
Zara (vollständiger Name — Zarifa Paschajewna Mgoyan) ist eine russische Sängerin, Schauspielerin und öffentliche Persönlichkeit, UNESCO-Künstlerin für den Frieden und eine der angesehensten sowie intellektuell am klarsten positionierten Figuren der zeitgenössischen Popmusik. Ihre Karriere vereint eine akademische Ausbildung, Fernseherfolg, ein mehrsprachiges Repertoire und aktive humanitäre Arbeit, was sie deutlich über das übliche Pop-Format hinaushebt.
Kindheit und frühe Erfolge
Zara wurde am 26. Juli 1983 in Leningrad in einer Familie von kurdischen Jesiden geboren. Schon früh wuchs sie in einem mehrsprachigen und multikulturellen Umfeld auf, das später direkten Einfluss auf ihr musikalisches Denken und ihr Repertoire hatte.
Bereits in ihrer Kindheit nahm Zara an Gesangswettbewerben teil und gewann schnell die Anerkennung der Jurys. Mit 14 Jahren wurde sie Finalistin eines der renommiertesten Musik-TV-Projekte der 1990er Jahre — „Morning Star“. Fast zeitgleich gewann sie den Grand Prix des internationalen Festivals „Lasst die Kinder lachen“, das in Ägypten stattfand.
Das folgende Jahr brachte weitere Erfolge:
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Sieg beim Wettbewerb „Hoffnung Sibiriens“
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Grand Prix des Festivals für neue Kinderlieder „Geburtstag“
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Preisplatzierung beim internationalen Festival „Hit des Jahres“
In dieser Phase wurde deutlich, dass die Bühne ihr beruflicher Weg war und kein vorübergehendes Interesse.
Theaterausbildung und Bühnenpräsenz
Im Jahr 2004 absolvierte Zara die Staatliche Akademie für Theaterkunst in Sankt Petersburg und erhielt eine vollwertige Schauspielausbildung. Während des Studiums wirkte sie aktiv in Theaterproduktionen nach Werken von Fjodor Dostojewski und anderen Klassikern der russischen Literatur mit.
Die Theaterausbildung prägte ihre besondere Bühnenpräsenz — zurückhaltend, psychologisch präzise und emotional ausgewogen. Diese Qualität wurde später zu einem ihrer wichtigsten Markenzeichen bei Konzerten und Fernsehauftritten.
„Star Factory – 6“: Durchbruch zum Massenpublikum
Im Jahr 2006 nahm Zara an der Show „Star Factory – 6“ teil und belegte den dritten Platz. Dieses Ergebnis verschaffte ihr landesweite Bekanntheit und regelmäßige Radioeinsätze.
Im Gegensatz zu vielen anderen Teilnehmern setzte Zara nicht auf Skandale oder Provokation. Ihr Image etablierte sich sofort als intelligent, lyrisch und vokal fokussiert, was ihr eine lange und stabile Karriere ermöglichte.
Musikalischer Stil und mehrsprachiges Repertoire
Zaras künstlerisches Schaffen basiert auf einer Verbindung von:
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Popmusik
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lyrischen Balladen
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Elementen der Romanze und des klassischen Gesangs
Einen besonderen Platz nimmt ihr mehrsprachiges Repertoire ein. Zara singt nicht nur auf Russisch, sondern auch auf Französisch, Englisch, Spanisch und Kurdisch.
In ihren Konzertprogrammen erklingen Werke aus dem Repertoire von Édith Piaf und Mireille Mathieu sowie klassische französische Chansons. Dies erweiterte ihr Publikum und festigte ihren Ruf als Sängerin mit europäischer kultureller Ausrichtung und hohem vokalem Niveau.
Fernsehprojekte und Schauspielkarriere
Zara arbeitete aktiv im Film- und Fernsehbereich. Zu den Serien mit ihrer Beteiligung gehören:
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„Spetsnaz po-russki 2“
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„Leben und Tod von Lenka Pantelejew“
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„Favorski“
„Zwei Sterne“
Im Jahr 2009 nahm sie an der Show „Zwei Sterne“ im Duett mit Dmitri Pevtsov teil. Die Verbindung aus Gesang und schauspielerischer Darstellung brachte dem Duo den zweiten Platz sowie hohe Jurybewertungen.
„One to One!“
Einen weiteren wichtigen Meilenstein stellte ihre Teilnahme an der Show „One to One!“ dar, in der sie ihre große stimmliche Bandbreite, schauspielerische Flexibilität und Fähigkeit zu komplexen Bühnenverwandlungen zeigte.
Dieses Projekt festigte endgültig ihren Ruf als universelle Vokalistin und nicht nur als lyrische Popsängerin.
Internationaler Status und UNESCO
Einen besonderen Platz in Zaras Biografie nimmt ihr gesellschaftliches Engagement ein. Sie trägt den Titel „UNESCO-Künstlerin für den Frieden“, der ihren Beitrag zum kulturellen Dialog, zu humanitären Initiativen und zur internationalen Zusammenarbeit unterstreicht.
In dieser Rolle beteiligt sich Zara an Benefizkonzerten, sozialen Projekten und kulturellen Missionen zur Unterstützung von Kindern, Familien und interkulturellem Verständnis.
Privatleben
Zaras persönliche Geschichte spiegelt die Komplexität ihres Lebenswegs wider. Geboren in einer traditionellen jesidisch-kurdischen Familie, bewegte sie sich von klein auf zwischen verschiedenen Kulturen und Wertvorstellungen.
Im Jahr 2004 konvertierte sie anlässlich ihrer Ehe mit Sergej Matwienko (Sohn von Walentina Matwienko) zum Christentum; die Ehe endete jedoch nach eineinhalb Jahren.
Im Jahr 2008 heiratete Zara erneut — den Moskauer Beamten und Unternehmer Sergej Iwanow. Im Jahr 2010 wurde ihr Sohn Daniel geboren. Die Mutterschaft wurde zu einem zentralen Bestandteil ihres Lebens und spiegelte sich in einer reiferen und philosophischeren Phase ihres Schaffens wider.
Image und Bedeutung
Zara nimmt eine einzigartige Position in der russischen Musikkultur ein. Ihr Bühnenimage basiert auf Intelligenz, innerer Zurückhaltung, Respekt vor klassischen Traditionen und dem bewussten Verzicht auf Skandale.
Ihre Popularität beruht nicht auf Trends, sondern auf Qualität, Bildung und einem vertrauensvollen Dialog mit dem Publikum.
Zara ist ein Beispiel für eine Künstlerin, für die Musik eine Form kulturellen Dienstes geworden ist. Ihre Biografie vereint Bühne, Theater, Fernsehen, internationale humanitäre Missionen und eine mehrsprachige Musikkultur und macht sie zu einer der maßgeblichen Figuren der modernen Popmusik.