Надежда Мейхер (Грановская) - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

Надежда Мейхер (Грановская)

Nadeschda Alexandrowna Meiher, auch unter ihrem Künstlernamen Nadeschda Granowskaja bekannt, ist eine ukrainische Sängerin, Tänzerin, Schauspielerin, Fernsehmoderatorin, Lyrikerin und Designerin. Sie wurde am 10. April 1982 im Dorf Sbrutschiwka in der Oblast Chmelnyzkyj geboren. Große Bekanntheit erlangte sie als Mitglied der ersten Besetzung der Gruppe «VIA Gra» und wurde später zu einer der bekanntesten Sängerinnen in der gesamten Geschichte des Ensembles. Nach ihrer Heirat trug sie offiziell den Familiennamen Urschumzewa, verwendete in ihrer künstlerischen und öffentlichen Tätigkeit jedoch weiterhin die Namen Meiher und Granowskaja.

Meihers Karriere reicht weit über die typische Geschichte eines ehemaligen Mitglieds einer populären Musikgruppe hinaus. Im Laufe der Jahre arbeitete sie im Fernsehen, veröffentlichte Solotitel, widmete sich dem argentinischen Tango, präsentierte Musiktheaterproduktionen, veröffentlichte eigene Gedichte, spielte in Filmen und entwickelte eine eigene Modemarke.

Kurzprofil

Vollständiger Name: Nadeschda Alexandrowna Meiher
Auch bekannt als: Nadeschda Granowskaja, Nadeschda Meiher-Granowskaja
Geburtsdatum: 10. April 1982
Geburtsort: Dorf Sbrutschiwka, Oblast Chmelnyzkyj, Ukraine
Berufe: Sängerin, Tänzerin, Schauspielerin, Fernsehmoderatorin, Lyrikerin, Designerin
Wichtigstes Musikprojekt: die Gruppe «VIA Gra»
Zeiträume in der Gruppe: 2000–2002, 2002–2006 und 2009–2011
Familie: drei Kinder
Eigene Projekte: der Gedichtband «Sijuminutnoje wletschenije», die Bühnenproduktion Historia de Un Amor und die Marke Meiher by Meiher

Kindheit und erste Tanzausbildung

Nadeschda verbrachte ihre frühen Jahre in der Oblast Chmelnyzkyj. Als sie etwa vier Jahre alt war, zog die Familie in die Stadt Wolotschysk. Sie wuchs nicht in einem professionellen Künstlerumfeld auf, sondern begann ihren Weg zur Bühne mit dem Tanz. Im Alter von ungefähr elf Jahren schloss sich Meiher einem Ensemble für Volks- und Bühnentanz an und nahm nach und nach an Konzerten sowie städtischen Veranstaltungen teil.

Nach der Schule begann Nadeschda ein Studium an der Pädagogischen Fachschule in Chmelnyzkyj in einem Bereich, der mit Musikerziehung und Choreografie verbunden war. Tanz war für sie in dieser Zeit keine bloße Ergänzung zum Gesang, sondern die zentrale berufliche Disziplin. Gerade ihre choreografische Ausbildung wurde später zu einem wichtigen Grund für ihr selbstsicheres Auftreten auf der Bühne und half ihr, eine unverwechselbare Körpersprache zu entwickeln.

In eigenen Interviews erzählte die Künstlerin, dass sie sich intensiv für klassische Musik und Bühnenbilder interessierte, Opernsänger hörte und selbst Tanznummern entwickelte. Auch nach ihrem Erfolg in der Popmusik kehrte sie mehrfach zum Tango, zum klassischen Gesangstraining und zu theatralischen Ausdrucksformen zurück.

Wie Nadeschda Meiher zu «VIA Gra» kam

Ein Wendepunkt war der Besuch von Waleri Meladse in Chmelnyzkyj. Nadeschda erfuhr, dass Konstantin Meladse und Produzent Dmitri Kostjuk nach Mitgliedern für ein neues weibliches Musikprojekt suchten. Sie ließ Fotos anfertigen und schickte sie nach Kyjiw, woraufhin sie zu einem Casting eingeladen wurde.

Die erste Besetzung von «VIA Gra» wurde als Duo aus Aljona Winnizkaja und Nadeschda Meiher zusammengestellt. Nach den Erinnerungen der Sängerin schlug Konstantin Meladse den Künstlernamen Granowskaja vor. Er passte besser zum geplanten Image des Projekts und war für das Publikum leichter einprägsam.

Das Musikvideo zu «Popytka № 5» wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. Der Titel entwickelte sich rasch zu einem der wichtigsten russischsprachigen Pophits zu Beginn des Jahrzehnts. Es folgten die Songs «Bomba», «Obnimi menja» und «Ja ne wernus». Winnizkaja und Granowskaja nahmen die frühen Veröffentlichungen auf, mit denen sich die ursprüngliche musikalische Ästhetik und das Bühnenbild von «VIA Gra» herausbildeten.

Erster Ausstieg und Rückkehr in die Gruppe

Im Jahr 2002 verließ Nadeschda die Gruppe vorübergehend wegen ihrer Schwangerschaft und der Geburt ihres Sohnes Igor. Die Besetzung begann sich zu verändern, und aus dem ursprünglichen Duo wurde nach und nach ein Trio. Noch im selben Jahr kehrte Meiher zur Arbeit zurück.

Diese Phase personeller Veränderungen war für die Entwicklung der Gruppe von großer Bedeutung. Anna Sedokowa kam zu «VIA Gra», Aljona Winnizkaja begann wenig später eine Solokarriere und wurde durch Wera Breschnewa ersetzt. So entstand die Besetzung Anna Sedokowa, Nadeschda Granowskaja und Wera Breschnewa, die von Musikpresse und Fans später als die «goldene Besetzung» bezeichnet wurde.

Mit dieser Besetzung werden Songs wie «Ne ostawljai menja, ljubimy!», «Ubei moju podrugu», «Wot taki dela», «Okean i tri reki» mit Waleri Meladse, «Pritjaschenja bolsche net», «Biologija» und weitere bekannte Veröffentlichungen aus der ersten Hälfte der 2000er-Jahre verbunden.

«Ne ostawljai menja, ljubimy!» wurde für die Geschichte der Gruppe besonders wichtig. Der Song zeigte, dass «VIA Gra» nicht nur mit ironischem oder provokantem Popmaterial, sondern auch mit einer dramatischen Ballade überzeugen konnte. Musikkritiker verbinden gerade mit dieser Phase die endgültige Herausbildung der emotionalen und visuellen Sprache der Gruppe.

Nadeschda Granowskajas Rolle im Klang von «VIA Gra»

Granowskaja übernahm nicht immer die längsten Gesangspassagen, doch ihre Bedeutung lässt sich nicht allein an der Zahl ihrer Sololines messen. Ihre tiefe, unverwechselbare Stimme, die ausdrucksstarke Textinterpretation und ihre dramatische Körpersprache bildeten einen deutlichen Kontrast zu den Stimmen der anderen Mitglieder.

Im ursprünglichen Duo ergänzte sie das hellere stimmliche Image von Aljona Winnizkaja. Im «goldenen» Trio setzte ihre tiefe Klangfarbe ein Gegengewicht zu den Parts von Anna Sedokowa und Wera Breschnewa. Dadurch wirkte die Gruppe nicht wie eine Ansammlung austauschbarer Sängerinnen, sondern wie ein Ensemble mit unterschiedlichen Stimmen und Bühnencharakteren.

Dies ist eine redaktionelle Einschätzung auf Grundlage der Analyse von Aufnahmen und Auftritten der Gruppe: Meihers Beitrag bestand vor allem darin, Atmosphäre zu schaffen. Sie brachte eine zurückhaltende Theatralik, Reife und innere Spannung in die Songs — Eigenschaften, die Teil des unverwechselbaren Stils von «VIA Gra» wurden.

Zweiter Ausstieg aus «VIA Gra»

Anfang 2006 verließ Meiher die Gruppe erneut. Zu diesem Zeitpunkt lagen mehrere Jahre kontinuierlicher Tourneen, Dreharbeiten und Arbeit in einer sich rasch verändernden Besetzung hinter ihr. Die Künstlerin wollte sich außerhalb des vertrauten Bühnenformats weiterentwickeln und dem Fernsehen, der Literatur sowie eigenen kreativen Ideen mehr Aufmerksamkeit widmen.

Der Ausstieg bedeutete keinen vollständigen Bruch mit den Produzenten oder mit der Geschichte der Gruppe. Meiher blieb eines der bekanntesten Gesichter des Projekts und kehrte später erneut in die Besetzung zurück.

Arbeit als Fernsehmoderatorin

Eines ihrer ersten großen Projekte nach dem Ausstieg war die STB-Sendung «Newerojatnyje istorii ljubwi». Nadeschda moderierte sie von 2006 bis Ende 2008.

Im Jahr 2011 wurde sie gemeinsam mit Hryhorij Reschetnik Moderatorin der Sendung «Newerojatnaja prawda o swjosdach». Bei der Vorstellung der neuen Moderatorin betonte der Fernsehsender, dass Meiher bereits über umfangreiche Fernseherfahrung verfügte und mit dem Umfeld, über das die Sendung berichtete, bestens vertraut war.

Später nahm sie an Unterhaltungs- und Musikformaten wie «Chotschu V VIA Gru», «Odin w odin!», «Spivai jak sirka» und weiteren Shows teil. Das Fernsehen half ihr, sich vom Bühnenimage eines Mitglieds einer Popgruppe zu lösen und sich als Moderatorin, Mentorin und vielseitige Interpretin zu präsentieren.

Rückkehr zu «VIA Gra» im Jahr 2009

Im Januar 2009 kehrte Nadeschda zu «VIA Gra» zurück und ersetzte Meseda Bagaudinowa. Damit begann ihre dritte und letzte Phase in der Gruppe.

In dieser Zeit veröffentlichte die Gruppe die Songs «Anti-Geischa», «Sumasschedschi», «Poschol won!» und «Den bes tebja». Die Besetzung änderte sich mehrfach, doch Granowskajas Rückkehr stellte eine Verbindung zur frühen Geschichte des Projekts her.

Im November 2011 verließ die Künstlerin die Gruppe endgültig wegen einer Schwangerschaft. Dieses Mal kehrte sie nicht mehr als festes Mitglied zurück, sondern konzentrierte sich auf ihre Familie und ihre individuelle Karriere. Insgesamt umfasste ihre Geschichte mit «VIA Gra» drei Zeiträume: 2000–2002, 2002–2006 und 2009–2011.

Solokarriere

Nach ihrem endgültigen Ausstieg versuchte Meiher nicht, das musikalische Modell von «VIA Gra» zu kopieren. Statt ein klassisches Popalbum zu veröffentlichen, begann sie, Musik, Tanz, Lyrik und Theater miteinander zu verbinden.

Im Jahr 2014 erschienen die Solotitel «Delo ne w tele» und «Tango woswraschtschenija», 2015 folgte der Song «Ostansja». Diese Arbeiten markierten den Übergang zu einer intimeren und dramatischeren Ästhetik. Im Mittelpunkt standen Beziehungen, innere Konflikte, Sinnlichkeit und emotionale Abhängigkeit.

Eine besondere Stellung in ihrem Repertoire nahm die klassische lateinamerikanische Komposition Historia de un Amor ein, die vom panamaischen Komponisten Carlos Eleta Almarán geschrieben wurde. Der Song wurde Teil von Meihers gleichnamigem Autorenprojekt, die offizielle digitale Single erschien im Dezember 2017.

Meihers Solophase lässt sich eher als Suche nach einer spartenübergreifenden Kunstform verstehen als als Versuch, mit dem Mainstream-Pop zu konkurrieren. Sie interessierte sich für die Verbindung von Gesang, argentinischem Tango, Bewegungstheater, Lyrik und visuellem Erzählen.

Der Gedichtband «Sijuminutnoje wletschenije»

Im Jahr 2009 veröffentlichte Nadeschda ihren eigenen Gedichtband «Sijuminutnoje wletschenije». Dem Buch lag eine Audio-CD bei, auf der die Künstlerin ihre Texte zu Musik von Konstantin Meladse vortrug.

Die Veröffentlichung der Gedichte war ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung ihres eigenen Autorenprofils. Während sie bei «VIA Gra» vor allem Werke anderer Autoren interpretierte, konnte sie in dem literarischen Projekt aus der Ich-Perspektive sprechen.

Meihers Lyrik kreist um Themen wie Liebe, Einsamkeit, Körperlichkeit, emotionale Abhängigkeit und Selbsterkenntnis. Dieselben Motive tauchten später auch in ihren Solosongs und Musiktheaterproduktionen auf.

Die Musiktheaterproduktion Historia de Un Amor

Im Juni 2016 wurde in Kyjiw Meihers eigene Musiktheaterproduktion Historia de Un Amor uraufgeführt. Die Vorbereitung des Projekts dauerte etwa zwei Jahre.

Die Inszenierung verband Livegesang, Lyrik, Schauspielsequenzen und argentinischen Tango. Für die musikalische Begleitung sorgte das Ensemble Kyiv Tango Project in einer klassischen Tangobesetzung aus Violine, Bandoneon, Klavier und Kontrabass.

Für Meiher war diese Produktion eine logische Fortsetzung ihres Interesses an einem spartenübergreifenden Theater. Sie trat darin nicht nur als Sängerin, sondern auch als Ideengeberin, dramatische Darstellerin und Tänzerin auf.

Das Projekt machte zudem die Ausrichtung ihres Soloschaffens deutlicher. Anstatt nach einem radiotauglichen Format zu streben, entwickelte die Sängerin Nummern, die für das unmittelbare Bühnenerlebnis und visuelles Erzählen konzipiert waren.

Teilnahme an «Dancing with the Stars»

Ihre Tanzausbildung spielte weiterhin eine wichtige Rolle in Meihers Karriere. Bereits 2006 nahm sie an der ersten ukrainischen Staffel von «Dancing with the Stars» teil, 2020 kehrte sie gemeinsam mit Kyrylo Wasjuk in die Show zurück.

Das Paar erreichte das Superfinale und belegte den dritten Platz. In den Finalsendungen tanzte Meiher Rumba, Tango und Flamenco. Für den Tango erhielten die Teilnehmer von der Jury die Höchstwertung von 40 Punkten.

Ihre Teilnahme an der Staffel von 2020 erinnerte das Publikum daran, dass ihre Bühnenbewegung auf einer professionellen Ausbildung basiert. Selbst auf dem Höhepunkt der Popularität von «VIA Gra» blieb der Tanz für sie eine eigenständige Kunstform und nicht nur Bestandteil einer Popshow.

Schauspielrollen

Als Mitglied von «VIA Gra» war Meiher in den Fernsehmusicals «Abende auf dem Weiler bei Dikanka», «Aschenputtel» und «Der Jahrmarkt von Sorotschynzi» zu sehen. Später erhielt sie zunehmend eigenständige Rollen.

Eine ihrer bekanntesten Schauspielarbeiten war die Rolle der Raissa in Oksana Bairaks Melodram «Nichts geschieht zweimal». Der Fernsehsender STB bezeichnete sie als Meihers erste ernsthafte Rolle in einem größeren Filmprojekt. Nach Angaben der Künstlerin erkannte die Regisseurin das spätere Erscheinungsbild der Figur auf einem ihrer Fotos.

Außerdem wirkte sie in den Produktionen «Liebst du mich?», «Welyki Wujky» und «Verrückte Hochzeit 3» mit. Obwohl Meihers Filmografie nicht so umfangreich ist wie ihre Musikkarriere, entwickeln ihre Rollen denselben dramatischen Typus weiter, der bereits in Musikvideos und Konzertauftritten entstanden war.

Die Marke Meiher by Meiher

Ihr Interesse an Kostümen und Bühnenbildern führte Meiher nach und nach in die Modebranche. Mitte der 2010er-Jahre gründete sie die Damenmodemarke Meiher by Meiher. Die Künstlerin selbst nennt 2015 als Gründungsjahr des Labels.

Meiher beteiligte sich an der Entwicklung der Kollektionen und trat bei Werbeaufnahmen als Model auf. Die Marke versteht sich nicht nur als Bekleidungsunternehmen, sondern auch als kreatives Atelier, das mit weiblichem Selbstausdruck und innerem Erleben verbunden ist. Ihre öffentliche Seite wird weiterhin aktualisiert.

Privatleben und Kinder

Nadeschda Meiher versucht, ihre Familie nicht zu einem dauerhaften Thema ihrer öffentlichen Tätigkeit zu machen. Sie hat drei Kinder: den Sohn Igor sowie die Töchter Anna und Maria.

Im Jahr 2014 heiratete sie offiziell den Geschäftsmann Michail Urschumzew. Das Paar verzichtete auf eine große Hochzeitsfeier: Nach Angaben der Sängerin gingen sie gemeinsam mit den Kindern zum Standesamt und informierten ihre Angehörigen erst nach der Zeremonie über die Eheschließung. Meiher bestätigte außerdem, dass sie offiziell den Nachnamen ihres Mannes angenommen hatte.

In Interviews sagte die Künstlerin mehrfach, sie habe nicht erwartet, Mutter von drei Kindern zu werden, und versuche, Liebe mit Respekt vor der Selbstständigkeit jedes Kindes zu verbinden.

Mit Stand Juli 2026 gibt es keine verlässliche öffentliche Bestätigung für eine Änderung ihres Familienstands. Meldungen über eine mögliche Trennung oder Scheidung sollten daher nicht ohne eine direkte Erklärung der Künstlerin selbst oder von Vertretern der Familie in ihre Biografie aufgenommen werden.

Ihre Haltung nach Beginn des russischen Großangriffs

Nach Beginn des russischen Großangriffs auf die Ukraine unterstützte Nadeschda Meiher die Ukraine öffentlich, sprach über die Schrecken der russischen Besatzung, dankte den ukrainischen Verteidigern und wandte sich an Bürger Russlands. Ukrainische Medien dokumentierten ihre aktive Haltung im Sommer 2022.

Später nahm die Zahl ihrer öffentlichen Äußerungen zum Krieg deutlich ab. Der Schwerpunkt ihrer Seiten verlagerte sich allmählich auf Mode, Kreativität, spirituelle Reflexionen und Praktiken der Selbsterkenntnis. Allein aus der geringeren Zahl entsprechender Veröffentlichungen lässt sich nicht zuverlässig schließen, dass die Künstlerin ihre zuvor geäußerte Position geändert hat. Für eine solche Schlussfolgerung wäre eine direkte öffentliche Erklärung von ihr erforderlich.

Wo sich Nadeschda Meiher heute aufhält und womit sie sich beschäftigt

Meihers genauer dauerhafter Wohnort ist öffentlich nicht bestätigt. Im Juli 2024 berichtete sie, sich in Griechenland aufzuhalten. Im Mai 2025 wurde die Künstlerin in Deutschland gesehen, doch auch dies belegt nicht, dass sie dauerhaft dort lebt. Veröffentlichungen von Anfang 2026 betonen, dass ihr aktueller Wohnort weiterhin unbekannt ist.

Mit Stand 2026 entwickelt Meiher weiterhin ihre Modemarke sowie einen neuen Bereich ihrer öffentlichen Tätigkeit. Auf der Seite Nadia Meiher unter dem Namen Miraculum Voce kündigt sie Transformationskreise für Frauen, individuelle Online-Sitzungen, intuitiven Gesang und Praktiken an, die sie selbst als «Quantenpsychologie» bezeichnet. Für September 2026 sind auf der Seite Veranstaltungen in Portugal angekündigt. Dabei handelt es sich um die Formulierungen der Künstlerin selbst und um die Beschreibung ihrer Angebote, nicht um eine wissenschaftliche Bewertung der jeweiligen Praktiken.

Diese Neuausrichtung wirkt wie eine Fortsetzung ihres langjährigen Interesses an körperorientierten Praktiken, Stimme, emotionaler Selbsterkenntnis und symbolischem Theater. Gleichzeitig ist eine aktive Musikkarriere im klassischen Sinn — mit regelmäßigen Singles, Alben und Konzerttourneen — in den vergangenen Jahren öffentlich kaum noch präsent.

Nadeschda Meihers Bedeutung für die ukrainische Popmusik

Nadeschda Meiher gehört zu den Künstlerinnen, die die Bühnenästhetik der ukrainischen Popmusik zu Beginn der 2000er-Jahre mitgeprägt haben. Sie war Mitglied der ersten Besetzung von «VIA Gra», erlebte mehrere entscheidende Entwicklungsphasen der Gruppe und gehörte zu ihrem bekanntesten Trio.

Ihr Beitrag beschränkt sich nicht auf ihr mediales Image. Ihre tiefe Stimme, die dramatische Interpretation, ihre professionelle Körpersprache und die Fähigkeit, komplexe Bühnenfiguren glaubwürdig auszufüllen, halfen «VIA Gra», sich von anderen weiblichen Popprojekten jener Zeit abzuheben.

Nach ihrer Zeit in der Gruppe wählte Meiher keinen naheliegenden Weg. Sie versuchte nicht, den früheren Erfolg endlos zu reproduzieren, sondern wandte sich der Literatur, dem Tango, dem Kammergesang, dem Theater, dem Film und dem Modedesign zu. Nicht alle Projekte erreichten dieselbe breite Bekanntheit wie die Songs von «VIA Gra», doch gerade sie ermöglichen es, die Künstlerin als eigenständige kreative Persönlichkeit zu betrachten.

Ausgewählte Songs mit Nadeschda Meiher

Als Mitglied von «VIA Gra»

  • «Popytka № 5»
  • «Bomba»
  • «Obnimi menja»
  • «Ja ne wernus»
  • «Good Morning, papa!»
  • «Ne ostawljai menja, ljubimy!»
  • «Ubei moju podrugu»
  • «Okean i tri reki»
  • «Pritjaschenja bolsche net»
  • «Biologija»
  • «Brillianty»
  • «Anti-Geischa»
  • «Sumasschedschi»
  • «Poschol won!»
  • «Den bes tebja»

Soloveröffentlichungen

  • «Delo ne w tele»
  • «Tango woswraschtschenija»
  • «Ostansja»
  • Historia de un Amor

Wichtige «VIA Gra»-Alben aus der Zeit ihrer Mitgliedschaft

  • «Popytka № 5» — 2001
  • «Stop! Snjato!» — 2003
  • «Biologija» — 2003
  • Stop! Stop! Stop! — 2004
  • «Brillianty» — 2005

Häufig gestellte Fragen

Wie lautet der bürgerliche Name von Nadeschda Granowskaja?

Der bürgerliche Name der Künstlerin lautet Nadeschda Alexandrowna Meiher. Granowskaja wurde als Künstlername verwendet. Nach ihrer Heirat trug sie offiziell den Familiennamen Urschumzewa.

Wie oft war Nadeschda Meiher Mitglied von «VIA Gra»?

Sie gehörte der Gruppe dreimal an: von 2000 bis 2002, von 2002 bis 2006 und von 2009 bis 2011.

Warum verließ Nadeschda Granowskaja «VIA Gra»?

Ihr erster und ihr letzter Ausstieg standen im Zusammenhang mit Schwangerschaften und der Geburt ihrer Kinder. Im Jahr 2006 entschied sich die Künstlerin, sich auf das Fernsehen und eigene kreative Projekte zu konzentrieren.

Wer gehörte gemeinsam mit Granowskaja zur «goldenen Besetzung»?

Als bekannteste «goldene Besetzung» gilt üblicherweise das Trio aus Nadeschda Granowskaja, Anna Sedokowa und Wera Breschnewa.

Womit beschäftigt sich Nadeschda Meiher im Jahr 2026?

Sie entwickelt die Marke Meiher by Meiher weiter und veranstaltet eigene Formate rund um Stimme, Frauenpraktiken und Selbsterkenntnis. Ihr genauer dauerhafter Wohnort ist öffentlich nicht bestätigt.

Redaktioneller Hinweis

Der Beitrag wurde auf Grundlage von Interviews mit Nadeschda Meiher, offiziellen Veröffentlichungen des Fernsehsenders STB, Angaben von Musikdiensten, Seiten ihrer Projekte und Beiträgen ukrainischer Medien erstellt. Umstrittene Angaben zu ihrem Wohnort, Familienstand und ihrer politischen Haltung werden ohne direkte Bestätigung nicht als gesicherte Tatsachen dargestellt.


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