE Institute studierte und in britischen Studios arbeitete. In Biografien über Yeter ist häufig von einem «Masterabschluss in Tontechnik» die Rede, die offizielle Website des Künstlers formuliert jedoch vorsichtiger und spricht konkret von einem Sound-Engineering-Kurs am SAE. Für eine enzyklopädische Biografie ist diese Formulierung präziser.
Die Verbindung aus technischer Ausbildung, praktischer Studioerfahrung, Instrumentalkenntnissen und DJing wurde später zu einem charakteristischen Bestandteil seiner Karriere.
MTV & Burn DJ Contest
Die erste größere professionelle Anerkennung kam im Jahr 2004.
Burak Yeter gewann die türkische Ausgabe des MTV & Burn DJ Contest, an dem Masters At Work beteiligt waren, und erhielt anschließend die Möglichkeit, bei einem MTV-Event auf Malta aufzutreten. Im selben Jahr belegte er beim Miller Master DJ Contest den zweiten Platz.
Diese Ergebnisse markierten einen wichtigen Übergang von lokaler Studioarbeit zum professionellen DJing und erweiterten den Umfang seiner Auftritte deutlich.
For Action
Im Jahr 2005 veröffentlichte Burak Yeter sein Debütalbum For Action. Im offiziellen Apple-Music-Katalog wird die Veröffentlichung ausdrücklich als Album aus dem Jahr 2005 geführt.
Spätere Promo-Biografien bezeichneten For Action gelegentlich als das «erste Solo-DJ-Album der Welt». Diese Behauptung ist historisch nicht korrekt und nicht ausreichend belegt. Deshalb ist es sinnvoller, die Platte schlicht als Yeters erstes vollständiges Studioalbum zu betrachten.
Bereits die frühe Diskografie zeigt, dass seine musikalische Karriere mehr als ein Jahrzehnt vor dem Erscheinen von Tuesday begann.
For Message Volume 2
Am 11. April 2007 erschien das zweite Album For Message Volume 2 — ein 16 Tracks umfassendes Werk mit mehr als einer Stunde Spielzeit, veröffentlicht von Dokuz Sekiz Müzik.
Im Vergleich zu seinem späteren festival- und radioorientierten Material ist das Album deutlich ruhiger und enthält mehr Chillout- und Downtempo-Elemente.
Die Unterschiede zwischen For Action, For Message Volume 2 und den späteren internationalen Singles zeigen, dass Yeter seine Karriere von Anfang an nicht innerhalb eines einzigen House-Subgenres aufbaute.
Pioneer und eigenes Ausbildungssystem
Im Jahr 2008 begann Burak Yeter mit Pioneer zusammenzuarbeiten, erhielt den Status eines zertifizierten Instruktors und beteiligte sich an der professionellen Ausbildung von DJs. Später entwickelte sich dieser Bildungsbereich zu einem Netzwerk von DJ-Schulen, die mit ihm verbunden sind.
Parallel dazu baute er seine eigene Studioinfrastruktur auf und gründete Connection Records. Das Projekt wurde nicht nur zu einem Label, sondern auch zur Basis für Studioarbeit und Bildungsaktivitäten. Später waren Studios und Projekte von Connection mit Amsterdam, Istanbul und Los Angeles verbunden.
Amsterdam entwickelte sich nach und nach zu seiner wichtigsten internationalen Arbeitsbasis.
Arbeit mit der türkischen Pop-Szene
Vor seinem globalen Dance-Durchbruch arbeitete Yeter intensiv in der türkischen Musikindustrie als Arrangeur und Remixer.
Besonders bemerkenswert war die Zusammenarbeit mit Ajda Pekkan. 2010 brachte ihm seine Neuinterpretation ihres Songs Oyalama Beni bei den Kral TV Music Awards den Preis für den besten Remix ein. Zwei Jahre später erhielt er erneut eine Auszeichnung für den Remix von Arada Sırada.
Die Arbeit mit Popmusik formte einen weiteren dauerhaften Bestandteil seines Produktionsansatzes — die Konzentration auf eingängige Vocal-Hooks und Melodien, die später besonders deutlich bei Tuesday und My Life Is Going On zu hören sein sollte.
Blue und internationale Pläne
Im Jahr 2012 erschien das Album Blue. Apple Music führt es als sein drittes größeres Albumprojekt nach For Action und For Message Volume 2.
In denselben Zeitraum fällt auch Mr. International mit dem US-Rapper Hot Rod, der mit G-Unit verbunden war. 2013 veröffentlichte Yeter Storm und verlagerte einen bedeutenden Teil seiner musikalischen Arbeit endgültig nach Amsterdam.
Bemerkenswert ist, dass der Musiker in einem Interview aus dem Jahr 2013 ausdrücklich davon sprach, über den türkischen Markt hinauszugehen und internationale Charts zu erreichen. Nur wenige Jahre später wurde dieses Ziel wesentlich erfolgreicher umgesetzt, als man damals hätte erwarten können.
New World und Spinnin' Records
Mit dem Projekt New World markierte Yeter den Beginn einer neuen internationalen Phase.
Anfang 2016 erschien Reckless mit der kanadischen Sängerin Delaney Jane, im Sommer folgte Happy auf Spinnin' Records. Das Label beschrieb Happy als Deep House mit Piano- und Gitarrenakkorden, organischen Melodien und tropischen Elementen.
Zu diesem Zeitpunkt näherte sich Yeters Sound der europäischen Melodic-House- und Dance-Pop-Szene der Mitte der 2010er-Jahre an.
Der eigentliche Wendepunkt kam jedoch mit der nächsten Single.
Tuesday
Im Jahr 2016 veröffentlichte Burak Yeter Tuesday mit Gesang von Danelle Sandoval.
Wichtig ist, dass Tuesday keine vollständig originale Komposition von Yeter ist. Danelle Sandoval hatte zuvor eine akustische Version des Songs Tuesday des US-Rappers ILOVEMAKONNEN aufgenommen, dessen große Bekanntheit durch einen Remix mit Drake entstanden war. Burak Yeter produzierte eine elektronische Bearbeitung von Sandovals Version. Apple Music beschreibt seine Aufnahme ausdrücklich auf diese Weise; zu den Songwritern gehören Makonnen Sheran, Aubrey Drake Graham, Leland Wayne und weitere Autoren des Originalwerks, während Yeter als Produzent geführt wird.
Gerade Yeters Version machte den Song zu einem großen internationalen Dance-Hit.
Internationaler Erfolg von Tuesday
Die eindrucksvollsten bestätigten Erfolge von Tuesday wurden in Kontinentaleuropa erzielt.
In Deutschland erreichte die Single Platz 2 der offiziellen nationalen Charts und blieb 36 Wochen in den Top 100. In der Jahreswertung 2017 belegte sie Platz fünf unter allen Singles des Jahres in Deutschland — vor zahlreichen großen internationalen Dance- und Pop-Veröffentlichungen dieser Zeit.
In Frankreich verlieh die nationale Organisation SNEP Tuesday im September 2017 eine Diamant-Auszeichnung.
DJ Mag stellte später fest, dass Tuesday im Jahr 2017 der zehntmeist über Shazam erkannte Track weltweit war.
Diese Zahlen beschreiben den tatsächlichen Umfang des Erfolgs genauer als die in Promo-Biografien verbreitete Behauptung von «Platz 1 in mehr als 60 Ländern», bei der häufig offizielle nationale Charts mit lokalen iTunes-, Spotify- und Shazam-Rankings vermischt werden.
My Life Is Going On
Der nächste große internationale Erfolg stand im Zusammenhang mit der Serie La Casa de Papel (Money Heist).
Im Jahr 2018 veröffentlichte Yeter einen Remix von My Life Is Going On der spanischen Sängerin Cecilia Krull, deren Originalaufnahme als Hauptthema der Serie verwendet wurde.
Die Version von Burak Yeter überführte den Song in ein modernes Dance-Format, behielt dabei jedoch Krulls Gesangsmelodie bei.
In Frankreich erhielt My Life Is Going On eine Gold-Auszeichnung von SNEP.
Zusammen mit Tuesday bildete der Track den international bekanntesten Teil von Yeters Katalog.
Friday Night und Erweiterung des Dance-Sounds
Im Jahr 2019 erschien Friday Night, eine weitere bemerkenswerte radioorientierte Produktion des Künstlers.
In dieser Phase blieb Yeter nicht ausschließlich beim Deep House. Seine Musik bewegte sich zwischen Mainstream Dance, House, Future House und stärker festivalorientierten Formen elektronischer Musik.
2020 erschienen Body Talks und Just Miss Love — letzterer als Zusammenarbeit mit dem italienischen Produzenten Benny Benassi und dem Sänger Saint Wilder. Im selben Jahr wurden außerdem Teenage Runaway und Fly Away veröffentlicht.
Sinfonische Konzerte
Parallel zu seinen Studioveröffentlichungen begann Yeter, das Format seiner Live-Auftritte erheblich zu erweitern.
2020 veranstaltete er Konzerte mit ungefähr 100 Musikern eines Sinfonieorchesters, bei denen ein elektronisches DJ-Set mit orchestralen Arrangements und Live-Gitarre verbunden wurde. DJ Mag hob diese Produktionen ausdrücklich als einen der charakteristischsten Aspekte des Künstlers hervor.
Später entwickelte sich das Konzept zur World Symphonic Tour und zu weiteren sinfonischen Programmen.
Die orchestrale Ausrichtung blieb kein einmaliges Experiment: Yeter kehrte auch in den folgenden Jahren immer wieder zu diesem Format zurück, unter anderem bei Auftritten in historischen Theatern und Konzertsälen in der Türkei.
Connection Radio
Ein weiterer fester Bestandteil des Projekts wurde die Connection Radio Show.
Burak Yeter nutzte die Radioshow nicht nur als klassisches Mix-Format, sondern auch als Grundlage für visuelle Live-Übertragungen. Während der Zeit eingeschränkter Konzertaktivitäten wurden die Folgen an verschiedenen Orten aufgezeichnet, wobei Yeter dem DJing häufig Live-Gitarre hinzufügte.
So entwickelte sich nach und nach sein Konzertmodell, in dem elektronische DJ-Sets mit instrumentalen Live-Elementen und aufwendiger visueller Inszenierung verbunden werden.
DJ Mag Top 100 DJs
Im Jahr 2020 schaffte Burak Yeter erstmals den Einstieg in das Haupt-Ranking der DJ Mag Top 100 DJs und erreichte Platz 89.
Danach entwickelten sich seine Platzierungen wie folgt:
- 2020 — Nr. 89
- 2021 — Nr. 82
- 2022 — Nr. 76
- 2023 — Nr. 67
- 2024 — Nr. 64
- 2025 — Nr. 76.
Sein bestes Ergebnis war Platz 64 im Jahr 2024.
DJ Mag selbst beschrieb seine Musik in verschiedenen Jahren als B-house, tech house, EDM, various shades of house und später schlicht als wide range of house. Das bestätigt, dass Yeters stilistisches Spektrum deutlich über ein einziges Genre hinausgeht.
Space Concerts
Anfang der 2020er-Jahre begann Yeter mit der Entwicklung eines eigenen Konzertkonzepts rund um Weltraumästhetik.
Das Projekt Space Concerts basierte auf einer 360-Grad-Visualisierung, großen Videokonstruktionen und speziell entwickelter Bühnengestaltung. 2023 fand in der Türkei eine große 360°-Stadionshow statt, bei der der kasachische Sänger Dimash Qudaibergen als Special Guest auftrat.
Mit Dimash veröffentlichte Yeter außerdem Weekend — eine Single, die am 25. August 2023 auf Ultra Records erschien.
Im Gegensatz zu Tuesday, das vor allem auf den europäischen Radio-Dance-Markt ausgerichtet war, unterstrich Weekend Yeters Interesse an großen Vocal-Tracks und internationalen Kollaborationen.
Arbeit mit Till Lindemann und Le Twins
Yeters stilistische Bandbreite zeigt sich auch deutlich in seinen späteren Kollaborationen.
Er nahm Übers Meer mit Till Lindemann, dem Sänger von Rammstein, auf und veröffentlichte im Juli 2024 gemeinsam mit dem mexikanischen Duo Le Twins den Track MOON auf Dim Mak Records.
Apple Music klassifiziert MOON direkt als Techno. Damit zeigt der Track einen weiteren deutlichen Abstand zur Melodic-Deep-House-Phase von Happy und Tuesday.
Yeters stilistische Entwicklung lässt sich deshalb treffender als permanente Bewegung innerhalb elektronischer Dance-Musik verstehen und nicht als Karriere eines Künstlers, der einem einzigen Genre zugeordnet werden kann.
One Day in Space
Das ungewöhnlichste Projekt in Burak Yeters Karriere wurde One Day in Space.
Die Idee entstand mehrere Jahre vor ihrer Umsetzung. Für das Projekt wurde eine speziell versiegelte Kapsel gebaut, die von einem Stratosphärenballon auf ungefähr 55.000 Fuß — rund 16,7 Kilometer Höhe gebracht werden sollte. Im Inneren befanden sich DJ-Equipment und eine Gitarre.
Am 8. Mai 2025 startete die Kapsel aus der Region Barcelona. Burak Yeter stieg in die Stratosphäre auf und führte dort eine musikalische Performance mit DJ-Set und Gitarrenspiel auf. DJ Mag berichtete, dass er damit den Rekord für die musikalische Performance in der größten Höhe aufstellte und zum ersten Musiker wurde, der in der Stratosphäre auftrat.
Später berichtete die offizielle Website des Künstlers über den Erhalt von zwei Guinness-World-Records-Zertifikaten — für Highest Altitude Live DJ Performance und Highest Altitude Guitar Performance.
Das Projekt wurde zu einer logischen Weiterentwicklung von Yeters langjährigem Interesse daran, Musik mit technischen und technologischen Ideen zu verbinden — von 360-Grad-Konzerten bis hin zu sinfonischen Produktionen.
Musikstil
Der Musikstil von Burak Yeter veränderte sich im Verlauf seiner gesamten Karriere.
Die frühe Diskografie enthielt Chillout und experimentellere elektronische Musik. In der Phase von Happy und Tuesday bildeten Deep House, Melodic House und Mainstream Dance die Grundlage seines Sounds, während spätere Veröffentlichungen sich in Richtung Future House, Big Room, Tech House und Techno erweiterten.
Mitte der 2020er-Jahre beschreibt DJ Mag seine stilistische Ausrichtung bewusst sehr breit — als House in vielen unterschiedlichen Formen.
Trotz der zahlreichen Genrewechsel bleiben einige Elemente in Yeters Produktionen konstant: eine ausgeprägte Melodik, klare Vocal-Hooks, dichte elektronische Rhythmik und ein deutliches Augenmerk auf instrumentale Parts.
Klavier und insbesondere Gitarre existieren dabei nicht nur im Studio. Yeter verwendet die Gitarre regelmäßig direkt bei seinen Auftritten und unterscheidet sein Live-Format dadurch von einem klassischen DJ-Set.
Connection Records
Sein eigenes Connection Records nimmt einen besonderen Platz in seiner Karriere ein.
Das Label entwickelte sich aus Yeters früher Studioarbeit und wurde zu einer Plattform für Musikveröffentlichungen, Studioproduktion und Bildungsprojekte. Die Arbeit mit jungen DJs und Produzenten begann bereits über seine Zusammenarbeit mit Pioneer und entwickelte sich später zu einem eigenständigen Tätigkeitsbereich.
Yeter baut damit nicht nur sein eigenes Künstlerprojekt auf, sondern auch eine eigene musikalische Infrastruktur rund um Tonaufnahmen und professionelle Ausbildung.
Wichtige Alben
- For Action — 2005
- For Message Volume 2 — 2007
- Blue — 2012
Danach wurde seine Diskografie überwiegend singleorientiert — ein Modell, das für die moderne elektronische Dance-Industrie typisch ist.
Wichtige Veröffentlichungen
Zu den bemerkenswertesten Arbeiten von Burak Yeter gehören:
- Mr. International feat. Hot Rod
- Storm
- Reckless feat. Delaney Jane
- Happy
- Tuesday feat. Danelle Sandoval
- Go 2.0
- Cecilia Krull — My Life Is Going On (Burak Yeter Remix)
- Crash
- Friday Night
- Self Control feat. Maysha
- Body Talks
- Benny Benassi & Burak Yeter feat. Saint Wilder — Just Miss Love
- Oh My My feat. Séb Mont
- Burak Yeter & Dimash Qudaibergen — Weekend
- Till Lindemann & Burak Yeter — Übers Meer
- Burak Yeter & Le Twins — MOON
Der digitale Katalog des Künstlers wird weiterhin regelmäßig um neue Singles und Remixe ergänzt, während Tuesday seine bekannteste Aufnahme bleibt.
Burak Yeter in der elektronischen Musik
Burak Yeters Karriere begann lange vor dem internationalen Erfolg von Tuesday. Als die Single erschien, verfügte er bereits über instrumentale Musikausbildung, eine eigene Band, einen Sieg bei einem DJ-Wettbewerb, drei Albumprojekte, Arbeit mit türkischen Pop-Künstlern, ein eigenes Label und Erfahrung im Bildungsbereich.
Tuesday brachte ihn auf den internationalen Massenmarkt, doch seine weitere Karriere entwickelte sich nicht zu einem Versuch, die Formel dieses einen Hits ständig zu wiederholen. My Life Is Going On bestätigte Yeters Potenzial als Crossover-Produzent, während spätere House-, Tech-House- und Techno-Veröffentlichungen die stilistische Grundlage des Projekts weiter ausbauten.
Gleichzeitig entwickelte er konsequent die Live-Seite seiner Arbeit weiter — von Live-Gitarre in DJ-Sets und Auftritten mit Streich- und Sinfonieensembles bis hin zu Space Concerts und dem rekordverdächtigen One Day in Space.
Gerade die Verbindung aus DJing, Studioproduktion, instrumentaler Ausbildung und technologisch aufwendigen Live-Projekten charakterisiert Burak Yeter als Künstler am treffendsten — deutlich umfassender als die Bezeichnung «Schöpfer des Hits Tuesday» oder eine ausschließliche Zuordnung zu Deep House.










