Юрий Лоза - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs | Seiten: 2

Юрий Лоза

Yuri Eduardovich Loza (geboren am 1. Februar 1954 in Swerdlowsk, heute Jekaterinburg) ist ein sowjetischer und russischer Sänger, Komponist, Dichter, Songwriter und Gitarrist. Bekannt wurde er vor allem durch die Songs «Плот», «Сто часов», «Я умею мечтать», «Зима» und «Заповедные места». In seinem Werk verbinden sich Singer-Songwriter-Tradition, Pop, Rock und Elemente der urbanen Romanze.

Lozas musikalische Karriere begann lange vor seinem Soloerfolg: In der zweiten Hälfte der 1970er-Jahre arbeitete er im Ensemble «Интеграл» von Bari Alibasov, und nach seinem Umzug nach Moskau arbeitete er mit der Gruppe «Зодчие» zusammen. In den 1980er-Jahren verbreiteten sich seine Songs über Tonbandaufnahmen, später erschienen sie offiziell auf Schallplatten des Labels «Мелодия».

Kindheit und Jugend

Yuri Loza wurde in Swerdlowsk geboren. Seine frühe Kindheit verbrachte er in Werchni Tagil, 1961 zog die Familie nach Alma-Ata.

Bereits während seiner Schulzeit interessierte er sich für Musik. Etwa im Alter von dreizehn Jahren brachte er sich selbst das Gitarrenspiel bei, nahm an Amateurveranstaltungen teil und experimentierte damit, ausländische Lieder mit eigenen russischsprachigen Texten zu singen.

Nach der Schule begann Loza ein Studium an der geografischen Fakultät der Kasachischen Staatlichen Universität, schloss es jedoch nicht ab. Anschließend leistete er Dienst in der Sowjetarmee, wo er unter anderem in einem Musikensemble spielte.

Nach seiner Entlassung aus dem Militär studierte er am Musikcollege in Alma-Ata im Fach Schlaginstrumente, beendete aber auch diese Ausbildung nicht. In dieser Zeit verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Musik, unter anderem durch Auftritte in Restaurants, wo er ein breites Repertoire spielte.

Die Gruppe «Интеграл»

Im Jahr 1977 trat Yuri Loza dem Ensemble «Интеграл» bei, das von Bari Alibasov geleitet wurde. Die Gruppe arbeitete zunächst in Ust-Kamenogorsk und war später mit der Philharmonie von Saratow verbunden.

Loza trat als Sänger und Musiker auf. Mit «Интеграл» ging er auf zahlreiche Tourneen und nahm 1980 am Festival «Весенние ритмы. Тбилиси-80» teil — einem der bekanntesten Ereignisse in der Geschichte der sowjetischen Rockmusik.

Gleichzeitig schrieb er weiterhin eigene Songs, doch der Großteil seines Autorenmaterials wurde nicht in das Konzertprogramm von «Интеграл» aufgenommen. In dieser Zeit entstand auch sein später bekanntestes Stück.

Die Geschichte von «Плот»

Yuri Loza begann «Плот» im Jahr 1982 zu schreiben, als er noch bei «Интеграл» arbeitete. Nach seinen eigenen Erinnerungen entstand die Idee während eines Urlaubs am Meer, und die endgültige Arbeit an dem Song dauerte etwa ein Jahr.

Loza bot den Song für das Repertoire von «Интеграл» an, doch er wurde nicht aufgenommen. So blieb «Плот» ein eigenständiges Werk von ihm.

Breite Bekanntheit erlangte der Song nicht sofort. Offiziell wurde er 1988 auf der Schallplatte «Что сказано, то сказано» veröffentlicht und wurde schließlich Yuri Lozas bekanntestes Lied.

«Путешествие в рок-н-ролл»

1983 verließ Loza «Интеграл» und zog nach Moskau. Dort nahm er mit Unterstützung von Musikern der Gruppe «Примус» das Magnetbandalbum «Путешествие в рок-н-ролл» auf.

Die Aufnahme verbreitete sich inoffiziell stark auf Musikkassetten und Tonbandspulen. Sie enthielt Songs mit härteren, satirischen und alltagsbezogenen Texten, die sich deutlich von dem lyrischen Material unterschieden, mit dem ein breites Publikum Loza später verband.

Zu den Songs dieser Phase gehören «Сто часов», «Баба Люба», «Мать пишет», «Девочка сегодня в баре», «Утро с похмелья» und weitere.

Der Name «Примус» wurde lange Zeit mit dem Interpreten des Albums in Verbindung gebracht, obwohl Loza selbst kein Mitglied dieser Gruppe war: Ihre Musiker unterstützten ihn lediglich bei den Aufnahmen.

«Зодчие»

Ende 1983 trat Yuri Loza der Gruppe «Зодчие» bei. Zu verschiedenen Zeiten arbeiteten dort gemeinsam mit ihm auch Valery Syutkin und Yuri Davydov.

Mitte der 1980er-Jahre machten Lozas Songs einen bedeutenden Teil des Repertoires von «Зодчие» aus. Mit dieser Phase sind die Stücke «Я умею мечтать» und «Зима» verbunden.

1986 wurden beide Songs vom Label «Мелодия» offiziell auf der Compilation «Панорама-86. Фестиваль молодёжной популярной музыки» veröffentlicht. Diese Aufnahmen gehörten zu den ersten offiziell erschienenen Werken von Yuri Loza.

Parallel dazu verbreiteten sich weiterhin seine eigenen Magnetbandalben: «Концерт для друзей» (1984), «Тоска» (1985) und «Любовь, любовь…» (1986).

Solokarriere

In der zweiten Hälfte der 1980er-Jahre wechselte Loza endgültig zur Soloarbeit.

1988 veröffentlichte das Label «Мелодия» die Schallplatte «Что сказано, то сказано». Sie enthielt Werke, die zuvor bereits durch Tonbandaufnahmen bekannt waren, sowie «Плот».

In dieser Phase wurden «Плот», «Сто часов», «Я умею мечтать», «Зима» und weitere Songs weithin bekannt. Im Gegensatz zu den satirischen und rock’n’roll-geprägten Stücken der frühen 1980er-Jahre konzentrierte sich das spätere Repertoire zunehmend auf Lyrik, Gedanken über Zeit, Einsamkeit, Wege und menschliche Beziehungen.

1990 erschien die Schallplatte «Вся жизнь — дорога».

Die 1990er und das eigene Studio

Im Jahr 1993 gründete Yuri Loza sein eigenes Tonstudio. Dadurch konnte er unabhängig von großen Produktionsstrukturen arbeiten und die Aufnahmen seines Materials selbst kontrollieren.

In den 1990er-Jahren erschienen Compilations und neue Aufnahmen, während ältere Songs mehrfach auf CD neu aufgelegt wurden.

Im Jahr 2000 erschien das Studioalbum «Заповедные места». Der Titelsong war deutlich früher entstanden: Die Musik schrieb Yuri Loza, den Text der Dichter Alexander Zhigarev. Bereits 1987 wurde das Lied durch eine Version des Ensembles «Ариэль» bekannt.

2004 wurde das Livealbum «Я умею мечтать…» veröffentlicht, das auf einem Jubiläumskonzertprogramm basierte.

«Крик души»

Nach einer langen Pause in seiner regulären Diskografie erschien das Album «Крик души». Das Material wurde zunächst auf Vinyl veröffentlicht, im Februar 2025 folgte die digitale Version.

Das Album enthält zehn Songs: «Крик души», «Городские дворы», «Давай зайдём», «Это лето», «Облака», «Мадам», «Шторм», «Уренгой», «Открой» und «Вот и прошёл год».

Wichtige Alben und Aufnahmen

  • «Путешествие в рок-н-ролл» — 1983, Magnetbandalbum;
  • «Концерт для друзей» — 1984, Magnetbandalbum;
  • «Тоска» — 1985;
  • «Любовь, любовь…» — 1986;
  • «Что сказано, то сказано» — 1988, offizielle Schallplatte;
  • «Вся жизнь — дорога» — 1990;
  • «Заповедные места» — 2000;
  • «Я умею мечтать…» — 2004, Livealbum;
  • «Крик души» — Vinyl-Ausgabe 2023, digitale Veröffentlichung 2025.

Stil und Themen der Songs

Das Werk von Yuri Loza lässt sich nur schwer einem einzigen Genre zuordnen. In seinen frühen Arbeiten sind Rock’n’Roll, Rock, Blues und satirische Singer-Songwriter-Elemente zu hören; später rückten melodischer Pop und gitarrenbegleitete Lyrik stärker in den Vordergrund.

Loza schreibt Musik und Texte für den Großteil seiner Songs selbst. Charakteristisch für seinen Stil sind gesprochennahes Russisch, leicht verständliche Alltagsbilder und erzählerische Texte. Wiederkehrende Themen sind der Weg, das Vergehen der Zeit, Träume, Beziehungen, Einsamkeit und der Alltag.

2012 veröffentlichte der Verlag «Эксмо» Lozas Buch «Научу писать хиты», in dem er seine Vorstellungen vom Songwriting, von Textarbeit, Melodie und Songaufbau darlegt.

Privatleben

Yuri Loza ist mit Svetlana Merezhkovskaya verheiratet. Sie trat als Sängerin auf, unter anderem unter dem Pseudonym Suzanne, und widmete sich später Literatur und Lyrik. Svetlana arbeitete außerdem als Redakteurin an den Texten ihres Mannes mit.

Ihr Sohn Oleg Loza, geboren 1986, entschied sich für eine professionelle klassische Musikkarriere. Er absolvierte die Dirigier- und Chorabteilung des Gnessin-Musikcolleges sowie das Moskauer Konservatorium und wurde Opernsänger im Stimmfach Bariton.

Öffentliche Tätigkeit

Neben seiner musikalischen Arbeit äußert sich Yuri Loza regelmäßig in den Medien zu Musik, Kultur, Showbusiness und gesellschaftlichen Ereignissen. Seine Einschätzungen bekannter Künstler und Erscheinungen der Popkultur wurden wiederholt zum Gegenstand öffentlicher Diskussionen.

Die Grundlage seiner professionellen Biografie bleibt jedoch das eigene Songwriting. Lozas bekanntestes Stück «Плот» entstand bereits Anfang der 1980er-Jahre, während seine breite Popularität deutlich später einsetzte. Damit wurde der Song zu einem charakteristischen Beispiel dafür, wie ein Lied weit über die Zeit seiner Entstehung hinaus weiterleben kann.


Musik hören Юрий Лоза

Юрий Лоза - Одиночество

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Юрий Лоза - Заповедные места

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Юрий Лоза - Опять

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Юрий Лоза - Плот

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