KAAZE - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs | Seiten: 2

KAAZE

KAAZE (bürgerlicher Name — Mick Kastenholt) ist ein schwedischer DJ, Musikproduzent und Künstler elektronischer Musik, der durch melodischen Progressive House, Festival-EDM und seine langjährige Zusammenarbeit mit Revealed Recordings bekannt wurde. In verschiedenen Phasen verband seine Musik Progressive House, Electro House, Big Room und Elemente von Techno, während sich sein Sound seit Beginn der 2020er-Jahre zunehmend in Richtung einer härteren Club-Ästhetik entwickelte, die er als Hōt Teknō bezeichnet.

Mick Kastenholt wurde am 30. Januar 1989 in Schweden geboren und stammt aus Helsingborg. Zu den wichtigsten Persönlichkeiten am Beginn seiner professionellen Karriere gehörten Tiësto und später Hardwell. Im weiteren Verlauf wurde KAAZE zu einem der bekanntesten Künstler im Umfeld von Revealed Recordings, veröffentlichte zwei vollständige Studioalben und schaffte den Einstieg in die DJ Mag Top 100 DJs.

Frühe Jahre

Kastenholt begann bereits in seiner Kindheit mit Musik. Laut seinen professionellen Biografien spielte er ungefähr ab dem Alter von vier Jahren Klavier und Schlagzeug. Das musikalische Umfeld zu Hause war keineswegs auf ein einziges Genre beschränkt: Zu der Musik, die er in jungen Jahren hörte, gehörten Whitesnake und Earth, Wind & Fire. Später spielten Disco der 1980er-Jahre, Rock und elektronische Musik eine wichtige Rolle bei der Entwicklung seines eigenen musikalischen Ansatzes.

Mit etwa 16 Jahren begann sich Kastenholt ernsthaft für House-Musik und DJing zu interessieren. Nach seinem Umzug nach Stockholm konzentrierte er sich auf die Produktion und arbeitete über längere Zeit nahezu ständig im Studio. Einer der Demotracks, die in dieser Phase entstanden, gelangte zu Tiësto. Die beiden Musiker lernten sich 2012 kennen, woraufhin Kastenholt in das Umfeld des Teams des niederländischen DJs kam und ihm regelmäßig neue Produktionen schickte. Später arbeitete er mit Red Light Management zusammen und erhielt unter anderem die Möglichkeit, Tiëstos Arbeit bei dessen Auftritten in den USA aus nächster Nähe zu beobachten.

In dieser Zeit etablierte sich auch der Künstlername KAAZE, unter dem der Produzent seine internationale Karriere aufbaute.

Tiësto und die ersten internationalen Veröffentlichungen

Eine der ersten bemerkenswerten Veröffentlichungen von KAAZE war ein Remix von Tiëstos Track Maximal Crazy. 2014 erschien auf Tiëstos Label Musical Freedom der Solotrack Drop The Power, danach entwickelte sich die Zusammenarbeit der beiden Musiker zu gemeinsamer Studioarbeit weiter.

Auf Tiëstos Album A Town Called Paradise, das im Juni 2014 erschien, befand sich der Track «Rocky», aufgenommen von Tiësto und KAAZE. Damit war der schwedische Produzent bereits in einer frühen Phase seiner Karriere auf demselben Album vertreten wie Hardwell, Firebeatz, Sultan + Shepard, Krewella, Icona Pop und weitere Künstler der internationalen EDM-Szene.

2015 erweiterte KAAZE seinen Katalog weiter. Gemeinsam mit Danny Avila veröffentlichte er Close Your Eyes, das mit dem Festival Parookaville verbunden war, während die Zusammenarbeit mit twoloud zu Maji auf Revealed Recordings führte. Gerade die Beziehung zu Revealed wurde kurz darauf entscheidend für die nächste Phase seiner Karriere.

Revealed Recordings und die Zusammenarbeit mit Hardwell

Die Zusammenarbeit mit Hardwell wurde zu einem Wendepunkt für KAAZE. Nachdem der niederländische Produzent auf seine Musik aufmerksam geworden war, erschien KAAZE regelmäßig im Katalog von Revealed Recordings.

Im März 2016 erschien Tell Me — KAAZEs erste Solo-Veröffentlichung auf Revealed. Der Track erreichte Platz zwei der Beatport-Charts. Im selben Jahr folgten Milk Man und der erste Teil der Reihe ShowKAAZE EP, die den für diese Zeit typischen Mix aus markanter Progressive-House-Melodik und der Festival-Dynamik des Big Room festigten.

Die nächste wichtige Veröffentlichung war «Triplet», die am 11. Mai 2017 erschien. Hardwell hatte den Track zuvor während seines Auftritts beim Ultra Music Festival in Miami vorgestellt. Die Produktion wurde als eine der damals meistdiskutierten Festival-IDs bekannt und entwickelte sich zu einem der zentralen Werke in KAAZEs früher Diskografie.

Im Juli 2017 veröffentlichten Hardwell und KAAZE «We Are Legends» mit Gesang von Jonathan Mendelsohn. Der Track erschien auf Hardwell & Friends EP Vol. 1 und wurde zur ersten offiziellen gemeinsamen Single der beiden Produzenten.

Im November desselben Jahres folgte ShowKAAZE EP Vol. 2 mit End Of The World feat. Jonathan Mendelsohn, Black Sahara mit Joey Dale und Aloma Steele sowie Soulmate mit Cruickshank.

«I'm Coming Home» und «This Is Love»

2018 entwickelte KAAZE die melodische Seite seines Festival-Sounds weiter. Im April erschien Sexy, im Mai folgte «I'm Coming Home», aufgebaut auf den für den Produzenten typischen groß angelegten Synthesizer-Melodien und einem Progressive-House-Arrangement.

Am 31. August 2018 erschien die zweite große Zusammenarbeit von KAAZE und Hardwell — «This Is Love» mit Gesang der US-amerikanischen Sängerin Loren Allred. Nach We Are Legends festigte dieser Track KAAZEs kreative Verbindung zu Hardwell und Revealed Recordings endgültig. Ende 2018 erschien außerdem Satellites mit Nino Lucarelli.

Dreamchild

Am 4. Oktober 2019 erschien auf Revealed Recordings KAAZEs Debüt-Studioalbum «Dreamchild». Das Album bildete den Abschluss seiner Progressive-House- und Big-Room-Phase der 2010er-Jahre und zeigte zugleich Einflüsse aus Rockmusik, Pop-Arrangements und Musik vergangener Jahrzehnte.

An den Aufnahmen waren unter anderem Maddix, KSHMR, Nino Lucarelli, Elle Vee, Jonathan Mendelsohn, KARRA und NEEN beteiligt. Das Album enthält Chain Me Up, Up In Smoke, Poison Lips, People Are Strange, Eye Of The Storm, My Favorite Enemy, California Gold (Triplet), Devil Inside Me, This Is Our Kingdom, I Should Have Walked Away und Dark Angel.

Eine besondere Stellung nimmt «People Are Strange» ein, das KAAZE und Maddix gemeinsam mit Nino Lucarelli aufnahmen und das auf Material des gleichnamigen Songs von The Doors aus dem Jahr 1967 basiert. Auch I Should Have Walked Away zeigt KAAZEs Bezug zur Musikästhetik der 1980er-Jahre und spiegelt damit die Verbindung von elektronischer Musik und Rock-Pop-Kultur auf Dreamchild wider.

BLK RSE und die Veränderung des Sounds

2020 stellte KAAZE das Nebenprojekt BLK RSE vor, das für die dunklere und stärker cluborientierte Seite seiner Musik gedacht war. Im Gegensatz zur damaligen Hauptdiskografie von KAAZE, in der große Vocal-Parts und Progressive-House-Melodien eine wichtige Rolle spielten, ermöglichte BLK RSE dem Produzenten die Arbeit mit härteren elektronischen Strukturen.

Parallel dazu entwickelte sich das Hauptprojekt weiter. 2020 erschienen The Evil Folk, Erase You, Sweet Mistake und Arrest Me. 2021 folgte der dritte Teil der ShowKAAZE-Reihe, und KAAZE schaffte erstmals den Einstieg in die DJ Mag Top 100 DJs auf Platz 83.

MICK

2022 nahm KAAZE gemeinsam mit Steve Aoki den Track «Whole Again» mit Gesang von John Martin auf. Die Zusammenarbeit mit Steve Aoki entwickelte sich anschließend zu einem weiteren bemerkenswerten Bestandteil seiner Diskografie.

2023 veröffentlichte KAAZE sein zweites Studioalbum «MICK», dessen Titel direkt auf seinen bürgerlichen Vornamen verweist. Die ursprüngliche Version bestand aus 12 Tracks. Später erschien MICK (Deluxe Edition), erweitert auf 20 Titel durch zusätzliche Versionen, darunter Remixe unter dem Namen BLK RSE.

MICK markierte eine Übergangsphase zwischen KAAZEs melodischem Erbe und der härteren, cluborientierten Ausrichtung seiner späteren Arbeiten. In dieser Zeit nahmen Techno-Rhythmik, härterer Bass und minimalistischere Arrangements in seiner Produktion deutlich zu.

Hōt Teknō und eine neue Phase

Seit 2023 formte KAAZE seinen Sound konsequent neu und verband Techno, Electro, Mainstage-EDM und die melodische Grundlage seiner früheren Arbeiten. Für diese Richtung etablierte sich die Bezeichnung Hōt Teknō oder Hot Techno.

Der stilistische Wandel wurde auch von DJ Mag aufgegriffen: Im Top-100-DJs-Ranking 2024 gab KAAZE seinen Stil als Hot techno an und stieg auf Platz 48 — damals sein bestes Ergebnis im Voting. Zuvor hatte er 2021 Platz 83, 2022 Platz 70 und 2023 Platz 59 belegt. Im Ranking 2025 erreichte er Platz 74.

Eine der wichtigsten Produktionen dieser Phase war «Move», aufgenommen gemeinsam mit Hardwell. Die Veröffentlichung aus dem Jahr 2024 wurde zum 1.000. Release in der Geschichte von Revealed Recordings und setzte damit symbolisch KAAZEs langjährige Zusammenarbeit mit dem Label fort, das eine entscheidende Rolle in seiner internationalen Karriere spielte.

In den Jahren 2024–2025 veröffentlichte KAAZE außerdem Destination Calabria, Papi und In The Dark, nahm gemeinsam mit CERES On The Floor für Spinnin' Records auf und setzte die Zusammenarbeit mit Steve Aoki fort. Im Dezember 2025 präsentierten Aoki und KAAZE auf Dim Mak die gemeinsame EP «Head Rush», die den Titeltrack mit Sarah de Warren sowie Self Control und Give It To Me enthielt.

Redline

2026 wurde die härtere Seite von KAAZEs Musik mit den Veröffentlichungen Antidote, Invincible und WTF weitergeführt. Im Sommer wurde auf Smash The House das Projekt «Redline» vorgestellt.

Die EP vereinte vier Tracks — Get Loud, Switch Off, For You und Run It. Die ersten Tracks des Projekts erschienen im Juli, die vollständige Version wurde im August 2026 veröffentlicht. Musikalisch setzte Redline die Verbindung von Techno-Rhythmik, industriellen Klangfarben, Mainstage-Energie und der für KAAZE typischen melodischen Dramaturgie fort.

Diese Phase fiel außerdem mit KAAZEs Debüt beim Tomorrowland Belgium 2026 zusammen, wo er an beiden Festival-Wochenenden auftrat. Zu diesem Zeitpunkt umfasste seine Tournee-Geografie bereits große Club- und Festivalbühnen in Europa, Asien und Nordamerika, darunter Ministry of Sound, Amnesia, Ushuaïa, EDC und Parookaville.

Musikstil

Die Grundlage von KAAZEs frühem Sound war melodischer Festival Progressive House: emotionale Harmonien, große Synthesizer-Linien, schrittweise aufgebaute Buildups und energische Drops. Gleichzeitig waren Einflüsse aus Rock, Disco der 1980er-Jahre und Popmusik von Anfang an in seiner Musik präsent.

Auf Dreamchild traten diese Inspirationsquellen besonders deutlich hervor — elektronische Arrangements standen neben Gitarren, Vocal-Tracks und Verweisen auf Musik der 1960er- bis 1980er-Jahre. Das Projekt BLK RSE ermöglichte es dem Produzenten, die dunklere Club-Seite seines Schaffens zunächst getrennt zu entwickeln, bevor sich beide Richtungen später zunehmend annäherten.

In seinen Arbeiten Mitte der 2020er-Jahre verstärkte KAAZE den Techno-Anteil: Tempo und Drums wurden härter, die Arrangements direkter, und Festival Progressive House wich zunehmend einer Mischung aus Techno, Electro und Mainstage-EDM. Gleichzeitig blieb die melodische Komponente, die bereits Triplet, I'm Coming Home und We Are Legends prägte, eines der charakteristischen Merkmale seiner Produktionen.

Privatleben

KAAZE macht sein Privatleben nur selten zu einem Teil seines öffentlichen Images, spricht jedoch offen über seine Tochter Seven, die 2023 geboren wurde. Nach Angaben des Musikers veränderte die Vaterschaft seine Einstellung zu Tourplänen, Arbeit und der Entwicklung seiner eigenen Karriere deutlich. Auch der Name seines geplanten Projekts Se7en Records wurde zu Ehren seiner Tochter gewählt.

Diskografie

Studioalben

  • Dreamchild — 2019
  • MICK — 2023
  • MICK (Deluxe Edition) — 2023

Ausgewählte EPs

  • ShowKAAZE EP Vol. 1 — 2016
  • ShowKAAZE EP Vol. 2 — 2017
  • ShowKAAZE Vol. 3 — 2021
  • Head Rush — mit Steve Aoki, 2025
  • Redline — 2026

Ausgewählte Tracks

  • Drop The Power
  • Rocky — mit Tiësto
  • Tell Me
  • Milk Man
  • Triplet
  • We Are Legends — mit Hardwell und Jonathan Mendelsohn
  • End Of The World — mit Jonathan Mendelsohn
  • I'm Coming Home
  • This Is Love — mit Hardwell und Loren Allred
  • I Should Have Walked Away — mit Nino Lucarelli
  • Devil Inside Me — mit KSHMR und KARRA
  • People Are Strange — mit Maddix und Nino Lucarelli
  • Whole Again — mit Steve Aoki und John Martin
  • Move — mit Hardwell
  • On The Floor — mit CERES
  • Head Rush — mit Steve Aoki und Sarah de Warren
  • Invincible
  • WTF
  • Get Loud
  • For You

KAAZE entwickelte sich vom melodischen Progressive House der Festival-EDM-Ära der 2010er-Jahre zu einem härteren, stärker Techno-orientierten Sound Mitte der 2020er-Jahre. Die Zusammenarbeit mit Hardwell und Revealed Recordings nimmt eine zentrale Rolle in seiner Karriere ein, während Triplet, We Are Legends, I'm Coming Home, Dreamchild, MICK und seine späteren Hōt-Teknō-Veröffentlichungen die kontinuierliche Entwicklung seines Produktionsstils widerspiegeln.


Musik hören KAAZE

Hardwell, Kaaze, Loren Allred - This Is Love

Hardwell, Kaaze, Loren Allred - This Is Love

03:11 7.43Mb [320 kbps] 74 0 0 23.07.2025 layden House, Big Room House

Kaaze - Triplet (Instrumental Edit)

Kaaze - Triplet (Instrumental Edit)

03:02 7.06Mb [320 kbps] 69 0 0 21.06.2025 layden House, Big Room House

0:00 03:02
Kaaze - Triplet (Instrumental Extended Mix)

Kaaze - Triplet (Instrumental Extended Mix)

05:10 11.95Mb [320 kbps] 82 0 0 18.06.2025 layden House, Big Room House

0:00 05:10
Kaaze - Tell Me (Extended Mix)

Kaaze - Tell Me (Extended Mix)

04:05 9.46Mb [320 kbps] 127 0 0 16.06.2025 layden House, Progressive House

0:00 04:05
KAAZE - Reach Out I'll Be There

KAAZE - Reach Out I'll Be There

02:34 6.19Mb [320 kbps] 82 1 0 13.06.2025 Shattered Echo EDM, Dance

The Chemical Brothers - Hey Boy Hey Girl (Kaaze Unofficial Remix)

The Chemical Brothers - Hey Boy Hey Girl (Kaaze Unofficial Remix)

04:04 9.39Mb [320 kbps] 230 1 0 19.04.2025 User_1928 EDM, Dance

0:00 04:04
KSHMR & Kaaze feat. Karra - Devil Inside Me

KSHMR & Kaaze feat. Karra - Devil Inside Me

03:09 7.30Mb [320 kbps] 237 0 0 10.01.2025 Meloman EDM, Dance

0:00 03:09
KAAZE feat. Alina Pozi - Papi

KAAZE feat. Alina Pozi - Papi

02:18 5.83Mb [320 kbps] 346 5 0 22.12.2024 Meloman House

0:00 02:18

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