Григорий Лепс

Jennifer Lopez (Jennifer Lynn Lopez; geboren am 24. Juli 1969 in der Bronx, New York City, USA), auch bekannt als J.Lo, — ist eine US-amerikanische Sängerin, Schauspielerin, Tänzerin und Produzentin puerto-ricanischer Herkunft. Ihre professionelle Karriere begann sie im Tanz und im Fernsehen, anschließend wurde sie in den 1990er-Jahren zu einer der bekanntesten Hollywood-Schauspielerinnen und startete 1999 mit dem Album On the 6 erfolgreich ihre Musikkarriere.
Als Schauspielerin ist Jennifer Lopez durch Filme wie Selena, Out of Sight, The Cell, The Wedding Planner, Maid in Manhattan, Monster-in-Law, Hustlers, Marry Me, The Mother, Atlas, Kiss of the Spider Woman und Office Romance bekannt. Zum Musikkatalog von J.Lo gehören «If You Had My Love», «Waiting for Tonight», «Let’s Get Loud», «Love Don’t Cost a Thing», «I’m Real», «Ain’t It Funny», «Jenny from the Block», «All I Have», «Get Right», «Qué Hiciste», «On the Floor», «Dance Again» und «Ain’t Your Mama».
Wie außergewöhnlich breit diese Karriere angelegt ist, zeigte sich besonders deutlich im Jahr 2001: Das Album J.Lo stand in derselben Woche auf Platz eins der Billboard 200, in der die romantische Komödie The Wedding Planner die US-Kinocharts anführte. Musik, Film und Tanz lösten einander in ihrer Biografie seitdem nicht ab, sondern entwickelten sich parallel.
Kindheit in der Bronx
Jennifer Lynn Lopez wurde in New York City geboren und wuchs im Stadtteil Castle Hill in der Bronx auf.
Ihre Eltern, Guadalupe Rodríguez und David Lopez, stammen aus Puerto Rico. Ihr Vater arbeitete als Computerspezialist, ihre Mutter kümmerte sich zunächst um den Haushalt und war später im Bildungsbereich und im Verkauf tätig.
Jennifer ist die mittlere von drei Töchtern. Ihre ältere Schwester heißt Leslie, ihre jüngere Lynda.
In der Familie wurden Bildung und Disziplin sehr ernst genommen. Die Mädchen wurden katholisch erzogen, und Jennifer besuchte die Mädchenschule Preston High School. Gleichzeitig war es vor allem ihre Mutter, die das Interesse ihrer Töchter an der Bühne unterstützte.
Jennifer Lopez begann ungefähr im Alter von fünf Jahren mit Tanzunterricht. Später lernte sie Jazz, Ballett und weitere Stilrichtungen, sang und nahm an Schulaufführungen teil. Tanz wurde damit ihre erste professionelle Disziplin — lange vor Film und Musik.
Die Entscheidung für eine Tanzkarriere
Nach der Schule besuchte Jennifer Lopez nur kurze Zeit ein College, doch eine akademische Laufbahn reizte sie nicht. Sie wollte professionell tanzen und war bereit, ihr Leben um Castings, Proben und Auftritte herum aufzubauen.
Diese Entscheidung führte zu Konflikten mit ihren Eltern. Jennifer zog von zu Hause aus und lebte eine Zeit lang selbstständig, verdiente mit Auftritten Geld und setzte ihre Tanzausbildung fort.
Sie wirkte in Tournee- und Theaterproduktionen mit und arbeitete in Tanzensembles. Bereits 1986 hatte sie eine kleine Rolle im Film My Little Girl, doch Schauspiel war zu diesem Zeitpunkt noch ein Nebenbereich.
In Living Color und die Fly Girls
Der erste große berufliche Durchbruch gelang 1991, als Jennifer Lopez das Casting für die Comedy-Fernsehshow In Living Color bestand.
Sie wurde Mitglied der Tanzgruppe Fly Girls. Die Show war ein auffälliger Bestandteil der amerikanischen Popkultur der frühen 1990er-Jahre und verschaffte ihr erstmals eine feste Arbeit im nationalen Fernsehen.
Jennifer Lopez zog nach Los Angeles, arbeitete als Tänzerin vor der Kamera und nahm parallel Schauspielunterricht.
Nach In Living Color arbeitete sie mit Janet Jackson zusammen und war im Musikvideo zu «That’s the Way Love Goes» zu sehen. Man bot ihr an, Janet Jackson auf Tournee zu begleiten, doch Jennifer Lopez entschied sich gegen eine weitere Karriere als Tänzerin und konzentrierte sich auf die Schauspielerei.
Erste Filmrollen
Anfang der 1990er-Jahre wechselte Jennifer Lopez schrittweise von Tanzauftritten im Fernsehen zur Schauspielarbeit. Sie war in den Serien South Central, Second Chances und Hotel Malibu zu sehen.
Ihre erste auffällige Kinorolle spielte sie 1995 in Gregory Navas Drama Mi Familia. Danach folgte Money Train mit Wesley Snipes und Woody Harrelson.
1996 spielte Jennifer Lopez in Francis Ford Coppolas Jack sowie im Krimidrama Blood and Wine mit Jack Nicholson.
Der eigentliche Wendepunkt kam jedoch ein Jahr später.
Selena
1997 erhielt Jennifer Lopez die Hauptrolle in Gregory Navas biografischem Drama Selena.
Sie verkörperte Selena Quintanilla-Pérez — eine US-amerikanische Sängerin mexikanischer Herkunft und einen der größten Stars der Tejano-Musik, die 1995 getötet worden war.
Für Jennifer Lopez war es der erste Film, der vollständig um ihre Figur herum aufgebaut war. Die Vorbereitung verlangte mehr als reine Schauspielarbeit: Sie studierte Selenas Körpersprache, Bühnenauftritte und den Umgang mit dem Publikum.
Die musikalischen Szenen verbanden praktisch alles miteinander, womit Jennifer Lopez zuvor gearbeitet hatte: Schauspiel, Tanz und Bühnenpräsenz.
Für Selena erhielt sie ihre erste Nominierung für einen Golden Globe — als beste Hauptdarstellerin in einer Komödie oder einem Musical.
Von Anaconda bis Out of Sight
Nach Selena wurde Jennifer Lopez schnell zu einer gefragten Hollywood-Schauspielerin.
1997 erschienen der Abenteuerthriller Anaconda und Oliver Stones Krimidrama U Turn.
Besonders wichtig war Steven Soderberghs Film Out of Sight aus dem Jahr 1998. Jennifer Lopez spielte die US-Marshal Karen Sisco an der Seite von George Clooney.
Die Rolle war deutlich zurückhaltender und dramatischer als Selena und zeigte Jennifer Lopez als Schauspielerin, die weit über musikalisch geprägte Filme hinaus funktionieren konnte.
Von Selena zur eigenen Musik
Trotz ihrer professionellen Vergangenheit als Tänzerin hatte Jennifer Lopez vor der Arbeit an Selena keine vollständige Karriere als Sängerin verfolgt.
Gerade dieser Film weckte ihr Interesse an Musik neu. Nach seinem Erfolg begann die Vorbereitung auf ihr erstes Studioalbum.
On the 6
Am 1. Juni 1999 erschien Jennifer Lopez’ Debütalbum On the 6.
Der Titel bezog sich auf die New Yorker U-Bahn-Linie 6, die die spätere Künstlerin auf ihrem Weg von der Bronx nach Manhattan nutzte.
Die erste Single «If You Had My Love» erreichte Platz eins der Billboard Hot 100. Damit wirkte ihr musikalisches Debüt sofort nicht mehr wie ein Nebenexperiment einer Hollywood-Schauspielerin.
Es folgten «Waiting for Tonight», «Let’s Get Loud», «Feelin’ So Good» sowie das spanischsprachige Duett mit Marc Anthony «No Me Ames».
On the 6 verband Dance-Pop, R&B, Latin Pop und Clubmusik. Diese Mischung — mit einem ständigen Schwerpunkt auf Rhythmus und Choreografie — wurde später zu einer der zentralen Linien in J.Los Musikkarriere.
«Waiting for Tonight»
Zu den zentralen Songs der Debütphase gehörte «Waiting for Tonight».
Der Song und das futuristische Musikvideo waren eng mit der Erwartung des neuen Jahrtausends verbunden und wurden zu einem der markanten Popbilder des Jahresendes 1999.
Der Titel blieb zusammen mit «Let’s Get Loud» und «If You Had My Love» dauerhaft Teil des Konzertrepertoires von Jennifer Lopez.
Das grüne Versace-Kleid
Bei der Grammy-Verleihung im Februar 2000 erschien Jennifer Lopez in einem grünen Versace-Kleid mit tropischem Muster und tiefem Ausschnitt.
Fotos des Outfits sorgten im Internet für enormes Interesse. Google-Nutzer suchten massenhaft nach Bildern des Kleides, doch die Suchmaschine war damals noch hauptsächlich auf textbasierte Ergebnisse ausgerichtet.
Google bezeichnete diese Episode später als einen der entscheidenden Impulse für die Entwicklung von Google Images, das 2001 gestartet wurde.
The Cell
Im Jahr 2000 spielte Jennifer Lopez die Hauptrolle im psychologischen Science-Fiction-Thriller The Cell.
Tarsem Singhs visuell ungewöhnlicher Film unterschied sich deutlich von ihren bisherigen Arbeiten und zeigte erneut ihre Fähigkeit, zwischen Genres zu wechseln — von musikalischer Biografie und Krimidrama bis hin zum experimentellen Thriller.
J.Lo
Am 16. Januar 2001 erschien das zweite Studioalbum J.Lo.
Zu diesem Zeitpunkt wurde der Spitzname J.Lo bereits intensiv von Publikum und Presse verwendet; nach der Veröffentlichung des Albums entwickelte er sich endgültig zu einer eigenständigen Marke.
Das Album erreichte Platz eins der Billboard 200.
Die wichtigsten Singles waren «Love Don’t Cost a Thing», «Play», «I’m Real» und «Ain’t It Funny».
Im Vergleich zu On the 6 wurde die Musik dichter, rhythmischer und stärker auf Club-Sounds ausgerichtet, während lateinamerikanische Elemente erhalten blieben.
Gleichzeitig Platz eins in Kino und Musik
Im Januar 2001 kam die romantische Komödie The Wedding Planner mit Jennifer Lopez und Matthew McConaughey in die Kinos.
Der Film belegte Platz eins der US-Kinocharts. In derselben Woche stand das Album J.Lo an der Spitze der Billboard 200.
Jennifer Lopez wurde damit zur ersten Künstlerin, die gleichzeitig mit einem Film die US-Kinocharts und mit einem Album die wichtigste US-Albumhitparade anführte.
«I’m Real» und Hip-Hop-Remixe
Die musikalische Phase von J.Lo lässt sich nicht von ihren Remixen trennen.
«I’m Real (Murder Remix)» mit Ja Rule unterschied sich stark von der ursprünglichen Albumversion und war praktisch ein neuer Song. Die Aufnahme erreichte Platz eins der Billboard Hot 100 und rückte J.Los Sound näher an Contemporary R&B und Hip-Hop der frühen 2000er-Jahre.
Ein ähnlicher Ansatz wurde auch bei «Ain’t It Funny (Murder Remix)» verwendet.
Im Februar 2002 erschien J to tha L–O! The Remixes — das erste Remixalbum, das auf Platz eins der Billboard 200 einstieg.
Für Jennifer Lopez war ein Remix in dieser Phase keine bloße Ergänzung zur Originalaufnahme, sondern eine eigenständige Möglichkeit, einen Song vollständig neu aufzubauen.
This Is Me… Then
Am 25. November 2002 veröffentlichte Jennifer Lopez ihr drittes Studioalbum This Is Me… Then.
Das Album war persönlicher und eng mit ihrer Beziehung zu Ben Affleck verbunden.
Die Hauptsingle war «Jenny from the Block» — ein Song über ihre Herkunft aus der Bronx und den Versuch, trotz weltweiter Berühmtheit die Verbindung zu ihrem früheren Leben zu bewahren.
Die Ballade «All I Have», aufgenommen mit LL Cool J, erreichte Platz eins der Billboard Hot 100.
Zum Album gehörten außerdem «I’m Glad», «Baby I Love U!», «The One» und «Dear Ben».
Ben Affleck und Bennifer
Jennifer Lopez lernte Ben Affleck bei den Dreharbeiten zum Film Gigli kennen.
Ihre Beziehung wurde zu einer der meistdiskutierten Geschichten der amerikanischen Popkultur der frühen 2000er-Jahre. Die Presse prägte für das Paar den Namen Bennifer.
Jennifer Lopez und Ben Affleck verlobten sich 2002, die Hochzeit fand jedoch nicht statt. Anfang 2004 trennten sie sich.
Rebirth
Im März 2005 erschien das Album Rebirth.
Nach mehreren Jahren intensiver öffentlicher Aufmerksamkeit für ihr Privatleben unterstrich der Titel den Wunsch, ein neues musikalisches Kapitel zu beginnen.
Der größte Hit war «Get Right» — ein energiegeladener Song mit einer markanten Bläserschleife. Die zweite Single war «Hold You Down».
Das Album erreichte kommerziell nicht die Dimension von J.Lo, doch «Get Right» blieb dauerhaft Teil ihres Konzertrepertoires.
Filmkarriere Mitte der 2000er-Jahre
Die Musikveröffentlichungen unterbrachen ihre Schauspielkarriere nicht.
2004 spielte Jennifer Lopez an der Seite von Richard Gere in Shall We Dance?. Ein Jahr später folgte die Komödie Monster-in-Law mit Jane Fonda.
Zu diesem Zeitpunkt war die romantische Komödie bereits eines der Genres, die am engsten mit ihrem Leinwandimage verbunden waren.
Como Ama una Mujer
Am 23. März 2007 veröffentlichte Jennifer Lopez ihr erstes vollständig spanischsprachiges Studioalbum Como Ama una Mujer.
Anstelle von cluborientiertem Dance-Pop dominieren hier dramatische Balladen und lateinamerikanische Popmusik.
Die Hauptsingle war «Qué Hiciste».
Das Album richtete sich direkt an ein spanischsprachiges Publikum und griff Jennifer Lopez’ puerto-ricanische Herkunft auf. Gleichzeitig zeigte es eine Seite ihres Musikgeschmacks, die auf ihren englischsprachigen Alben meist weniger Raum einnahm.
Brave
Im Oktober 2007 erschien das englischsprachige Album Brave.
Zu den Singles gehörten «Do It Well» und «Hold It Don’t Drop It».
Kommerziell blieb das Album hinter ihren vorherigen großen Veröffentlichungen zurück, und danach entstand eine längere Pause in ihrer Studio-Diskografie.
Marc Anthony und die Kinder
Im Juni 2004 heiratete Jennifer Lopez den Sänger Marc Anthony.
Sie nahmen gemeinsam Songs auf und traten mehrfach miteinander auf. Marc Anthony war außerdem an der spanischsprachigen Seite ihres Musikkatalogs beteiligt.
Am 22. Februar 2008 wurden die Zwillinge Maximilian David Muñiz und Emme Maribel Muñiz geboren.
2011 gab das Paar seine Trennung bekannt. Die Scheidung wurde 2014 abgeschlossen.
American Idol und «On the Floor»
Nach einer vergleichsweise ruhigen Phase ihrer Musikkarriere wurde Jennifer Lopez 2011 Jurorin bei American Idol.
Die Fernsehsendung brachte sie wieder ins Zentrum der Mainstream-Popkultur, und fast gleichzeitig erschien einer der größten Hits ihrer gesamten Karriere — «On the Floor» mit Pitbull.
Der Song verwendet die Melodie von «Llorando se fue», die durch «Lambada» von Kaoma international bekannt geworden war.
«On the Floor» erreichte Platz drei der Billboard Hot 100 und wurde zu einem großen internationalen Dance-Hit.
Love?
Im April 2011 erschien das siebte Studioalbum Love?.
Neben «On the Floor» enthielt es «I’m Into You», «Papi», «Invading My Mind» und «Until It Beats No More».
Diese Phase übernahm vollständig den elektronischen Dance-Pop-Sound der frühen 2010er-Jahre und rückte Tanzsongs wieder ins Zentrum von J.Los musikalischem Projekt.
«Dance Again» und die erste Welttournee
2012 arbeitete Jennifer Lopez erneut mit Pitbull zusammen — daraus entstand «Dance Again».
Der Song erschien auf der Compilation Dance Again… The Hits und gab der ersten Welttournee der Sängerin ihren Namen.
Zu diesem Zeitpunkt hatte J.Los Bühnenformel ihre endgültige Dimension erreicht: EDM-Produktion, durchgehende Choreografie, aufwendige Kostümwechsel und eine Show, die nahezu ohne Pausen aufgebaut war.
A.K.A.
Im Juni 2014 erschien das achte Studioalbum A.K.A..
Jennifer Lopez verband erneut R&B, Hip-Hop und Clubmusik. Die auffälligsten Singles waren «First Love» und «Booty».
Später erschien eine neue Version von «Booty» mit Iggy Azalea.
Singles der zweiten Hälfte der 2010er-Jahre
Nach A.K.A. löste sich Jennifer Lopez für mehrere Jahre vom üblichen Albumzyklus.
2016 erschien «Ain’t Your Mama», eine der auffälligsten eigenständigen Veröffentlichungen dieser Phase.
Es folgten die spanischsprachigen Singles «Ni Tú Ni Yo», «Amor, Amor, Amor», «El Anillo» sowie «Dinero» und weitere Songs.
Shades of Blue
Von 2016 bis 2018 spielte Jennifer Lopez die Hauptrolle in der NBC-Krimiserie Shades of Blue.
Ihre Figur Harlee Santos ist eine Detective, die zwischen korrupten Kollegen und dem FBI gerät.
Die Serie lief drei Staffeln und wurde zu Jennifer Lopez’ erster längerfristiger dramatischer Fernsehrolle.
All I Have in Las Vegas
Im Januar 2016 startete Jennifer Lopez im Planet Hollywood ihre erste große Las-Vegas-Residency — All I Have.
Die Show lief bis September 2018. Mit 120 Vorstellungen spielte das Programm mehr als 100 Millionen Dollar ein.
Das Format nutzte ihre Stärken ideal: einen großen Dance-Katalog, durchgehende Choreografie, schnell wechselnde Bühnenbilder und zahlreiche Kostümwechsel.
World of Dance
2017 startete bei NBC der Wettbewerb World of Dance.
Jennifer Lopez war dort Jurorin und Executive Producer.
Viele Jahre nach den Fly Girls wurde professioneller Tanz erneut zu einem eigenständigen Teil ihrer Fernsehkarriere — diesmal aus der Perspektive einer Produzentin und Jurorin.
Hustlers
2019 spielte Jennifer Lopez Ramona Vega in Lorene Scafarias Krimidrama Hustlers.
Ihre Figur ist eine erfahrene Stripperin, die gemeinsam mit Kolleginnen ein System entwickelt, um wohlhabende Kunden finanziell auszunutzen.
Jennifer Lopez war außerdem eine der Produzentinnen des Films.
Die Rolle erhielt einige der besten Kritiken ihrer gesamten Filmkarriere und brachte ihr eine zweite Golden-Globe-Nominierung ein — als beste Nebendarstellerin.
It’s My Party und der Super Bowl
2019 ging Jennifer Lopez anlässlich ihres 50. Geburtstags auf die Tournee It’s My Party. Das Programm verband Songs aus verschiedenen Karrierephasen und wurde zu ihrem letzten großen Tourneeprojekt vor der COVID-19-Pandemie.
Am 2. Februar 2020 traten Jennifer Lopez und Shakira in der Halbzeitshow des Super Bowl LIV in Miami auf.
Jennifer Lopez sang Ausschnitte aus «Jenny from the Block», «Ain’t It Funny», «Get Right», «Waiting for Tonight», «On the Floor» und weiteren Songs. In einer Passage trat ihre Tochter Emme mit ihr auf.
Die Show verband amerikanischen Pop-Mainstream mit lateinamerikanischer Musik- und Tanzkultur.
Marry Me
2022 kehrte Jennifer Lopez mit Marry Me an der Seite von Owen Wilson und Maluma zur musikalischen romantischen Komödie zurück.
Sie spielte den Popstar Kat Valdez und nahm gleichzeitig Material für den offiziellen Soundtrack auf.
Musik und Film wurden erneut Teil desselben Projekts — diesmal über die Figur einer fiktiven Popsängerin.
Wiedervereinigung mit Ben Affleck
2021, fast zwanzig Jahre nach dem Ende ihrer ersten Beziehung, begannen Jennifer Lopez und Ben Affleck erneut, sich zu treffen.
Am 16. Juli 2022 heirateten sie in Las Vegas. Im August folgte eine größere Zeremonie in Georgia.
Diese Beziehung wurde später zur Grundlage für Jennifer Lopez’ nächstes Studioalbum.
The Mother
2023 veröffentlichte Netflix den Actionfilm The Mother.
Jennifer Lopez spielte eine professionelle Auftragskillerin, die gezwungen ist, aus ihrem Versteck zurückzukehren, um ihre Tochter zu beschützen.
Der Film markierte eine deutliche Ausweitung des Actionbereichs in ihrer späteren Filmografie.
This Is Me… Now
Am 16. Februar 2024 erschien Jennifer Lopez’ neuntes Studioalbum This Is Me… Now — ihr erstes vollständiges Soloalbum seit A.K.A. nach fast zehn Jahren.
Der Titel knüpfte direkt an This Is Me… Then aus dem Jahr 2002 an.
Das ursprüngliche Album war während ihrer ersten Beziehung mit Ben Affleck entstanden; das neue folgte nach ihrer Wiedervereinigung und Hochzeit.
Das Album enthält «Can’t Get Enough», «Rebound», «This Time Around», «Dear Ben, Pt. II», «Not.going.anywhere.», «Broken Like Me» und «Greatest Love Story Never Told».
This Is Me… Now: A Love Story
Am Tag der Albumveröffentlichung feierte This Is Me… Now: A Love Story bei Prime Video Premiere.
Es handelt sich weder um eine Konzertaufzeichnung noch um eine klassische Sammlung von Musikvideos. Jennifer Lopez und Regisseur Dave Meyers schufen einen 65-minütigen Musikfilm, in dem die Songs durch eine gemeinsame Geschichte über Liebe, wiederkehrende Fehler und den Versuch verbunden sind, die eigenen Beziehungen zu verstehen.
Im Projekt traten Fat Joe, Jane Fonda, Trevor Noah, Keke Palmer, Post Malone, Sofia Vergara und weitere Gaststars auf.
Tourneeabsage und Atlas
Zur Unterstützung von This Is Me… Now war eine Nordamerika-Tournee unter dem Titel This Is Me… Live geplant.
Am 31. Mai 2024 gab Jennifer Lopez die Absage der Sommertournee bekannt. Live Nation erklärte, die Künstlerin habe sich entschieden, eine Pause einzulegen und Zeit mit ihren Kindern, ihrer Familie und nahestehenden Menschen zu verbringen.
Im selben Monat veröffentlichte Netflix den Science-Fiction-Film Atlas, in dem Jennifer Lopez die Analystin Atlas Shepherd spielte, die in einen Konflikt mit künstlicher Intelligenz verwickelt wird.
Zusammen mit The Mother setzte der Film eine neue Reihe großer Streaming-Actionproduktionen in ihrer späteren Filmkarriere fort.
Scheidung von Ben Affleck
Am 20. August 2024 reichte Jennifer Lopez die Scheidung von Ben Affleck ein.
In den Gerichtsunterlagen wurde der 26. April 2024 als Datum der tatsächlichen Trennung angegeben.
Die Scheidungsvereinbarung wurde im Januar 2025 vom Gericht genehmigt. Die Ehe endete offiziell am 21. Februar 2025.
Nach der Scheidung nahm Jennifer Lopez wieder ihren gesetzlichen Namen Jennifer Lynn Lopez an.
Up All Night: Live in 2025
Im Sommer 2025 kehrte Jennifer Lopez mit dem Programm Up All Night: Live in 2025 zu großen Tourneen zurück.
Die Tour startete am 8. Juli in Spanien und führte durch Europa, den Nahen Osten, Zentralasien und weitere Regionen.
Anders als die abgesagte Show von 2024 war das neue Programm nicht an ein einzelnes Album gebunden. Zu hören waren «If You Had My Love», «Love Don’t Cost a Thing», «Jenny from the Block», «Get Right», «On the Floor», «Dance Again» und neues Material.
Am 24. Juli, Jennifer Lopez’ 56. Geburtstag, erschien die Single «BIRTHDAY», die ebenfalls in die Konzertshow aufgenommen wurde.
Kiss of the Spider Woman
2025 spielte Jennifer Lopez Ingrid Luna in Bill Condons Verfilmung des Musicals Kiss of the Spider Woman.
Im Film waren außerdem Diego Luna und Tonatiuh zu sehen.
Für Jennifer Lopez war dies die erste große Rolle in einem klassischen Filmmusical, in dem Schauspiel, Gesang und komplexe Tanzchoreografie innerhalb einer einzigen Figur zusammenkommen.
Der Film wurde im Januar 2025 beim Sundance Film Festival gezeigt und kam am 10. Oktober in die US-Kinos.
Vor der Premiere erschienen die Songs «Kiss of the Spider Woman» und «Never You», während am 3. Oktober der vollständige Soundtrack mit 24 Titeln veröffentlicht wurde.
Neue Residency in Las Vegas
Am 30. Dezember 2025 eröffnete Jennifer Lopez eine neue Residency im The Colosseum at Caesars Palace.
Der erste Block wurde als Up All Night Live in Las Vegas vermarktet, die Auftritte im März 2026 als The JLo Show.
Das zweistündige Programm umfasst mehr als zwanzig Nummern: Material von On the 6, die J.Lo-Ära, «On the Floor» und neuere Songs.
25 Jahre J.Lo
Am 12. Januar 2026 erschien die erweiterte Ausgabe J.Lo (25th Anniversary Edition).
Sie enthält die ursprünglichen Songs, die Murder-Remix-Versionen von «I’m Real» und «Ain’t It Funny», Material internationaler Ausgaben, spanischsprachige Versionen sowie den zuvor unveröffentlichten Song «Crazy (Nobody Else)».
Die Jubiläumsausgabe umfasst 26 Titel und lenkt erneut die Aufmerksamkeit auf das Album, das J.Los musikalisches Image der frühen 2000er-Jahre endgültig prägte.
«Save Me Tonight»
Am 6. März 2026 veröffentlichte Jennifer Lopez die Dance-Single «Save Me Tonight», aufgenommen mit David Guetta.
Der Song war bereits im Sommer 2025 erstmals bei Konzerten zu hören gewesen.
Die Produktion führt J.Lo zurück zum groß angelegten EDM-Pop, der für «On the Floor» und «Dance Again» charakteristisch war.
Am 29. Mai erschien die spanischsprachige Version «Sálvame Hoy» mit Gabito Ballesteros.
Office Romance
Am 5. Juni 2026 veröffentlichte Netflix die romantische Komödie Office Romance.
Jennifer Lopez spielte Jackie Cruz — die Leiterin einer Fluggesellschaft, die eine Beziehung mit dem Unternehmensjuristen Daniel Blanchflower beginnt, dargestellt von Brett Goldstein.
Auch Edward James Olmos war in dem Film zu sehen. Fast dreißig Jahre zuvor hatte er in Selena den Vater von Jennifer Lopez’ Figur gespielt und übernahm nun erneut die Rolle ihres Leinwandvaters.
Jennifer Lopez war außerdem eine der Produzentinnen des Films.
«Everything’s Fine»
Am 26. Juni 2026 erschien die gemeinsame Single von Jennifer Lopez und dem brasilianischen Produzenten Alok «Everything’s Fine».
Der Song wurde in zwei Versionen veröffentlicht. Die AM-Version ist ruhiger und atmosphärischer, während PM deutlich tanzorientierter klingt.
Beide Versionen beruhen auf demselben emotionalen Kontrast: Nach außen kann das Leben vollkommen in Ordnung wirken, obwohl der innere Zustand eines Menschen ganz anders aussieht.
Stand September 2026 ist «Everything’s Fine» die jüngste neue Musikveröffentlichung im regulären digitalen Katalog von Jennifer Lopez.
Der Musikstil von Jennifer Lopez
Die Musik von Jennifer Lopez gehört keinem einzigen, unveränderlichen Genre an. Die Grundlage bilden Dance-Pop und R&B, doch in verschiedenen Phasen ihres Katalogs kamen Latin Pop, Hip-Hop, Funk, House, EDM und traditionelle lateinamerikanische Balladen hinzu.
On the 6 verband R&B und Latin Pop. J.Lo verstärkte den Club-Anteil, während die Murder-Remix-Aufnahmen der frühen 2000er-Jahre ihre Musik deutlich näher an Hip-Hop rückten.
Como Ama una Mujer konzentrierte sich fast vollständig auf dramatische spanischsprachige Popballaden. Love? war eng mit dem EDM-Boom der frühen 2010er-Jahre verbunden, während This Is Me… Now bewusst zum romantischen R&B der frühen 2000er zurückkehrte.
Ein Element zieht sich durch all diese Veränderungen — der Rhythmus. Jennifer Lopez’ Musik ist eng mit Bewegung verbunden und scheint häufig bereits auf Arrangement-Ebene auf spätere Choreografie ausgelegt zu sein.
Tanz als Grundlage ihrer Bühnensprache
Für Jennifer Lopez war Tanz nie lediglich eine Ergänzung zu einer Gesangsnummer.
Sie kam als Tänzerin in die professionelle Unterhaltungsindustrie — noch vor bedeutenden Filmrollen und vor ihrem ersten Album.
Dieser Hintergrund ist in der Struktur vieler ihrer Songs hörbar: kurze rhythmische Phrasen, instrumentale Pausen, Breaks und Abschnitte, die bewusst Raum für Choreografie lassen.
Auch Jahrzehnte nach den Fly Girls sind Jennifer Lopez’ Konzertprogramme komplexe Tanzproduktionen und keine gewöhnlichen Gesangsshows mit einigen choreografierten Nummern.
Jennifer Lopez als Schauspielerin
Jennifer Lopez’ Filmografie entwickelte sich fast ebenso breit wie ihr Musikkatalog.
Romantische Komödien wie The Wedding Planner, Maid in Manhattan, Monster-in-Law, The Back-Up Plan, Marry Me und Office Romance erstrecken sich über mehr als ein Vierteljahrhundert und prägten eine der bekanntesten Seiten ihres Leinwandimages.
Daneben stehen Selena, Out of Sight und Hustlers — ernstere dramatische Arbeiten — sowie die späteren Actionfilme The Mother und Atlas.
Kiss of the Spider Woman führte Jennifer Lopez wiederum zur ursprünglichen Verbindung von Tanz, Musik und Schauspiel zurück, nun jedoch innerhalb eines großen Filmmusicals.
Nuyorican Productions
Ein bedeutender Teil der späteren Projekte von Jennifer Lopez ist mit ihrer eigenen Produktionsfirma Nuyorican Productions verbunden.
Das Unternehmen arbeitet an Filmen, Serien und Fernsehformaten, bei denen Jennifer Lopez häufig zugleich als Darstellerin und Produzentin tätig ist.
Über Nuyorican wurden unter anderem Shades of Blue, Hustlers, Marry Me, The Mother, Atlas, Kiss of the Spider Woman, Office Romance und weitere Projekte produziert oder mitproduziert.
Dadurch unterscheidet sich ihre heutige Filmarbeit deutlich von der frühen Hollywood-Phase: Jennifer Lopez beteiligt sich nicht nur an der Gestaltung einer Figur, sondern auch an der Produktion des gesamten Projekts.
Mode und Versace
Mode wurde bereits Ende der 1990er-Jahre zu einem sichtbaren Bestandteil des öffentlichen Images von Jennifer Lopez.
Das grüne Versace-Kleid bei den Grammy Awards 2000 blieb der bekannteste Moment, doch die Zusammenarbeit mit dem Modehaus wurde fortgesetzt.
2019 lief Jennifer Lopez bei Versace in Mailand in einer neuen Version des Jungle Dress über den Laufsteg — fast zwanzig Jahre nach dem ursprünglichen Auftritt.
Zu verschiedenen Zeiten entwickelte sie außerdem eigene Projekte in den Bereichen Kleidung, Accessoires, Parfüm und Kosmetik.
Privatleben
Jennifer Lopez war viermal verheiratet.
Ihr erster Ehemann war Ojani Noa. Die Ehe dauerte von 1997 bis 1998.
2001 heiratete Jennifer Lopez den Tänzer Cris Judd, den sie bei der Arbeit an einem Musikvideo kennengelernt hatte. Sie trennten sich 2002, die Scheidung wurde 2003 abgeschlossen.
Ihre dritte Ehe — mit Marc Anthony — dauerte von 2004 bis 2014. Aus der Ehe gingen die Zwillinge Max und Emme hervor.
Die erste Beziehung mit Ben Affleck dauerte von 2002 bis 2004. Fast zwei Jahrzehnte später kamen sie wieder zusammen und heirateten 2022.
Im August 2024 reichte Jennifer Lopez die Scheidung ein. Die Ehe endete offiziell am 21. Februar 2025.
Studioalben von Jennifer Lopez
- 1999 — On the 6
- 2001 — J.Lo
- 2002 — This Is Me… Then
- 2005 — Rebirth
- 2007 — Como Ama una Mujer
- 2007 — Brave
- 2011 — Love?
- 2014 — A.K.A.
- 2024 — This Is Me… Now
Weitere wichtige Musikveröffentlichungen
- 2002 — J to tha L–O! The Remixes
- 2003 — The Reel Me
- 2012 — Dance Again… The Hits
- 2022 — Marry Me (Original Motion Picture Soundtrack)
- 2024 — On the 6 (25th Anniversary Edition)
- 2025 — Kiss of the Spider Woman (Original Motion Picture Soundtrack)
- 2026 — J.Lo (25th Anniversary Edition)
Wichtigste Songs
«If You Had My Love», «Waiting for Tonight», «Let’s Get Loud», «Feelin’ So Good», «Love Don’t Cost a Thing», «Play», «I’m Real», «Ain’t It Funny», «Jenny from the Block», «All I Have», «I’m Glad», «Get Right», «Qué Hiciste», «Do It Well», «On the Floor», «I’m Into You», «Papi», «Dance Again», «Live It Up», «Booty», «Ain’t Your Mama», «El Anillo», «Dinero», «Pa’ Ti», «Can’t Get Enough», «Rebound», «BIRTHDAY», «Save Me Tonight», «Sálvame Hoy» und «Everything’s Fine».
Wichtige Filme und Serien
- 1986 — My Little Girl
- 1995 — Mi Familia
- 1995 — Money Train
- 1996 — Jack
- 1996 — Blood and Wine
- 1997 — Selena
- 1997 — Anaconda
- 1997 — U Turn
- 1998 — Out of Sight
- 2000 — The Cell
- 2001 — The Wedding Planner
- 2002 — Maid in Manhattan
- 2004 — Shall We Dance?
- 2005 — Monster-in-Law
- 2016–2018 — Shades of Blue
- 2018 — Second Act
- 2019 — Hustlers
- 2022 — Marry Me
- 2023 — Shotgun Wedding
- 2023 — The Mother
- 2024 — Atlas
- 2025 — Kiss of the Spider Woman
- 2026 — Office Romance
Auszeichnungen und Anerkennung
- Für Selena erhielt Jennifer Lopez 1998 eine Golden-Globe-Nominierung.
- Ihre zweite Golden-Globe-Nominierung folgte 2020 für Hustlers.
- 2013 erhielt Jennifer Lopez einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame.
- 2014 wurde sie bei den Billboard Music Awards mit dem Icon Award ausgezeichnet.
- 2018 ehrten die MTV Video Music Awards Jennifer Lopez mit dem Michael Jackson Video Vanguard Award.
Das Album J.Lo erreichte Platz eins der Billboard 200, während J to tha L–O! The Remixes das erste Remixalbum wurde, das auf Platz eins dieser Charts einstieg.
Musik, Film und Tanz in der Karriere von Jennifer Lopez
Jennifer Lopez begann ihren Weg im professionellen Tanz, doch ihre Karriere ließ sich sehr schnell nicht mehr auf einen einzigen Beruf reduzieren. Selena machte sie zum Hollywood-Star, On the 6 eröffnete eine eigenständige Musikkarriere, und der gleichzeitige Erfolg von J.Lo und The Wedding Planner zeigte, dass beide Bereiche parallel funktionieren konnten.
Jahrzehnte später hat sich an diesem Modell kaum etwas geändert. Jennifer Lopez spielt in Dramen, Actionfilmen, romantischen Komödien und Musicals, produziert einen Teil ihrer Filme selbst, veröffentlicht parallel Dance-Pop und entwickelt große Konzertshows.
Der Tanz bleibt das verbindende Element zwischen all diesen Bereichen. Er war Jennifer Lopez’ erster Beruf und prägt bis heute den Aufbau ihrer Musiknummern, ihre Bühnenpräsenz und einen erheblichen Teil ihres Leinwandimages.










