Wade - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Wade

WADE (bürgerlicher Name — Juan Carlos Cruz López; geboren 1991 in Dos Hermanas, Provinz Sevilla, Spanien) — ist ein spanischer DJ und Musikproduzent, der hauptsächlich mit House, Tech House und Minimal/Deep Tech arbeitet. Er ist Gründer der Clubmarke und des Labels Criterio.

Wades professionelle Karriere begann Anfang der 2010er-Jahre. Bevor sein Name in Spanien einem breiten Publikum bekannt wurde, veröffentlichte er mehrere Jahre lang Musik auf europäischen Underground-Labels und tourte außerhalb seines Heimatlandes. Zu den Labels, auf denen seine Produktionen erschienen, gehören MOOD, Suara, Solid Grooves, AVOTRE, Sola, SOLOTOKO, Black Book Records, Musical Freedom und Insomniac Records.

Zu Wades wichtigsten internationalen Veröffentlichungen zählt der 2021 gemeinsam mit Cloonee produzierte Track «Mi Amor». Später nahmen auch «Passion», «Pan Jabi», «Guddi Riddim» mit DJ Snake und Nooran Sisters, «Do My Thing», «Never Sleep» mit Natos y Waor sowie eigene Veröffentlichungen auf Criterio Music einen wichtigen Platz in seinem Katalog ein.

Kindheit in Dos Hermanas

Juan Carlos Cruz López wuchs in Dos Hermanas auf, einer Stadt in der Nähe von Sevilla in Andalusien.

Musik spielte in seinem Leben schon lange vor seiner Begegnung mit der Clubkultur eine Rolle. Er erinnerte sich an spanische Popmusik, die er in seiner Familie hörte, ebenso wie an Flamenco — einen selbstverständlichen Bestandteil der musikalischen Umgebung im Süden Spaniens.

In der Schule beschäftigte sich Juan Carlos mit Musik, hatte damals jedoch noch keine ernsthaften Pläne, daraus einen Beruf zu machen.

Als Teenager wurde Breakbeat zu seiner ersten großen Leidenschaft innerhalb der elektronischen Szene. In Andalusien hatte das Genre in den 2000er-Jahren eine besonders große Anhängerschaft, und Wade bezeichnete später Breakbeat als jene Musik, die ihn im Alter von etwa dreizehn Jahren erstmals ernsthaft für elektronische Musik begeisterte.

Er hörte nicht nur Musik, sondern begann schon damals damit, mithilfe von Computerprogrammen selbst elektronische Tracks zu erstellen.

Woher der Name Wade stammt

Der Künstlername entstand bereits vor Beginn seiner professionellen Karriere.

Als Jugendlicher spielte Juan Carlos Basketball. Freunde begannen, ihn Wade zu nennen — nach dem Nachnamen des amerikanischen Basketballspielers Dwyane Wade.

Als später ein Künstlername benötigt wurde, lag der Spitzname nahe: Er war kurz, leicht zu merken und für den Musiker selbst längst vertraut.

Ursprünglich hatte er die englische Aussprache des Namens Wade im Sinn, doch das spanische Publikum begann ihn buchstäblich auszusprechen. Mit der Zeit setzte sich diese Variante so stark durch, dass der Künstler nicht länger versuchte, sie zu korrigieren.

Die ersten elektronischen Partys

Einer der Orte, an denen Wade mit elektronischer Clubkultur in Berührung kam, war der Club Ohjú in Cádiz.

Zuvor waren seine musikalischen Interessen recht breit gefächert, doch der Besuch elektronischer Partys verlagerte seinen Fokus zunehmend auf House und Clubproduktion.

Seine frühen Sets kannten noch keine strengen Genregrenzen. Wade konnte Pop, Electro, Latin House und cluborientiertere Formen von House spielen.

Erst als er begann, ernsthaft eigene Musik zu produzieren, wurde Tech House zu seinem wichtigsten Stil.

Beginn der Produzentenkarriere

Etwa ab 2011 konzentrierte sich Wade auf die Produktion von Tech House.

Interessanterweise versteht er sich selbst in erster Linie als Produzent und erst danach als DJ. In einem frühen Interview sagte Wade, er sei gewissermaßen «als Produzent geboren» worden, während sich seine aktive DJ-Karriere erst später entwickelte.

Sein wichtigstes Produktionsprogramm blieb über viele Jahre FL Studio, das früher weithin unter dem Namen Fruity Loops bekannt war.

Bereits 2012–2013 erschienen Wades Tracks regelmäßig in den Katalogen kleinerer europäischer House- und Tech-House-Labels.

Erste Veröffentlichungen

Wades frühe Diskografie ist äußerst umfangreich. Während andere Künstler jahrelang an einer einzigen Debüt-EP arbeiten, veröffentlichte der spanische Produzent in seinen ersten Jahren außergewöhnlich häufig neue Musik.

Zu seinen Arbeiten aus den Jahren 2012–2013 gehören «Pandeiro», «Fast Shoes», «Bad Dope», «Coconut Grove», «No Acid», «2 Step», «Happy Groove», «Big Spray», «Good Tribal», «MAde In Spain», «Stereo Conga» und weitere Tracks.

Die Musik erschien zunächst auf kleineren Labels in Spanien und anderen europäischen Ländern, doch nach und nach kamen bekanntere Namen hinzu.

2013 hatte Wade bereits Material auf Stereo Productions und Nervous Records veröffentlicht, während sich seine internationale Tourneekarriere parallel zur Studioarbeit entwickelte.

Erster internationaler Auftritt

Wade selbst datiert sein Auslandsdebüt auf 2013, als er erstmals in Neapel auftrat.

Bereits im folgenden Jahr begann er regelmäßig durch Europa zu touren. Zu den frühen Zielen gehörten die Schweiz, Griechenland, Österreich, Großbritannien und die Niederlande.

Das ist ein wichtiges Detail seiner Biografie: Wade begann außerhalb Spaniens ein Publikum aufzubauen, bevor er in seinem Heimatland wirklich bekannt wurde.

Nach Aussage des Künstlers erhielt seine Musik in der spanischen Clubszene lange Zeit nicht dieselbe Resonanz wie in anderen Ländern.

Check Point und MOOD

Am 24. November 2014 erschien die Check Point EP auf MOOD, dem Label von Nicole Moudaber.

Für den jungen spanischen Produzenten war dies ein bedeutender Schritt: Seine Musik erschien nun im Katalog eines Techno- und House-Labels, das bereits einen internationalen Ruf aufgebaut hatte.

Wade selbst hob «Check Point» später unter seinen frühen Produktionen hervor und bezeichnete den Track als ein Stück, das er gern wieder in seinen Sets spielen würde.

AVOTRE, Solid Grooves und Suara

2015 erweiterte sich die Liste der Labels, auf denen Wade veröffentlichte, deutlich.

Am 19. Januar erschien «Boldness» auf AVOTRE.

Am 21. September folgte eine EP auf dem damals noch jungen Solid Grooves Records. Darauf enthalten waren:

  • «Into The Light»;
  • «Showtime»;
  • «Throwin' Down».

Solid Grooves begann zu dieser Zeit gerade erst, seine eigene Ästhetik rund um groove-orientierten House und Tech House zu entwickeln, weshalb Wades Produktionen gut zum musikalischen Profil des Labels passten.

Am 30. November 2015 debütierte er auf Coyus spanischem Label Suara mit den Tracks «Collapsed Jam» und «Trucco».

Bis zur Mitte des Jahrzehnts arbeitete Wade nicht mehr mit einem einzigen festen Label, sondern mit einem ganzen Netzwerk europäischer Underground-Imprints.

Lateinamerika

2016 begann Wade erstmals durch Lateinamerika zu touren.

Er trat in Argentinien, Brasilien und Chile auf. Später wurde insbesondere Südamerika zu einer der wichtigsten Tourneeregionen seiner Karriere.

Die ersten Reisen brachten noch keine großen Einnahmen. Wade erinnerte sich an Zeiten, in denen er an einem Wochenende mehrere Auftritte an verschiedenen Orten spielte und nach Abzug aller Kosten praktisch ohne Verdienst nach Hause zurückkehrte.

Der wichtigste Gewinn bestand damals darin, sein Publikum zu vergrößern und kontinuierlich außerhalb Spaniens auftreten zu können.

Everybody mit Solardo

Am 23. März 2018 veröffentlichten Wade und das britische Duo Solardo gemeinsam den Track «Everybody» auf Sola.

Die Zusammenarbeit lag nahe: Sowohl Solardo als auch Wade arbeiteten zu dieser Zeit mit groove-betontem Tech House, der vor allem für große Clubsysteme konzipiert war.

Im selben Jahr veröffentlichte Wade «Bazze» auf Sola und bereitete Material für SOLOTOKO vor.

No Sleep

Am 16. November 2018 erschienen auf SOLOTOKO, dem Label von Sonny Fodera, «No Sleep» und «Let's Play Haus».

Für «No Sleep» produzierte Sonny Fodera selbst einen eigenen Remix.

Diese Veröffentlichungen stammen aus einer Phase, in der Wade bereits seit Jahren außerhalb Spaniens tourte, in seinem Heimatland aber erst allmählich ein größeres Publikum erreichte.

2019 und der Durchbruch in Spanien

Wade selbst bezeichnete den 1. Januar 2019 als eines der wichtigsten Daten seiner Karriere.

Während einer elrow-Party im Fabrik Madrid begann das Publikum seinen Namen zu skandieren. Schon bald wurde das charakteristische «Wade, Wade» zu einem regelmäßigen Bestandteil seiner Auftritte und zu einem wiedererkennbaren Merkmal seiner Shows in Spanien.

Zu diesem Zeitpunkt war er bereits seit mehreren Jahren in Europa und Lateinamerika aufgetreten. Deshalb lässt sich dieses Ereignis eher als verspäteter Durchbruch auf dem Heimatmarkt denn als eigentlicher Beginn seiner Karriere verstehen.

Por Ejemplo

Besonders große Bekanntheit in Spanien brachte ihm der Track «Por Ejemplo», der offiziell am 26. August 2019 erschien.

Darin wird eine Passage des Komikers und Schauspielers Dani Rovira aus einem seiner Fernsehmonologe verwendet.

Die Idee entstand lange vor der offiziellen Veröffentlichung. Wade erzählte, dass er auf YouTube einen Auftritt von Rovira gesehen habe und ihm dabei die Formulierung «por ejemplo» aufgefallen sei. Er übertrug das Sprachfragment in ein Musikprojekt und baute innerhalb von etwa einer halben Stunde eine erste Version.

«Por Ejemplo» war daher keine klassische Studiozusammenarbeit zwischen DJ und Komiker: Grundlage war ein Sprachsample aus einem bereits existierenden Monolog.

Der Track war besonders auf spanischen Festivals erfolgreich und machte Wade auch bei einem Publikum außerhalb der spezialisierten Tech-House-Szene bekannt.

All Night Long und Black Book Records

Am 6. Dezember 2019 debütierte Wade auf Black Book Records, dem Label von Chris Lake, mit dem Track «All Night Long».

Zu diesem Zeitpunkt wurde seine Musik regelmäßig von Künstlern der internationalen House-Szene gespielt, und sein Tourkalender umfasste große Festivals und Clubs.

Criterio

Ende 2019 kündigte Wade sein eigenes Projekt Criterio an.

Die Idee bestand nicht einfach darin, Veranstaltungen unter dem Namen eines einzelnen DJs auszurichten. Wade wollte eine Plattform schaffen, auf der er selbst musikalische Richtung, Auftrittsformat und Line-up bestimmt.

Die erste große Party fand am 11. Januar 2020 im Fabrik Madrid statt.

Wade spielte ein siebenstündiges All-Night-Long-Set, und die Veranstaltung war ausverkauft.

Später entwickelte sich Criterio von einer persönlichen Partyreihe zu einer eigenständigen Marke mit Veranstaltungen in verschiedenen Städten Spaniens und darüber hinaus.

Die Pandemie

Das Wachstum von Criterio fiel mit dem Beginn der COVID-19-Pandemie zusammen.

Für 2020 waren neue internationale Auftritte von Wade geplant, darunter Tomorrowland, doch die Festivalsaison wurde abgesagt.

Die Pause bremste den Live-Bereich seiner Karriere, gab ihm jedoch mehr Zeit für die Arbeit im Studio.

Nach der Rückkehr der Clubindustrie entwickelte Wade Criterio bereits gleichzeitig als Veranstaltungsreihe und als Musiklabel weiter.

Mi Amor mit Cloonee

Am 28. Mai 2021 erschien eine der bekanntesten Produktionen von Wade: «Mi Amor», entstanden gemeinsam mit dem britischen Produzenten Cloonee.

Der Track wurde auf Cloonees Label CLNE veröffentlicht.

«Mi Amor» verbindet einen direkten Tech-House-Groove mit einer kurzen Vocal-Phrase und einem Bläser-Sample mit deutlich spanischem Charakter.

Der Track wurde zu einem der größten Cluberfolge beider Musiker und vergrößerte Wades internationale Reichweite erheblich.

Im selben Jahr produzierte Wade außerdem einen Acid Remix von Cloonees Track «Sun Goes Down».

Criterio Music

2021 erhielt Criterio eine eigene Musiksparte.

Criterio Music wurde in Zusammenarbeit mit Universal Music Spain gegründet.

Die erste offizielle Veröffentlichung des neuen Labels war Wades Track «Passion», der am 26. November 2021 erschien.

Das eigene Label löste für den Künstler mehrere Aufgaben zugleich. Er konnte Veröffentlichungszeitpunkte selbst bestimmen, Musik herausbringen, die zu seinen DJ-Sets passte, und mit anderen Produzenten arbeiten, ohne für jedes Projekt erneut ein externes Imprint suchen zu müssen.

Passion

«Passion» wurde zu einer charakteristischen Produktion der neuen Phase von Wade.

Im Vergleich zu den minimalistischeren Aufnahmen seiner frühen Jahre tritt hier das große Vocal-Thema stärker hervor, während die Dynamik insgesamt dichter und festivalorientierter wirkt.

Die Grundlage blieb dennoch eine Tech-House-Rhythmussektion — eine kurze Kick, eine federnde Basslinie und rhythmische Pausen, die gezielt auf die Reaktion der Tanzfläche ausgerichtet sind.

Shake & Bounce

Am 21. Januar 2022 erschien «Shake & Bounce» auf Insomniac Records.

Die Veröffentlichung stärkte Wades Präsenz auf dem US-Markt, wo Tech House zu dieser Zeit schnell von den Clubs auf große Festivalbühnen überging.

Pan Jabi

Am 28. Juli 2022 veröffentlichte Criterio Music «Pan Jabi».

Der Track basiert auf indischem Vocal-Material und einem schweren Tech-House-Groove. Er zeigt Wades Umgang mit Samples besonders deutlich: Das Ausgangsmaterial kann weit außerhalb europäischer elektronischer Musik liegen, solange es sich natürlich in einen tanzbaren Rhythmus integrieren lässt.

Der Musiker selbst betonte mehrfach, dass er sich nicht auf eine einzige musikalische Herkunft seines Materials beschränken wolle und ständig nach Ideen außerhalb des House sucht.

Guddi Riddim mit DJ Snake

Am 20. Dezember 2022 erschien «Guddi Riddim» — eine gemeinsame Single von DJ Snake, Wade und Nooran Sisters.

Der Gesang der indischen Nooran Sisters bildet den Mittelpunkt des Tracks, während die elektronische Seite um einen dichten Tech-House-Rhythmus aufgebaut ist.

Nach «Mi Amor» wurde dies eine weitere Wade-Produktion, die weit über sein ursprüngliches Clubpublikum hinausreichte.

Do My Thing

Am 9. Juni 2023 veröffentlichte Wade «Do My Thing» auf Musical Freedom, dem Label von Tiësto.

Besonders deutlich wird darin seine Vorliebe für kurze Vocal-Hooks und einen Groove, der sowohl in einem normalen Club als auch auf einer größeren Festivalbühne funktioniert.

2023 erschienen über Criterio außerdem seine eigenen Tracks «Cyclone» und «The Movement».

Wades DJ-Sets

Obwohl Wade meist als Tech-House-Künstler bezeichnet wird, waren seine DJ-Sets nie vollständig auf ein einzelnes Genre beschränkt.

Er selbst schätzte den Tech-House-Anteil seines Programms auf etwa 70 Prozent. Der Rest kann Minimal, Deep Tech, House und Techno umfassen, wobei härtere Musik häufig gegen Ende des Sets auftaucht.

Besondere Bedeutung haben Mashups und eigene Edits.

Wade spielt gekaufte Tracks nur selten völlig unverändert. Bevor ein Stück in sein Set gelangt, kann es durch sein Studio gehen: Er ergänzt Vocals, Drums, Kompression oder einen neuen Übergang beziehungsweise kombiniert mehrere Aufnahmen miteinander.

Dadurch können zwei Tracks aus den Katalogen anderer Künstler in seinen Sets deutlich anders klingen als in ihren Originalversionen.

All Night Long

Ein eigener Teil von Wades Live-Arbeit sind ausgedehnte All-Night-Long-Sets.

Ein gewöhnlicher Festival-Slot verlangt, relativ schnell den energiereichsten Teil des Programms zu erreichen. Sechs oder sieben Stunden erlauben es dagegen, mit tieferem House und Minimal zu beginnen, die Intensität langsam zu steigern und gegen Morgen zu Tech House und Techno überzugehen.

Das erste Criterio-Event im Fabrik war genau nach diesem Prinzip aufgebaut, und später wurde das Format auch an anderen Orten wiederholt.

Never Sleep mit Natos y Waor

Am 2. August 2024 veröffentlichte Wade «Never Sleep» gemeinsam mit dem Madrider Rap-Duo Natos y Waor.

Der Track verband spanischen Hip-Hop mit Tech House und war für beide Projekte eine ungewöhnliche Veröffentlichung.

Für Wade passt diese Zusammenarbeit gut zu einer Methode, die er schon lange verwendet: Statt sich auf traditionellen House-Gesang zu beschränken, integriert er Sprache, Rap und Material aus anderen Genres in Clubmusik.

Veröffentlichungen 2024

Neben «Never Sleep» erschienen 2024:

  • «Let's Get Jack» — Musical Freedom;
  • «Hurricane» — Insomniac Records;
  • «Dame De Eso» — Criterio Music;
  • Wades Remix von Dezkos «Ascend».

Zu diesem Zeitpunkt war Criterio bereits zur wichtigsten Heimat für einen beträchtlichen Teil seiner eigenen Musik geworden, obwohl Wade weiterhin auch auf externen Labels veröffentlichte.

Bailame

Am 11. April 2025 veröffentlichte Criterio Music «Bailame».

Der Track führte die lateinamerikanisch geprägte Seite von Wades Musik weiter: Spanischsprachige Vocals treffen auf einen direkten Clubrhythmus, während die Extended Version speziell für DJ-Sets ausgelegt ist.

I Was Made For Lovin' You

Am 30. Mai 2025 folgte die Single «I Was Made For Lovin' You».

Statt sich härterem Techno zuzuwenden, konzentrierte sich Wade in dieser Phase erneut auf Musik mit einer einfachen, leicht wiedererkennbaren Vocal-Idee und einem federnden Tech-House-Groove bei 128 BPM.

FLEXN und Organ Work

Am 8. August 2025 veröffentlichten Wade und der italienische Produzent Nicola Gavino «FLEXN» auf Take Notes.

Nach der Beatport-Klassifizierung liegt die Produktion näher an Minimal/Deep Tech als die meisten großen Criterio-Releases. Damit kehrte Wade zu einem Sound zurück, der bereits in seiner frühen Diskografie präsent gewesen war.

Im Herbst folgte «Organ Work» mit Rello, im November dann «Dance To The Rhythm» mit KENZ.

2026

2026 setzte Wade seine Reihe von Solo-Veröffentlichungen auf Criterio Music fort.

Am 17. April erschien «Right Move», aufgebaut auf einem Tech-House-Groove bei 130 BPM.

Am 19. Juni folgte «People Stompin'».

Die zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Biografie jüngste Veröffentlichung ist «Funky Beat», erschienen am 11. September 2026 ebenfalls auf Criterio Music.

Internationale Festivals und Clubs

Im Laufe seiner Tourneejahre trat Wade bei Tomorrowland, Ultra Music Festival Miami, Rock in Rio, EDC, Kappa FuturFestival, Sonus, Music On Festival und weiteren großen elektronischen Musikveranstaltungen auf.

Auf Ibiza ist seine Karriere mit Ushuaïa, Hï Ibiza, Pacha und Amnesia verbunden.

Eine besondere Beziehung entwickelte sich zu elrow. Wade bezeichnete deren Partys mehrfach als einige seiner Lieblingsveranstaltungen, vor allem wegen der theatralischen Atmosphäre, der aufwendigen Dekorationen und der Reaktion des Publikums.

Criterio als Festivalmarke

Das Projekt, das mit einem einzigen All-Night-Long-Event im Fabrik begann, entwickelte sich nach und nach über Madrid hinaus.

Criterio veranstaltete Events in Sevilla, Málaga, Valencia und auf den Kanarischen Inseln und begann später auch außerhalb des spanischen Festlands aufzutreten.

Einzelne Veranstaltungen fanden zudem in Lateinamerika statt, wo Wade bereits seit Mitte der 2010er-Jahre über ein beständiges Publikum verfügt.

Criterio existiert heute daher in zwei Formen gleichzeitig: als Reihe von Club- und Festivalveranstaltungen und als Label Criterio Music.

Flamenco und spanische Musik

In Wades Musik sind häufig Elemente zu hören, die mit seiner spanischen Herkunft verbunden sind.

Das bedeutet nicht, dass er systematisch elektronischen Flamenco produziert. Häufiger geht es um kurze Bläserparts, Gitarrenfarben, Vocal-Fragmente oder rhythmische Elemente, die in eine moderne Tech-House-Produktion integriert werden.

Ein gutes Beispiel ist «Mi Amor», dessen spanischer Charakter durch wenige Details entsteht und nicht durch ein direktes Zitat eines traditionellen Liedes.

Wade selbst verbindet diesen Ansatz mit der Musik, die er seit seiner Kindheit im Süden Spaniens gehört hat.

Breakbeat und andalusische Wurzeln

Ebenso wichtig ist der Einfluss von Breakbeat.

Der Süden Spaniens, insbesondere Andalusien, verfügte Ende der 1990er- und in den 2000er-Jahren über eine bedeutende Breakbeat-Szene. Genau dort begann Wades Interesse an elektronischer Musik.

Obwohl sich seine eigenen Produktionen später stärker in Richtung House bewegten, blieb das Interesse an gebrochenen Rhythmen, überraschenden Übergängen und aggressiveren Passagen Teil seines DJ-Denkens.

Wade ausschließlich als Produzenten gleichförmigen Tech House zu beschreiben, würde seinen Ansatz daher zu stark vereinfachen. Das Genre bleibt zwar die Grundlage, doch in seinen Sets tauchen regelmäßig Elemente aus Minimal, Techno, Hip-Hop, Latin Music und weiteren Stilrichtungen auf.

Produktionsansatz

Eines der auffälligsten Merkmale von Wade ist seine Vorliebe für kurze, leicht wiedererkennbare Samples.

Das kann sein:

  • eine gesprochene Phrase wie in «Por Ejemplo»;
  • spanischsprachiger Gesang;
  • ein Fragment indischen Gesangs;
  • ein Bläsermotiv;
  • Rap;
  • eine wiedererkennbare Phrase aus älterer Musik.

Die Vocal- oder Instrumentalidee wird meist über einer dichten Basslinie und Percussion wiederholt. Dadurch lassen sich die Produktionen besonders gut in DJ-Sets einsetzen: Das zentrale Motiv ist schnell erkennbar, nimmt aber nicht den gesamten Klangraum ein.

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist der Groove. Wade betonte mehrfach, dass das Gefühl von Bewegung für ihn wichtiger sei als eine strenge Genrezuordnung.

Wichtige Veröffentlichungen von Wade

  • 2013 — «Coconut Grove»;
  • 2014 — Check Point EP — MOOD;
  • 2015 — «Boldness» — AVOTRE;
  • 2015 — Into The Light EP — Solid Grooves;
  • 2015 — «Collapsed Jam» / «Trucco» — Suara;
  • 2018 — «Everybody» — mit Solardo;
  • 2018 — «Bazze»;
  • 2018 — «No Sleep»;
  • 2019 — «Por Ejemplo»;
  • 2019 — «All Night Long»;
  • 2021 — «Mi Amor» — mit Cloonee;
  • 2021 — «Passion»;
  • 2022 — «Shake & Bounce»;
  • 2022 — «Pan Jabi»;
  • 2022 — «Guddi Riddim» — mit DJ Snake und Nooran Sisters;
  • 2023 — «Cyclone»;
  • 2023 — «The Movement»;
  • 2023 — «Do My Thing»;
  • 2024 — «Let's Get Jack»;
  • 2024 — «Hurricane»;
  • 2024 — «Dame De Eso»;
  • 2024 — «Never Sleep» — mit Natos y Waor;
  • 2025 — «Bailame»;
  • 2025 — «I Was Made For Lovin' You»;
  • 2025 — «FLEXN» — mit Nicola Gavino;
  • 2025 — «Organ Work» — mit Rello;
  • 2025 — «Dance To The Rhythm» — mit KENZ;
  • 2026 — «Right Move»;
  • 2026 — «People Stompin'»;
  • 2026 — «Funky Beat».

Wichtige Labels

Im Laufe seiner Karriere erschien Wades Musik auf:

  • MOOD;
  • AVOTRE;
  • Solid Grooves Records;
  • Suara;
  • Sola;
  • SOLOTOKO;
  • Snatch!;
  • Black Book Records;
  • CLNE;
  • Insomniac Records;
  • Musical Freedom;
  • Criterio Music.

Künstlerischer Weg

Wades Weg unterscheidet sich von der typischen Geschichte eines Künstlers, der durch einen einzigen Hit sofort international bekannt wird. Bevor Juan Carlos Cruz in Spanien einem breiten Publikum bekannt wurde, veröffentlichte er mehrere Jahre lang kleinere Clubtracks, tourte durch Europa und Lateinamerika und sammelte kontinuierlich Erfahrung hinter den Decks.

2019 machte ihn einem großen spanischen Publikum bekannt, doch zu diesem Zeitpunkt lag bereits eine umfangreiche internationale Karriere hinter ihm. Der nächste Wendepunkt kam mit der Gründung von Criterio und der Veröffentlichung von «Mi Amor»: Wade verfügte nun gleichzeitig über eine eigene Veranstaltungsplattform, ein eigenes Label und einen der erfolgreichsten Tracks seiner Diskografie.

Gleichzeitig hat seine Musik die Verbindung zu ihren Ursprüngen bewahrt. Tech House bleibt die Grundlage, doch daneben tauchen regelmäßig Minimal, Techno, Flamenco, lateinamerikanische und indische Vocal-Einflüsse, Rap und neu bearbeitete Samples aus der Popkultur auf. Für Wade ist das Genre meist nur das Gerüst, während Groove und eine starke musikalische Idee den Wiedererkennungswert eines einzelnen Tracks bestimmen.


Musik hören Wade

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0:00 03:05

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