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Михаил Круг - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Михаил Круг

Mikhail Krug (bürgerlicher Name – Worobjow) war ein legendärer russischer Singer-Songwriter, eine Schlüsselfigur des russischen Chansons und einer der bekanntesten Künstler der 1990er-Jahre. Seine Lieder wurden zur Stimme einer ganzen Epoche, und die Komposition „Wladimirsker Zentral“ entwickelte sich zu einem kulturellen Symbol, das längst über die Grenzen des Genres hinausgewachsen ist.

Kurzfakten

  • Vollständiger Name: Mikhail Worobjow
  • Geburtsdatum: 7. April 1962
  • Geburtsort: Kalinin (heute Twer), RSFSR
  • Todesdatum: 1. Juli 2002
  • Genre: Russischer Chanson
  • Künstlername: Mikhail Krug

Frühe Jahre und der Einfluss Wyssozki

Mikhail Worobjow wurde in einer einfachen Familie eines Ingenieurs und einer Buchhalterin geboren. In der Schule galt er nicht als Musterschüler, zeigte jedoch früh ein starkes Interesse an Musik. Er besuchte eine Musikschule mit dem Schwerpunkt Bajan, schloss diese jedoch nicht ab und zog die praktische Erfahrung dem formalen Unterricht vor.

Den entscheidenden Einfluss auf den zukünftigen Künstler hatte Wladimir Wyssozki. Bereits mit elf Jahren beherrschte Mikhail die Gitarre, mit vierzehn begann er, eigene Gedichte zu schreiben. In dieser Zeit formte sich sein Stil – direkt, erzählerisch, ohne Pathos, aber geprägt von Lebenserfahrung und innerer Spannung.

Leben vor der Bühne

Nach der Schule absolvierte Mikhail eine Ausbildung zum Kfz-Schlosser und leistete anschließend seinen Militärdienst ab. Nach der Rückkehr heiratete er, begann ein Studium, das er jedoch nicht abschloss. Im Jahr 1988 ließ er sich scheiden und übernahm selbst die Erziehung seines Sohnes Dmitri – ein wichtiger Schritt seiner persönlichen Reife.

Von 1986 bis 1993 arbeitete Krug als Fahrer, später als Leiter einer städtischen Fahrzeugkolonne. Die Musik lief in dieser Zeit parallel zu seinem Alltag, rückte jedoch allmählich immer mehr in den Mittelpunkt.

Beginn des künstlerischen Weges

Ein Wendepunkt war das Jahr 1987, als Mikhail an einem Wettbewerb für Liedermacher teilnahm und den ersten Platz belegte. Danach nahm er den Künstlernamen Krug an und begann intensiv zu komponieren.

Die ersten Alben – „Twerskie Ulizy“ und „Katja“ – erschienen nicht offiziell, verbreiteten sich jedoch in Form illegaler Kopien. Diese Aufnahmen legten den Grundstein seiner Popularität: Die Lieder wurden „von Hand zu Hand“ weitergegeben und schufen eine wahrhaft volkstümliche Hörerschaft.

Durchbruch und landesweite Popularität

Der große Erfolg kam mit dem Album „Schigan-Limon“ (1994). Es machte Mikhail Krug zu einem der führenden Namen des russischen Chansons und definierte seine künstlerische Nische. Im Gegensatz zu vielen Genrevertretern setzte Krug nicht auf romantisierte Kriminalität – seine Lieder klangen wie ehrliche Geschichten über Schicksal, Zeit und Menschen.

Ab Ende der 1990er-Jahre begann eine intensive Tourneetätigkeit. Mikhail Krug trat in Deutschland, den USA (New York, Boston, Miami, Jacksonville) sowie in Israel (Jerusalem, Tel Aviv, Haifa und anderen Städten) auf. Einen besonderen Stellenwert hatten Benefizkonzerte, darunter Auftritte in Justizvollzugsanstalten.

„Wladimirsker Zentral“ – das Lied einer Epoche

Die Komposition „Wladimirsker Zentral“ wurde zum Höhepunkt seiner Karriere. Sie entwickelte sich zu einem der bekanntesten musikalischen Symbole der 1990er-Jahre und festigte Krugs Status als wichtigste Stimme des russischen Chansons. Für Millionen von Hörern war dieses Lied keine Genre-Skizze, sondern eine Geschichte über Zeit und menschliches Schicksal.

Mikhail Krug – Diskografie

Frühe und inoffizielle Alben

Diese Aufnahmen erschienen nie offiziell, prägten jedoch Krugs Stil und verbreiteten sich über Kassetten im ganzen Land.

  • „Twerskie Ulizy“ (1990, inoffiziell)
    Das Debütalbum. Roh und kompromisslos ehrlich – Lieder über die Heimatstadt und den Alltag. Viele Stücke wurden später neu aufgenommen.

  • „Katja“ (1991, inoffiziell)
    Fortsetzung der frühen Phase. Die Texte werden erzählerischer, die typische Erzählintonation entsteht.

Studioalben (Hauptdiskografie)

  • „Schigan-Limon“ (1994)
    Das Wendepunkt-Album seiner Karriere. Ab diesem Werk wird Krug als einer der wichtigsten Autoren des russischen Chansons wahrgenommen.

  • „Madame“ (1995)
    Ein stärker lyrisch geprägtes Album. Themen wie Liebe, Enttäuschung und Einsamkeit stehen im Mittelpunkt.

  • „Rosa“ (1996)
    Balance zwischen Milieu-Thematik und urbaner Lyrik. Die Melodik gewinnt an Bedeutung, die Songs werden konzerttauglicher.

  • „Wladimirsker Zentral“ (1998)
    Das Schlüsselalbum seiner Diskografie. Der Titelsong wurde zu einem kulturellen Phänomen.

  • „Goldene Kuppeln“ (1998)
    Einer der philosophischsten und bekanntesten Songs Krugs aus seiner erfolgreichsten Phase.

  • „Mischka“ (1999)
    Ein Album voller Ironie und Alltagsskizzen – ein Spiegel seines erzählerischen Stils.

  • „Legenden des russischen Chansons“ (1999)
    Eine Compilation, die oft als programmatisches Werk wahrgenommen wird.

  • „Braves Mädchen“ (2000)
    Eines der populärsten Alben der frühen 2000er-Jahre mit starkem lyrischem Fokus.

  • „Kommt in mein Haus“ (2001)
    Ein intimes, kammermusikalisches Album über Heimat, Erinnerung und persönliche Nähe.

  • „Magadan“ (2001)
    Ein härterer Release, geprägt von Themen wie Weg, Prüfung und menschliche Standhaftigkeit.

Posthume Veröffentlichungen und Sammlungen

  • „Die besten Lieder“ (2002)
    Die erste große Sammlung nach dem Tod des Künstlers.

  • „Widmung“ (2003)
    Ein Gedenkalbum mit zentralen Songs und seltenen Aufnahmen.

  • „Goldene Kollektion“ (2000er, Sammlungsreihe)
    Kanonische Zusammenstellung, die bis heute regelmäßig neu aufgelegt wird.

  • „The Best“ / „Grand Collection“ (verschiedene Jahre)
    Internationale und Jubiläums-Compilations für Diaspora- und Auslandsmärkte.

Bekannteste Lieder

  • „Wladimirsker Zentral“

  • „Der Tätowierer“

  • „Schigan-Limon“

  • „Magadan“

  • „Braves Mädchen“

  • „Frajer“

  • „Kommt in mein Haus“

  • „Goldene Kuppeln“

  • „Mischka“

Die Diskografie von Mikhail Krug ist nicht nur eine Abfolge von Alben, sondern eine Evolution des russischen Chansons: von halbuntergrundigen Kassetten bis zu landesweiten Hits. Seine Musik bleibt zeitlos, weil sie nicht auf Trends, sondern auf echten menschlichen Geschichten und ehrlicher Intonation basiert.

Privatleben

Mikhail Krug stellte sein Privatleben bewusst nicht zur Schau und trennte Familie strikt von der Bühne. Abseits seines Bühnenimages war er ein zurückhaltender Mensch, der das häusliche Leben schätzte und viel Zeit mit seinen Angehörigen verbrachte.

Er war zweimal verheiratet. Die erste Ehe endete im Jahr 1988. Danach traf er die für jene Zeit ungewöhnliche Entscheidung, seinen Sohn Dmitri selbst großzuziehen. Diese Phase prägte ihn stark und spiegelte sich in Themen wie Verantwortung, Vaterschaft und persönlicher Entscheidung wider.

In seiner zweiten Ehe fand Krug familiäre Stabilität. Seine Frau war Irina Krug, die deutlich jünger war als er. Aus dieser Ehe ging der Sohn Alexander hervor. Die Familie lebte in Twer, und trotz wachsender Popularität zog Krug es vor, nicht in die Hauptstadt umzuziehen.

Seine Angehörigen beschrieben ihn als fürsorglichen Ehemann und Vater ohne Starallüren. Selbst auf dem Höhepunkt seines Ruhms blieb Krug ein Mensch „aus dem Volk“ – ohne demonstrativen Luxus oder öffentliche Selbstdarstellung.

Tragischer Tod

In der Nacht zum 1. Juli 2002 wurde Mikhail Krug in seinem Landhaus im Dorf Mamulino tödlich verletzt. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich seine Frau, seine Schwiegermutter und die Kinder im Haus. Der Künstler starb noch am selben Tag im Krankenhaus. Jahre später stellte die Ermittlungsbehörde fest, dass Mitglieder der Bande „Twerskie Wölfe“ für den Überfall verantwortlich waren und das Motiv ein Raubüberfall war. Diese Tragödie wurde zu einer der aufsehenerregendsten in der Geschichte der russischen Musikszene der frühen 2000er-Jahre.

Das Vermächtnis von Mikhail Krug

Trotz seines frühen Todes hinterließ Mikhail Krug ein enormes kreatives Erbe. Seine Lieder erklingen bis heute, und sein Name wurde zum Synonym für russischen Chanson, der nicht auf Effekte, sondern auf Aufrichtigkeit und Lebenswahrheit setzt.


Musik hören Михаил Круг

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