Oasis - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs | Seiten: 2

Oasis

Oasis ist eine britische Rockband, die 1991 in Manchester gegründet wurde und zu den prägenden Gruppen des Britpop der 1990er-Jahre zählt. Im Zentrum der Bandgeschichte stand die kreative Verbindung der Brüder Liam Gallagher — Sänger mit unverwechselbarer Gesangsweise — und Noel Gallagher, Leadgitarrist und wichtigster Songwriter der klassischen Phase.

Oasis verbanden die melodische Tradition des britischen Rocks der 1960er-Jahre mit dem Gitarrensound der 1970er, Elementen des Alternative Rock und einer groß angelegten Stadionästhetik. Wonderwall, Don't Look Back in Anger, Live Forever, Champagne Supernova, Supersonic, Some Might Say, Stand by Me, Stop Crying Your Heart Out und The Importance of Being Idle gehören zu den bekanntesten britischen Rocksongs der vergangenen Jahrzehnte.

Die Band löste sich 2009 nach jahrelangen Konflikten zwischen den Gallagher-Brüdern auf. Im Jahr 2024 kündigten Liam und Noel jedoch die Wiedervereinigung an. 2025 kehrten Oasis nach 16 Jahren erstmals wieder gemeinsam auf die Bühne zurück und absolvierten die weltweite Stadiontournee Oasis Live ’25. 2026 wurde die Band für die Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame ausgewählt.

Gründung von Oasis

Die Vorgeschichte der Band begann mit der Manchester-Gruppe The Rain, in der Gitarrist Paul «Bonehead» Arthurs, Bassist Paul «Guigsy» McGuigan und Schlagzeuger Tony McCarroll spielten. Ursprünglicher Sänger war Chris Hutton.

1991 ersetzte Liam Gallagher Hutton als Sänger. Nach seinem Einstieg wurde der Name The Rain in Oasis geändert. Die Bezeichnung ging auf ein Tourplakat der Inspiral Carpets zurück, auf dem unter den Veranstaltungsorten das Oasis Leisure Centre in Swindon aufgeführt war.

Das erste Konzert von Oasis fand im August 1991 im Manchester-Club The Boardwalk statt.

Bei einem der frühen Auftritte war Liams älterer Bruder Noel Gallagher anwesend, der damals als Roadie im Tourteam der Inspiral Carpets arbeitete. Noel schrieb bereits seit mehreren Jahren eigene Songs und schloss sich der Band kurz darauf als Leadgitarrist und wichtigster Songwriter an.

Sein Einstieg bestimmte die weitere musikalische Richtung von Oasis. Noel brachte frühe Versionen von Songs mit, um die herum sich der charakteristische Sound der Band entwickelte: laute Gitarren, einfache Akkordfolgen, große melodische Refrains und Liams Gesang.

Vertrag mit Creation Records

Ein entscheidender Moment der frühen Bandgeschichte war ein Konzert im King Tut's Wah Wah Hut in Glasgow im Mai 1993.

Den Auftritt sah Alan McGee, Leiter des unabhängigen Labels Creation Records. Oasis unterschrieben kurz darauf einen Vertrag mit dem Unternehmen und begannen mit den Vorbereitungen für ihr Debütalbum.

Die Debütsingle Supersonic erschien im April 1994. Es folgten Shakermaker und Live Forever. Letzterer wurde die erste Oasis-Single, die die britischen Top 10 erreichte.

Definitely Maybe

Am 29. August 1994 erschien das Debütalbum Definitely Maybe.

Zum Zeitpunkt seiner Veröffentlichung wurde es zum am schnellsten verkauften Debütalbum der britischen Chartgeschichte und stieg direkt auf Platz eins der UK Albums Chart ein.

Das Album enthält:

  • Rock 'n' Roll Star;
  • Shakermaker;
  • Live Forever;
  • Up in the Sky;
  • Columbia;
  • Supersonic;
  • Bring It on Down;
  • Cigarettes & Alcohol;
  • Slide Away und weitere Songs.

Das Album definierte die grundlegende Ästhetik der frühen Oasis. Die Musik war bewusst direkt und laut, zugleich aber um Melodien aufgebaut, die sich leicht in große Mitsing-Refrains für Konzerte verwandeln konnten.

In Noel Gallaghers Texten standen Themen des Alltags neben romantischem Eskapismus und dem Wunsch, die gewöhnliche Realität hinter sich zu lassen. Besonders deutlich zeigt sich diese Verbindung in Live Forever und Slide Away.

Britpop und die Rivalität mit Blur

Mitte der 1990er-Jahre waren Oasis eine von zwei Gruppen, um die die britische Presse eine symbolische Rivalität innerhalb des Britpop aufbaute.

Als wichtigster Konkurrent galt Blur. Im August 1995 veröffentlichten beide Bands am selben Tag neue Singles: Oasis mit Roll with It, Blur mit Country House.

Die sogenannte «Battle of Britpop» wurde zu einem großen Ereignis der britischen Popkultur. Im Wochenchart gewann Blur: Country House erreichte Platz eins, während Roll with It auf Platz zwei landete.

Die weitere Entwicklung zeigte jedoch, dass sich die Konkurrenz nicht auf das Ergebnis einer einzigen Chartwoche reduzieren ließ: Das zweite Oasis-Album machte die Band kurz darauf zu einem internationalen Stadion-Act.

(What's the Story) Morning Glory?

Am 2. Oktober 1995 erschien das zweite Studioalbum (What's the Story) Morning Glory?.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Alan White Tony McCarroll am Schlagzeug ersetzt.

Das Album enthält:

  • Hello;
  • Roll with It;
  • Wonderwall;
  • Don't Look Back in Anger;
  • Some Might Say;
  • Cast No Shadow;
  • She's Electric;
  • Morning Glory;
  • Champagne Supernova.

Some Might Say war bereits im Frühjahr 1995 die erste Oasis-Single geworden, die Platz eins der UK Singles Chart erreichte.

Wonderwall kam im Vereinigten Königreich auf Platz zwei, entwickelte sich im Laufe der Zeit jedoch zum international bekanntesten Song der Band. Den Leadgesang übernimmt Liam Gallagher.

Don't Look Back in Anger wurde dagegen von Noel gesungen. Im Februar 1996 wurde der Song zur zweiten britischen Nummer eins von Oasis.

(What's the Story) Morning Glory? erreichte Platz eins der britischen Albumcharts und wurde später zu einem der meistverkauften Alben in der Geschichte des Vereinigten Königreichs.

Knebworth 1996

Den Höhepunkt der ersten großen Phase bildeten zwei Konzerte im Knebworth Park am 10. und 11. August 1996.

An beiden Abenden spielten Oasis insgesamt vor etwa 250.000 Zuschauern. Die Konzerte wurden zu einem der bekanntesten Symbole für die Dimensionen der britischen Gitarrenkultur Mitte der 1990er-Jahre.

Zum Programm gehörten Columbia, Acquiesce, Supersonic, Some Might Say, Roll with It, Wonderwall, Don't Look Back in Anger, Live Forever, Champagne Supernova und weitere Songs.

2021 bildeten diese Auftritte die Grundlage für den Dokumentarfilm Oasis Knebworth 1996 und das gleichnamige Livealbum.

Be Here Now

Das dritte Studioalbum Be Here Now erschien am 21. August 1997 auf dem Höhepunkt der enormen Erwartungen rund um Oasis.

In den ersten Tagen stellte das Album einen Rekord auf dem britischen Musikmarkt auf. In der ersten Chartwoche wurden rund 696.000 Exemplare verkauft, womit Be Here Now damals zum am schnellsten verkauften Album in der Geschichte der UK Albums Chart wurde.

Die wichtigsten Singles waren:

  • D'You Know What I Mean?;
  • Stand by Me;
  • All Around the World.

D'You Know What I Mean? und All Around the World erreichten beide Platz eins der britischen Charts.

Das Album setzte die melodische Sprache der ersten beiden Werke fort, verdichtete sie jedoch erheblich: mehrschichtige Gitarren, lange Songs und ein massiver Produktionsstil trieben den charakteristischen Oasis-Sound bis an seine Grenzen.

Der anfängliche kommerzielle Erfolg war enorm, später wurde Be Here Now jedoch deutlich kontroverser bewertet. Auch Noel Gallagher äußerte sich später kritisch über die Überladenheit der Produktion.

Ausstieg von Bonehead und Guigsy

Während der Arbeiten am nächsten Album kam es zu den gravierendsten Veränderungen der ursprünglichen Besetzung.

Im Jahr 1999 verließen Gitarrist Paul «Bonehead» Arthurs und Bassist Paul «Guigsy» McGuigan die Band.

Ihre Plätze übernahmen Gem Archer, zuvor Mitglied von Heavy Stereo, und Andy Bell, bekannt durch Ride und Hurricane #1.

Damit waren zu Beginn der 2000er-Jahre nur noch die Gallagher-Brüder dauerhaft aus der Besetzung von Definitely Maybe bei Oasis vertreten.

Standing on the Shoulder of Giants

Am 28. Februar 2000 erschien das vierte Studioalbum Standing on the Shoulder of Giants.

Es war das erste Oasis-Studioalbum, das über das bandeigene Label Big Brother Recordings veröffentlicht wurde.

Die Musik wurde experimenteller: Psychedelia, elektronische Elemente, Samples und ein insgesamt dunklerer Klang hielten Einzug in die Arrangements.

Zu den wichtigsten Songs dieser Phase gehörten Go Let It Out, Who Feels Love?, Gas Panic! und Sunday Morning Call.

Go Let It Out stieg auf Platz eins der UK Singles Chart ein.

Auf dem Album erschien außerdem Little James — der erste von Liam Gallagher geschriebene Song, der auf einem Oasis-Studioalbum veröffentlicht wurde. Zuvor hatte Noel den größten Teil des Repertoires geschrieben.

Heathen Chemistry

Das fünfte Studioalbum Heathen Chemistry erschien am 1. Juli 2002.

Auf dieser Platte veränderte sich das Songwriting-Modell von Oasis deutlich: Nicht mehr nur Noel und Liam, sondern auch Gem Archer und Andy Bell steuerten eigene Songs bei.

Die wichtigsten Singles:

  • The Hindu Times;
  • Stop Crying Your Heart Out;
  • Little by Little;
  • Songbird.

The Hindu Times erreichte Platz eins der UK Singles Chart. Stop Crying Your Heart Out wurde zu einer der bekanntesten Balladen der späteren Oasis-Phase.

Songbird, geschrieben von Liam, zeigte seine wachsende Bedeutung als Songwriter.

Heathen Chemistry war das letzte Studioalbum der Band mit Schlagzeuger Alan White.

Don't Believe the Truth

Nach Alan Whites Ausstieg übernahm Zak Starkey, Sohn des Schlagzeugers Ringo Starr von The Beatles, das Schlagzeug. Formal galt er nicht als festes Mitglied von Oasis, spielte jedoch eine wichtige Rolle bei den Aufnahmen und Tourneen Mitte der 2000er-Jahre.

Am 30. Mai 2005 erschien das sechste Studioalbum Don't Believe the Truth.

Das Album wurde zu einer der erfolgreichsten Veröffentlichungen der späteren Bandphase und erreichte erneut Platz eins der britischen Albumcharts.

Zu den wichtigsten Songs gehören:

  • Lyla;
  • The Importance of Being Idle;
  • Let There Be Love;
  • Turn Up the Sun;
  • Mucky Fingers.

Lyla und The Importance of Being Idle wurden britische Nummer-eins-Singles. Letzterer bleibt der bislang letzte Oasis-Song, der die UK Singles Chart anführte.

Im Vergleich zu den frühen Alben wurde der Beitrag der übrigen Musiker zum Songwriting deutlich größer. Material entstand nun von Noel und Liam Gallagher, Gem Archer und Andy Bell.

Dig Out Your Soul

Das siebte Studioalbum Dig Out Your Soul erschien am 6. Oktober 2008.

Erneut übernahm Dave Sardy die Produktion. Musikalisch verstärkte die Band psychedelische Einflüsse und schwerere rhythmische Elemente.

Aus dem Album wurden veröffentlicht:

  • The Shock of the Lightning;
  • I'm Outta Time;
  • Falling Down.

I'm Outta Time wurde von Liam Gallagher geschrieben, während The Shock of the Lightning und Falling Down von Noel stammen.

Dig Out Your Soul bleibt das bislang letzte Studioalbum von Oasis.

Auflösung von Oasis im Jahr 2009

Gegen Ende der 2000er-Jahre verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Liam und Noel Gallagher erneut erheblich.

Am 28. August 2009 sollten Oasis beim Festival Rock en Seine nahe Paris auftreten. Kurz vor dem geplanten Bühnenauftritt kam es erneut zu einem Streit zwischen den Brüdern, woraufhin das Konzert abgesagt wurde.

Noch am selben Abend erklärte Noel Gallagher seinen Ausstieg aus der Band und sagte, er könne nicht länger mit Liam zusammenarbeiten.

Die verbleibenden Europakonzerte wurden abgesagt, und die erste Phase der Oasis-Geschichte endete nach 18 Jahren.

Beady Eye und Noel Gallagher's High Flying Birds

Nach der Auflösung arbeitete Liam weiter mit Gem Archer, Andy Bell und Chris Sharrock. Die neue Gruppe erhielt den Namen Beady Eye.

Die Band veröffentlichte zwei Alben — Different Gear, Still Speeding (2011) und BE (2013) — und löste sich anschließend auf. Danach startete Liam Gallagher eine erfolgreiche Solokarriere.

Noel gründete das Projekt Noel Gallagher's High Flying Birds, das 2011 mit einem gleichnamigen Album debütierte. Dieses Projekt wurde zu seinem wichtigsten musikalischen Betätigungsfeld zwischen der Auflösung von Oasis und der Wiedervereinigung.

Das Vermächtnis während der Trennungsjahre

Auch ohne aktive Bandbesetzung wurde der Oasis-Katalog weiterhin regelmäßig neu veröffentlicht.

2010 erschien die Singlesammlung Time Flies… 1994–2009. Es folgten Jubiläumsausgaben der frühen Alben, Archivaufnahmen und Liveprojekte.

Im Jahr 2021 erschienen der Dokumentarfilm und das Livealbum Oasis Knebworth 1996.

2024 wurde zum 30. Jubiläum von Definitely Maybe eine erweiterte Sonderausgabe veröffentlicht. Vor dem Hintergrund wachsender Spekulationen über eine mögliche Rückkehr stieg das Album drei Jahrzehnte nach seinem ursprünglichen Erfolg erneut auf Platz eins der britischen Charts.

Wiedervereinigung von Oasis

Am 27. August 2024, fast genau 15 Jahre nach der Auflösung, kündigten Oasis offiziell ihre Wiedervereinigung an.

Die wichtigste Nachricht war die Rückkehr von Liam und Noel Gallagher zu gemeinsamen Auftritten. Gleichzeitig wurde die Stadiontournee Oasis Live ’25 angekündigt.

Zunächst wurden Konzerte im Vereinigten Königreich und in Irland angekündigt, doch aufgrund der enormen Nachfrage wurde die Tour schnell international erweitert.

Oasis Live ’25

Das erste Konzert der wiedervereinigten Oasis fand am 4. Juli 2025 im Principality Stadium in Cardiff statt. Es war der erste gemeinsame Auftritt von Liam und Noel Gallagher seit 2009.

Zur Tourbesetzung von Oasis gehörten:

  • Liam Gallagher — Gesang;
  • Noel Gallagher — Gitarre, Gesang;
  • Paul «Bonehead» Arthurs — Gitarre, Klavier;
  • Gem Archer — Gitarre;
  • Andy Bell — Bassgitarre;
  • Joey Waronker — Schlagzeug.

Damit vereinte die Liveband Musiker aus mehreren unterschiedlichen historischen Phasen von Oasis.

Die Tour führte durch das Vereinigte Königreich, Irland, Kanada, die USA, Mexiko, Südkorea, Japan, Australien, Argentinien, Chile und Brasilien.

Oasis spielten fünf Konzerte im Heaton Park in Manchester und sieben Auftritte im Wembley Stadium. Der nordamerikanische Abschnitt umfasste unter anderem das MetLife Stadium und den Rose Bowl, während die letzte Etappe der Tour in Südamerika stattfand.

Das letzte Konzert von Live ’25 fand am 23. November 2025 im Estádio MorumBIS in São Paulo statt.

Was Oasis nach der Wiedervereinigung spielten

Das Konzertprogramm von Live ’25 konzentrierte sich vor allem auf Material aus den 1990er-Jahren sowie auf die wichtigsten Songs der späteren Bandphase.

Die Setlist enthielt:

  • Hello
  • Acquiesce
  • Morning Glory
  • Some Might Say
  • Bring It on Down
  • Cigarettes & Alcohol
  • Fade Away
  • Supersonic
  • Roll with It
  • Talk Tonight
  • Half the World Away
  • Little by Little
  • D'You Know What I Mean?
  • Stand by Me
  • Cast No Shadow
  • Slide Away
  • Whatever
  • Live Forever
  • Rock 'n' Roll Star
  • The Masterplan
  • Don't Look Back in Anger
  • Wonderwall
  • Champagne Supernova.

Neue Oasis-Studiotracks wurden während der Tour nicht vorgestellt: Die Wiedervereinigung konzentrierte sich in erster Linie auf den bestehenden Livekatalog der Band.

Oasis im Jahr 2026

Nach dem Ende der Welttournee konzentrierten sich die Aktivitäten von Oasis weiterhin auf Aufnahmen von Live ’25 sowie auf den historischen Katalog.

Im März 2026 erschien für das Charity-Projekt War Child eine Liveversion von Acquiesce — Live From Wembley, 28 September 2025.

Gleichzeitig setzte die Band ihre Jubiläumskampagne rund um (What's the Story) Morning Glory? fort. Dafür wurde eine erweiterte 30-Jahre-Ausgabe mit zuvor unveröffentlichten Unplugged-Versionen von Cast No Shadow, Morning Glory, Wonderwall, Acquiesce und Champagne Supernova vorbereitet.

Bislang haben Oasis kein neues Studioalbum angekündigt, sodass Dig Out Your Soul aus dem Jahr 2008 weiterhin die jüngste Studioplatte der Band bleibt.

Oasis in der Rock & Roll Hall of Fame

Am 13. April 2026 gab die Rock & Roll Hall of Fame bekannt, dass Oasis zu den Künstlern gehören, die in die Class of 2026 in der Kategorie Performer aufgenommen werden sollen.

Zu den von der Rock Hall berücksichtigten Oasis-Mitgliedern gehören:

  • Liam Gallagher;
  • Noel Gallagher;
  • Paul Arthurs;
  • Paul McGuigan;
  • Tony McCarroll;
  • Alan White;
  • Gem Archer;
  • Andy Bell.

Die Aufnahmezeremonie der Class of 2026 ist für den 14. November 2026 in Los Angeles angesetzt.

Dokumentarfilm Don't Look Back in Anger

Die Wiedervereinigung von Oasis bildet die Grundlage für den neuen abendfüllenden Dokumentarfilm Oasis: Don't Look Back in Anger.

Das Projekt widmet sich dem Comeback der Band und der Welttournee Live ’25. Als Drehbuchautor und Produzent ist Steven Knight beteiligt, Regie führen Dylan Southern und Will Lovelace.

Im Juli 2026 wurde bekanntgegeben, dass die Weltpremiere des Films bei den 83. Internationalen Filmfestspielen von Venedig stattfinden wird.

Der Kinostart einschließlich IMAX ist für September 2026 geplant; anschließend soll der Film auf Disney+ erscheinen.

Besetzung von Oasis

Klassische Besetzung Mitte der 1990er-Jahre

  • Liam Gallagher — Gesang;
  • Noel Gallagher — Gitarre, Gesang, wichtigster Songwriter;
  • Paul «Bonehead» Arthurs — Rhythmusgitarre;
  • Paul «Guigsy» McGuigan — Bassgitarre;
  • Tony McCarroll — Schlagzeug, bis 1995;
  • Alan White — Schlagzeug ab 1995.

Besetzung der 2000er-Jahre

  • Liam Gallagher — Gesang;
  • Noel Gallagher — Gitarre, Gesang;
  • Gem Archer — Gitarre;
  • Andy Bell — Bassgitarre;
  • Alan White — Schlagzeug bis 2004.

Später spielten außerdem Zak Starkey und Chris Sharrock Schlagzeug.

Besetzung von Live ’25

  • Liam Gallagher — Gesang;
  • Noel Gallagher — Gitarre, Gesang;
  • Paul «Bonehead» Arthurs — Gitarre, Klavier;
  • Gem Archer — Gitarre;
  • Andy Bell — Bassgitarre;
  • Joey Waronker — Schlagzeug.

Musikstil von Oasis

Oasis werden in der Regel dem Britpop, Alternative Rock und britischen Gitarrenrock zugeordnet.

Zu den wichtigsten musikalischen Bezugspunkten der Band gehörten The Beatles. Gleichzeitig lassen sich im Sound von Oasis Einflüsse aus britischem Glam Rock, Punk, The Jam, The Stone Roses, T. Rex sowie aus dem klassischen Rock der 1960er- und 1970er-Jahre erkennen.

Noel Gallagher baute die meisten frühen Songs auf vergleichsweise einfachen harmonischen Abfolgen und großen Melodien auf. Mehrschichtige Gitarren und eine dichte Produktion verliehen dem Material eine enorme Größe, besonders deutlich auf Definitely Maybe, Morning Glory und Be Here Now.

Ein weiterer zentraler Bestandteil des Sounds war Liam Gallaghers Stimme — scharf, nasal und sofort wiedererkennbar. Seine Aussprache und seine charakteristische nahezu regungslose Haltung am Mikrofon prägten eines der markantesten Bühnenbilder des britischen Rocks der 1990er-Jahre.

Noel übernahm ebenfalls bei einem Teil des Repertoires den Gesang. Seine Stimme ist unter anderem auf Don't Look Back in Anger, The Masterplan, Half the World Away, Talk Tonight, The Importance of Being Idle zu hören.

Die Gallagher-Brüder

Das Verhältnis zwischen Liam und Noel war stets untrennbar mit der Geschichte von Oasis verbunden. Die Brüder gerieten mehrfach öffentlich aneinander, brachen den Kontakt ab, verließen Konzerte und beschuldigten sich gegenseitig in Interviews.

Musikalisch ergänzten sich ihre Rollen jedoch wirkungsvoll. Noel war der wichtigste Songwriter und Architekt des frühen Oasis-Sounds, während Liams Gesangsstil und Bühnenpersönlichkeit das öffentliche Bild der Band prägten.

Nach der Auflösung 2009 setzte sich der Konflikt über viele Jahre fort und schloss eine gemeinsame Arbeit praktisch aus. Die Wiedervereinigung 2024–2025 war das erste Mal seit rund eineinhalb Jahrzehnten, dass die Brüder wieder öffentlich als Mitglieder derselben Band auftraten.

Diskografie von Oasis

  • Definitely Maybe — 1994;
  • (What's the Story) Morning Glory? — 1995;
  • Be Here Now — 1997;
  • Standing on the Shoulder of Giants — 2000;
  • Heathen Chemistry — 2002;
  • Don't Believe the Truth — 2005;
  • Dig Out Your Soul — 2008.

Wichtige Kompilationen und Liveveröffentlichungen

  • The Masterplan — 1998;
  • Familiar to Millions — 2000;
  • Stop the Clocks — 2006;
  • Time Flies… 1994–2009 — 2010;
  • Oasis Knebworth 1996 — 2021.

Rekorde und Erfolge

Oasis gehören gemessen an ihren nationalen Chartplatzierungen zu den erfolgreichsten britischen Bands.

Im Verlauf ihrer Karriere erreichte die Gruppe acht Nummer-eins-Singles in der UK Singles Chart und acht Nummer-eins-Alben, wenn Studioalben und spätere Veröffentlichungen gemeinsam berücksichtigt werden.

Eine Serie von 22 aufeinanderfolgenden Singles in den britischen Top 10 zählt zu den bemerkenswertesten Chartleistungen der Band.

(What's the Story) Morning Glory? gehört zu den fünf meistverkauften Alben in der Geschichte des Vereinigten Königreichs, während Be Here Now nach seiner Veröffentlichung einen Verkaufsrekord aufstellte.

Oasis erhielten unter anderem BRIT Awards, NME Awards, Q Awards, MTV Europe Music Awards und Ivor Novello Awards. Im Jahr 2026 wurde die Band für die Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame ausgewählt.

Oasis in der Geschichte des britischen Rock

Oasis entstanden Anfang der 1990er-Jahre in einer Phase des Wandels innerhalb der britischen Alternative-Szene und entwickelten sich innerhalb weniger Jahre von kleinen Manchester-Clubs zu einer der größten Stadionbands des Landes.

Definitely Maybe definierte ihren frühen Gitarrenstil, während (What's the Story) Morning Glory? die Band zu einem internationalen Phänomen machte. Die Knebworth-Konzerte dokumentierten die Dimension dieser Phase, während Be Here Now zugleich den Höhepunkt des kommerziellen Hypes und das Ende des ersten großen Karriereabschnitts markierte.

In den 2000er-Jahren erlebten Oasis einen nahezu vollständigen Wechsel der Instrumentalbesetzung, erweiterten den Kreis der Songwriter und veröffentlichten vier weitere Studioalben. Die Auflösung 2009 trennte die Karrieren der Gallagher-Brüder anschließend für viele Jahre in eigenständige Projekte.

Die Wiedervereinigung veränderte den Schlusspunkt dieser Geschichte. Live ’25 zeigte, dass die Songs von Oasis auch Jahrzehnte nach ihrer Veröffentlichung noch im Stadionmaßstab funktionieren, während die Rückkehr von Bonehead, Gem Archer und Andy Bell die neue Besetzung mit mehreren unterschiedlichen Phasen der Bandgeschichte verband.

Solange kein neues Studioalbum erscheint, bleibt der Kern von Oasis weiterhin der Katalog aus den Jahren 1994–2008 — von Live Forever und Wonderwall bis zu Stop Crying Your Heart Out und The Importance of Being Idle. Diese Songs sicherten der Band einen dauerhaften Platz in der britischen Musikkultur weit über die ursprüngliche Britpop-Ära hinaus.


Musik hören Oasis

Oasis - Go let it out

Oasis - Go let it out

04:40 6.50Mb [192 kbps] 97 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Acquiesce

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04:32 6.31Mb [192 kbps] 374 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Rocknroll star

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Oasis - Supersonic

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Oasis - Where did all go wrong

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04:28 6.23Mb [192 kbps] 86 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Champagne supernova

Oasis - Champagne supernova

07:29 10.37Mb [192 kbps] 159 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - The masterplan

Oasis - The masterplan

05:24 7.51Mb [192 kbps] 129 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Stand by me

Oasis - Stand by me

05:58 8.27Mb [192 kbps] 169 3 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Live forever

Oasis - Live forever

04:38 6.46Mb [192 kbps] 185 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

Oasis - Dont go away

Oasis - Dont go away

04:50 6.72Mb [192 kbps] 127 0 0 22.05.2025 layden Rock, Britpop

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