OneRepublic

DubVision — ist ein niederländisches Projekt für elektronische Tanzmusik der Brüder Stephan Leicher und Victor Leicher. Bekannt wurden die Musiker vor allem durch melodischen Progressive House und festivalorientierte elektronische Musik. Zur Diskografie von DubVision gehören Veröffentlichungen auf Spinnin' Records, Axtone Records, Armada Music und STMPD RCRDS sowie gemeinsame Tracks mit Martin Garrix, Afrojack, Alesso, Sander van Doorn, Firebeatz und weiteren Künstlern der elektronischen Szene.
Die Anfänge ihrer musikalischen Laufbahn
Stephan und Victor Leicher beschäftigten sich bereits seit ihrer Kindheit mit Musik. Nach eigenen Erinnerungen der Brüder legten ihre Eltern großen Wert auf eine musikalische Ausbildung, weshalb beide Klavierunterricht erhielten und nicht nur mit klassischer Musik, sondern auch mit Jazz, Blues und Funk in Berührung kamen.
Victor interessierte sich als Erster für elektronische Musikproduktion. Er brachte sich den Umgang mit Musiksoftware selbst bei und experimentierte am Computer mit eigenen Tracks. Später stieß Stephan dazu, woraufhin die Brüder regelmäßig gemeinsam Musik produzierten und den Namen DubVision wählten.
Unter den Künstlern, die ihren Zugang zur elektronischen Musik beeinflussten, hoben die Brüder besonders Axwell und die schwedische Schule des Progressive House hervor. In verschiedenen Interviews nannten sie außerdem Swedish House Mafia, Avicii, Alesso und weitere Vertreter des melodischen europäischen House.
Erste Veröffentlichungen und Spinnin' Records
Die ersten Veröffentlichungen unter dem Namen DubVision erschienen Anfang der 2010er-Jahre. In der frühen Phase brachte das Projekt Musik auf kleineren elektronischen Labels heraus, bevor der Wechsel zu Spinnin' Records zu einem wichtigen Karriereschritt wurde.
Am 27. Februar 2012 erschien All By Myself — die erste offizielle DubVision-Veröffentlichung auf Spinnin' Records. Der Track erhielt Unterstützung von David Guetta, Tiësto, Armin van Buuren, Swedish House Mafia, Sander van Doorn und zahlreichen weiteren DJs.
Im selben Jahr arbeiteten DubVision mit dem kanadischen Duo Project 46 an You & I mit Gesang der walisischen Sängerin Donna Lewis. Die Veröffentlichung erschien auf Spinnin' Records und gehörte zu den Produktionen, mit denen sich der Name DubVision in der Progressive-House-Szene der frühen 2010er-Jahre etablierte.
Eine weitere wichtige Produktion dieser Phase war der Remix des Tracks Falling (Committed To Sparkle Motion) der schottischen Gruppe Discopolis, veröffentlicht auf Axtone Records. In diesen Arbeiten entwickelte sich der für DubVision charakteristische Sound: groß angelegte Akkordfolgen, ausdrucksstarke Melodien und auf große Festivalanlagen ausgerichtete Höhepunkte.
2013–2014: Into the Light, Backlash und Turn It Around
2013 veröffentlichten DubVision gemeinsam mit Sander van Doorn und dem amerikanischen Projekt Mako Into the Light mit Gesang von Mariana Bell. Der Track erschien auf DOORN Records und wurde zu einer der auffälligen Progressive-House-Kollaborationen dieser Zeit.
Im selben Jahr waren die Brüder gemeinsam mit Sunnery James & Ryan Marciano an Triton beteiligt. Der Track wurde als offizielle Hymne von Dance Valley 2013 verwendet.
Besonders ereignisreich war für DubVision das Jahr 2014. Gemeinsam mit Firebeatz produzierten sie Rockin', gefolgt von Hollow, Destination mit dem australischen Duo Feenixpawl und einer der bekanntesten Solo-Veröffentlichungen des Projekts — Turn It Around.
In derselben Phase erschien auch Backlash (Martin Garrix Edit). Die DubVision-Komposition wurde von Martin Garrix überarbeitet und auf Spinnin' Records veröffentlicht. Der Track erreichte Platz eins der allgemeinen Beatport-Charts und erhielt breite Unterstützung von DJs wie Tiësto, Hardwell, Avicii, Afrojack, Nicky Romero und weiteren bekannten Namen der damaligen EDM-Szene.
Turn It Around wurde ebenfalls zu einem wichtigen Titel im DubVision-Katalog. Die Musiker selbst erklärten, dass die ursprüngliche Version bereits 2013 entstanden war, der Track später jedoch überarbeitet wurde, als sich Festival-Elektronik wieder stärker einem melodischen Progressive-House-Sound zuwandte.
Veröffentlichungen in der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre
2015 veröffentlichten DubVision mehrere neue Produktionen, darunter Broken, Vertigo mit Ruby Prophet und I Found Your Heart mit Gesang von Emeni.
In den folgenden Jahren arbeitete das Projekt sowohl mit vokalen Songs als auch mit instrumentaler Festivalmusik weiter. Zum Katalog kamen Million Miles, Sweet Harmony, Under the Stars, Something Real sowie weitere Kollaborationen mit anderen Produzenten hinzu.
Eine besondere Rolle spielt die Zusammenarbeit mit Afrojack. 2017 veröffentlichten die Künstler New Memories und setzten ihre gemeinsame Arbeit später mit weiteren Produktionen fort.
2018 stellten DubVision und Firebeatz ein separates gemeinsames Projekt namens METAFO4R vor. Die Debütsingle war Best Part of Me, später folgten unter diesem Namen Rave Machine und Grollow.
Zusammenarbeit mit Alesso, Martin Garrix und Afrojack
2020 veröffentlichten DubVision gemeinsam mit Alesso die Single One Last Time. Die Kollaboration bewahrte die melodische Progressive-House-Grundlage, mit der beide Projekte seit Langem verbunden sind.
Ein bedeutender Teil der späteren DubVision-Diskografie steht im Zusammenhang mit dem Umfeld von STMPD RCRDS und Martin Garrix. 2022 veröffentlichten Martin Garrix und DubVision Starlight (Keep Me Afloat) mit Gesang des maltesischen Songwriters und Sängers Shaun Farrugia. Der Track erschien auf Garrix’ Album Sentio.
2024 wurde die Zusammenarbeit mit Empty und Wherever You Are fortgesetzt. Auf letzterem Track ist ebenfalls Shaun Farrugia zu hören.
DubVision arbeiteten außerdem mehrfach mit Afrojack zusammen. Neben New Memories gehören zu ihrer gemeinsamen Diskografie Back to Life, der zusammen mit Lucas & Steve entstandene Track Anywhere With You sowie die 2024 veröffentlichte Produktion Underwater.
Another World
Am 26. Juli 2024 veröffentlichten DubVision ihr Debüt-Studioalbum Another World auf STMPD RCRDS. Die ursprüngliche Version umfasste zehn Tracks.
Das Album vereinte mehrere musikalische Richtungen, die das Projekt in den vorhergehenden Jahren entwickelt hatte: festivalorientierten Progressive House, vokale elektronische Musik und einen moderneren Mainstage-Sound. An den Aufnahmen waren Martin Garrix, Afrojack, Shaun Farrugia, Jem Cooke und weitere Musiker beteiligt.
Zu den Tracks des Albums gehören Empty, Underwater, Wherever You Are, Out of the Dark, Take Me to Another World und Home.
Am 7. März 2025 erschien die erweiterte Ausgabe Another World (Deluxe) mit insgesamt 14 Tracks.
Spätere Veröffentlichungen
Nach Another World veröffentlichte das Projekt weiterhin neue Musik. 2025 kamen Live My Life mit Nicky Romero und Oaks, Endless Dreamers mit Sick Individuals, Follow Your Heart mit Jordan Jade und Rise Again zum DubVision-Katalog hinzu.
Im Januar 2026 erschien auf STMPD RCRDS die Single Run.
Musikalischer Stil
Die wichtigste musikalische Richtung von DubVision bleibt Progressive House, insbesondere seine festivalorientierte Form, die sich in der europäischen EDM-Szene der frühen 2010er-Jahre entwickelte.
Viele klassische Produktionen des Projekts zeichnen sich durch mehrschichtige Synthesizer-Akkorde, ein deutlich ausgearbeitetes melodisches Thema, einen schrittweisen Aufbau der Dynamik und einen großen Höhepunkt im Drop aus. Dieser Ansatz ist besonders gut in Turn It Around, Backlash, Destination und späteren Kollaborationen mit Martin Garrix zu hören.
Gleichzeitig beschränkt sich die Diskografie von DubVision nicht auf eine einzige Formel. In verschiedenen Phasen beschäftigten sich die Brüder mit Electro House, härteren Mainstage-Sounds, vokaler Dance-Musik und Elementen von Future Rave.
Im Kontext der elektronischen Musik der 2010er- und 2020er-Jahre stehen DubVision vor allem für die melodische Seite des Festival Progressive House — eine Richtung, in der Harmonie und Melodie eine ebenso wichtige Rolle spielen wie der rhythmische Drop.


