
I Hate Models ist der französische DJ und elektronische Produzent Guillaume Labadie, einer der auffälligsten Vertreter der modernen härteren Techno-Szene. Seine Musik verbindet Techno, Industrial, Acid, EBM, Trance, Hardcore, Rave und atmosphärische Elektronik, wobei der Kontrast zwischen schwerer Rhythmik und einer ausgeprägten melodischen Komponente eines der zentralen Merkmale des Projekts bleibt.
Große Aufmerksamkeit erhielt I Hate Models nach der EP Warehouse Memories und dem Track Daydream im Jahr 2016. In den folgenden Jahren veröffentlichte Labadie eine Reihe von Arbeiten auf ARTS, Khemia, Monnom Black und Perc Trax und präsentierte 2019 sein Debütalbum L’Âge Des Métamorphoses. 2021 gründete er sein eigenes Label Disco Inferno, das zur wichtigsten Plattform für seine späteren eigenen Veröffentlichungen wurde.
Beginn des Projekts
Die ersten Jahre von I Hate Models zeigten nahezu sofort die Richtung, die später zu einem seiner charakteristischen Merkmale werden sollte. Statt minimalistischen funktionalen Techno zu produzieren, entwickelte Labadie lange Kompositionen mit mehreren emotionalen und rhythmischen Phasen, in denen schwere Percussion auf Arpeggios, Pads, Acid-Linien und Melodien trifft, die auf Trance und Rave-Musik der 1990er-Jahre verweisen.
Zum entscheidenden Release wurde Warehouse Memories, veröffentlicht am 29. Juli 2016 auf ARTS. Die EP enthielt die Originalversion von Warehouse Memories, einen Remix von Emmanuel sowie Daydream und Shades Of Night.
Besonders hervorzuheben ist Daydream. Bereits hier ist die charakteristische Formel des frühen I Hate Models deutlich zu hören: harte Techno-Rhythmik steht emotionalen Synthesizer-Passagen und einer nahezu tranceartigen Melodik gegenüber. Perc Trax bezeichnete Daydream später ausdrücklich als den Track, mit dem der schnelle Aufstieg des Projekts begann.
Cyanure Dance und Totsuka No Tsurugi
2017 erweiterte Labadie seine Diskografie schnell um mehrere grundlegend unterschiedliche Veröffentlichungen.
Am 7. April erschien auf Khemia Records Cyanure Dance. Der neunminütige Track basiert auf einer Acid-Bassline, Arpeggios, verzerrten Wave-Texturen und dem eigenen Gesang von I Hate Models. Khemia selbst beschrieb das Stück als Verbindung von Acid, psychedelic Punk-Wave und atmosphärischen Elementen.
Am 17. Juli veröffentlichte ARTS das Vier-Track-Projekt Totsuka No Tsurugi:
- Eternal Loneliness
- Totsuka No Tsurugi
- Heartbreaker
- Demons From the Past.
Das Material verstärkte deutlich die melodische und tranceorientierte Seite von I Hate Models. Besonders beispielhaft ist das zehnminütige Eternal Loneliness, bei dem die lange Entwicklung der Komposition mindestens ebenso wichtig ist wie der eigentliche Clubrhythmus.
Damit wurde bereits 2017 deutlich, dass I Hate Models nicht korrekt ausschließlich als Industrial-Techno-Projekt beschrieben werden kann.
State Of Control
Im September 2017 debütierte I Hate Models auf Monnom Black, dem Label von Dax J, mit der EP State Of Control.
Sie enthielt:
- State Of Control
- She Said Fuck People I Have Drugs
- Emerald
- Last Kiss Before Death
Auf dieser Veröffentlichung rückte die industrielle Seite seines Sounds in den Vordergrund: härtere Rhythmik wurde mit EBM, Acid und dunklen Synthesizer-Passagen kombiniert.
Depeche-Mode-Remix
Im selben Jahr erhielt I Hate Models die Möglichkeit, offiziell mit Material von Depeche Mode zu arbeiten.
Am 6. Oktober 2017 erschien Cover Me (I Hate Models Cold Lights Remix). Die fast zehnminütige Version wurde über Columbia/Sony veröffentlicht.
Für einen Künstler, der erst ein Jahr zuvor seine Debüt-EP auf ARTS veröffentlicht hatte, bedeutete der offizielle Remix einer der bekanntesten elektronischen Bands der Welt eine deutliche Erweiterung seines professionellen Spektrums.
Midnight Cults
Im August 2018 kehrte I Hate Models mit Midnight Cults zu Khemia Records zurück.
Die zentralen Tracks waren It Will Last Forever und Walpurgis Night. Bei letzterem übernahm Zanias, bekannt durch Linea Aspera und Keluar, den Gesang. Außerdem enthielt die Veröffentlichung einen Remix von DJ Varsovie.
Midnight Cults setzte die mit Cyanure Dance begonnene Linie fort: Industrial und Techno treffen hier auf Wave, atmosphärische Synthesizer und vokale Elemente.
Perc Trax und Spreading Plague
Ende 2018 begann eine wichtige Zusammenarbeit mit dem britischen Label Perc Trax.
Am 23. November erschien die EP Spreading Plague. Der Titeltrack dauerte rund zehn Minuten, während sich auf der Rückseite der Platte ein Remix des Labelgründers Perc befand.
DJ Mag beschrieb die Sets von I Hate Models zu dieser Zeit als Mischung aus schnellem Techno, klassischem Rave und ausgeprägten Trance-Melodien. Das beschreibt die Übergangsphase vor seinem ersten Album ziemlich präzise.
L’Âge Des Métamorphoses
Das wichtigste Studioalbum seiner frühen Phase war das Debüt L’Âge Des Métamorphoses, veröffentlicht von Perc Trax im Juni 2019. Die physische Ausgabe erschien am 21. Juni, während digitale Kataloge den 28. Juni angeben.
Es handelt sich um ein umfangreiches Werk mit 12 Tracks und einer Gesamtlaufzeit von rund 93 Minuten:
- The Beginning Of The End
- Crossing The Mirror
- Impossible Love
- You Are Not Alone
- The Night Is Our Kingdom
- Those Shiny Razor Blades
- Partner In Crime
- Romantic Psycho
- Sexual Tension
- Forgiveness
- Fade Away
- Eternity Is Burning
Alle Tracks wurden von I Hate Models selbst geschrieben und produziert. In mehreren Stücken ist sein eigener Gesang sowie die Stimme von M. Luna zu hören. Das Mastering übernahm Matt Colton, bekannt für seine Arbeit mit einem breiten Spektrum experimenteller und elektronischer Musik.
Das Album ist bewusst nicht als Sammlung gleichförmiger Club-Instrumentals angelegt. Innerhalb einzelner Tracks wechseln melodische und atmosphärische Passagen mit Industrial-Rhythmik, Acid und direkterem Techno. Perc Trax selbst betonte, dass sich die Stücke ständig verändern und kaum in traditionelle lange Techno-Loops übergehen.
Gerade L’Âge Des Métamorphoses etablierte I Hate Models endgültig als Künstler, für den Härte und Melodik keine gegensätzlichen Phasen seines Schaffens darstellen, sondern Bestandteile eines einzigen musikalischen Systems.
Intergalactic Emotional Breakdown
Nur wenige Monate nach dem Album kehrte Labadie mit Intergalactic Emotional Breakdown zu ARTS zurück.
Die Veröffentlichung erschien am 1. November 2019 und enthielt:
- Intergalactic Emotional Breakdown
- Death Engine
- Velvet
- Virtual Punishment — in der digitalen Version
ARTS verband dieses Material direkt mit dem Prinzip emotionaler Kontraste, das bereits auf Warehouse Memories vorhanden war.
Daher ist auch die gelegentliche Datierung von Intergalactic Emotional Breakdown auf das Jahr 2020 ungenau: Die Originalveröffentlichung stammt aus 2019.
Disco Inferno
Im Jahr 2021 gründete I Hate Models sein eigenes Label Disco Inferno.
Die erste Veröffentlichung war Disco Inferno 01, erschienen am 12. Februar 2021. Die EP enthielt drei Tracks:
- Two Steps From Heaven
- Sad Groove
- Lazy In Hell
Der Name des Labels passt gut zur allgemeinen Ästhetik von I Hate Models. In seinem Konzept wird Clubmusik vor allem durch individuelle emotionale Wahrnehmung betrachtet: Dieselbe Melodie oder derselbe Rhythmus kann bei verschiedenen Hörern völlig unterschiedliche Erinnerungen und Reaktionen auslösen.
Disco Inferno gab Labadie die Möglichkeit, Musik außerhalb der Zeitpläne und stilistischen Rahmen externer Labels zu veröffentlichen und wurde nach und nach zur zentralen Plattform für sein eigenes Material.
Werewolf Disco Club
Die zweite Veröffentlichung auf Disco Inferno war Werewolf Disco Club, erschienen am 24. September 2021.
Es handelt sich um einen eigenständigen neunminütigen Track, in dem ein schweres rhythmisches Fundament mit hypnotischer Entwicklung und ausgeprägter Clubdramaturgie kombiniert wird.
Werewolf Disco Club entwickelte sich mit der Zeit zu einer der bekanntesten Aufnahmen von I Hate Models und gehört weiterhin zu seinen populären Tracks in digitalen Katalogen.
Sexy Beast und die Erweiterung über Techno hinaus
2023 veröffentlichte I Hate Models gemeinsam mit dem französischen Elektronikmusiker Vitalic den Track Sexy Beast.
Die Single erschien am 28. Juli auf RAW. und unterschied sich deutlich von Labadies härtesten Arbeiten: Die Originalversion hat ein wesentlich niedrigeres Tempo und zeigt sein Interesse an Electro und anderer europäischer elektronischer Musik jenseits von Hard Techno.
Solche Projekte sind wichtig für das Verständnis von I Hate Models: Selbst nach dem starken Popularitätsanstieg von hartem Techno verwandelte er den Künstlernamen nicht in ein Projekt mit nur einem festgelegten Sound.
Forever Melancholia
Ende 2024 erschien auf Disco Inferno eine der bedeutendsten Veröffentlichungen seit dem Debütalbum — Forever Melancholia.
Das Projekt enthält fünf Tracks:
- For My People
- Forever Melancholia
- Twin Souls
- Forgotten Future
- Nostalgica
Das Material wurde von I Hate Models geschrieben und produziert, während Aasthma Mixing und zusätzliche Produktion übernahm.
Auf Forever Melancholia wurde der Sound deutlich schneller: Beatport ordnet mehrere Tracks den Kategorien Hard Dance / Hardcore / Neo Rave zu, bei Tempi von ungefähr 152–156 BPM. Gleichzeitig werden die schnellen Rhythmen erneut mit großen melodischen Themen und jener melancholischen Komponente verbunden, die bereits in Daydream und Eternal Loneliness vorhanden war.
Remixe und Arbeit mit anderen Künstlern
Neben seinen eigenen Veröffentlichungen arbeitet I Hate Models regelmäßig als Remixer.
Zu seinem Katalog gehören die offizielle Version von Cover Me von Depeche Mode, eine Neubearbeitung von Percs Look What Your Love Has Done To Me, Remixe für Remco Beekwilder und weitere Künstler der elektronischen Szene.
2026 produzierte er außerdem den Never Alone Remix des Tracks ILLENIUM feat. Bring Me The Horizon — Slave to the Rhythm. Die Veröffentlichung erschien am 29. Mai und wurde zu einem weiteren Beispiel dafür, wie weit sich I Hate Models über einen klassischen Techno-Katalog hinaus bewegt.
DJ-Sets
Ein ebenso wichtiger Teil des Projekts sind die DJ-Sets von I Hate Models.
Seine Auftritte beschränken sich selten auf ein einzelnes Subgenre. Innerhalb eines Sets können Industrial Techno, Hard Techno, Acid, EBM, Trance, Rave, Hardcore und melodischere Tracks aufeinander folgen. Resident Advisor beschreibt diesen Ansatz als bewusste Ablehnung von Genregrenzen: Die Energie kann abrupt von einer schweren rhythmischen Passage in einen atmosphärischen oder melodischen Abschnitt wechseln und wieder zurück.
I Hate Models ist außerdem für seine körperlich intensive Performance hinter den Decks bekannt. Die Maske, starke Bewegung und die emotionale Reaktion auf das eigene Set wurden nach und nach Teil seines unverwechselbaren Bühnenbildes. DJ Mag hob 2025 ausdrücklich seine Bühnenenergie und die Fähigkeit hervor, unterschiedliche Stile zu verbinden.
Dabei ist es korrekter, von DJ-Sets zu sprechen, statt automatisch jeden Auftritt als Live-Set zu bezeichnen: DJing bleibt die Grundlage von Labadies internationaler Konzertkarriere.
Vom Club-Underground auf große Festivals
Die Karriere von I Hate Models begann innerhalb der europäischen Underground-Techno-Szene, doch die Größe der Veranstaltungsorte nahm im Laufe der Zeit deutlich zu.
Er trat bei zahlreichen großen Club- und Festivalveranstaltungen auf, und Mitte der 2020er-Jahre umfasste seine Tournee-Geografie unter anderem Ultra Miami und EDC Las Vegas. DJ Mag wertete diese Auftritte als Zeichen dafür, wie stark sich Hard Techno und industrial-orientierter Techno aus dem spezialisierten Underground auf große internationale Bühnen verlagert haben.
Gleichzeitig spielt Labadie weiterhin lange Sonderformate. Ein Beispiel dafür ist Refract: I Hate Models All Night Long in der Paris Expo Porte de Versailles — eine große eigenständige Produktion mit 360-Grad-Bühne und speziell entwickeltem visuellen Konzept.
DJ Mag Top 100 DJs
Im Jahr 2025 schaffte es I Hate Models erstmals in das Haupt-Ranking der DJ Mag Top 100 DJs und erreichte Platz 79.
Das redaktionelle Profil von DJ Mag beschrieb ihn als französischen Techno-DJ, der für die Verbindung roher, schwerer Rhythmik, euphorischer Elemente und melancholischer Produktionen bekannt ist.
Dieses Ergebnis sollte nicht mit einem abstrakten «Alternative Top 100» verwechselt werden, das häufig in automatisch erstellten Biografien des Künstlers erwähnt wird: Der bestätigte bedeutende Erfolg ist ausdrücklich sein Debüt auf Platz 79 im regulären Top 100 DJs 2025.
Musikstil
I Hate Models wird gewöhnlich Techno und Hard Techno zugeordnet, doch seine Musik lässt sich nur schwer präzise mit einem einzigen Genre beschreiben.
In der frühen Diskografie sind besonders Industrial, EBM, Acid und Rave wichtig. In Totsuka No Tsurugi und Daydream ist der Einfluss von Trance deutlich zu hören; Midnight Cults berührt Wave und atmosphärischere Elektronik; späteres Material integriert zunehmend Hard Dance und Neo-Rave.
Das wichtigste verbindende Element ist nicht das Genre, sondern der Aufbau durch Kontraste.
Schwere distorted kicks können mit weichen Pads und großen Melodien kombiniert werden; industrielle Geräusche mit Trance-Arpeggios; hohes Tempo mit langen atmosphärischen Intros. In manchen Tracks ändert sich die musikalische Richtung innerhalb einer einzigen Komposition mehrfach. Genau diese Fähigkeit, zwischen «bruising rhythm» und atmosphärischen Passagen zu wechseln, hebt Resident Advisor in der offiziellen Biografie des Künstlers hervor.
Melancholie als Teil der Musik von I Hate Models
Eines der beständigsten Konzepte in Labadies Katalog ist Melancholie.
Sie findet sich nicht nur im Titel Forever Melancholia. Bereits Daydream, Eternal Loneliness, Intergalactic Emotional Breakdown und andere frühe Arbeiten basierten auf dem Gegensatz zwischen der körperlichen Energie von Clubmusik und emotional aufgeladenen Harmonien.
Auch die eigene Beschreibung des Projekts verbindet seine Musik mit Nostalgie, Leidenschaft, Einsamkeit, Melancholie und Härte, wobei gegensätzliche emotionale Zustände innerhalb eines einzigen Tracks oder DJ-Sets nebeneinander bestehen können.
Deshalb beschreibt der häufig auf I Hate Models angewandte Begriff «emotional techno» eher das strukturelle Prinzip seiner Musik, als dass er ein eigenständiges offizielles Genre bezeichnet.
Visuelles Erscheinungsbild
Die Maske wurde bereits vor der COVID-19-Pandemie zu einem der bekanntesten Elemente des Erscheinungsbilds von I Hate Models. Sie betont die Distanz zwischen dem Privatleben von Guillaume Labadie und seiner Bühnenfigur, auch wenn es falsch wäre, den Künstler als vollständig anonym zu bezeichnen.
Mit dem Wachstum der Veranstaltungsgrößen wurde auch die visuelle Seite seiner Auftritte komplexer. Große Soloshows nutzen industrielle und brutalistische Bühnenbilder, Lichtkonstruktionen und räumliche Inszenierungen, wobei der visuelle Teil der musikalischen Dramaturgie untergeordnet bleibt und nicht als eigenständiges Branding-Element existiert.
Ausgewählte Diskografie
- Warehouse Memories — EP, 2016
- Daydream — 2016
- Cyanure Dance — 2017
- Totsuka No Tsurugi — 2017
- State Of Control — EP, 2017
- Depeche Mode — Cover Me (I Hate Models Cold Lights Remix) — 2017
- Midnight Cults — 2018
- Spreading Plague — 2018
- L’Âge Des Métamorphoses — Album, 2019
- Intergalactic Emotional Breakdown — 2019
- Disco Inferno 01 — 2021
- Werewolf Disco Club — 2021
- Vitalic & I Hate Models — Sexy Beast — 2023
- Forever Melancholia — 2024
- Twin Souls — 2024
Die Bedeutung von I Hate Models für die moderne Techno-Szene
I Hate Models erschien Mitte der 2010er-Jahre zu einem Zeitpunkt, als in der europäischen Techno-Szene das Interesse an höheren Geschwindigkeiten, industriellen Texturen, Rave-Ästhetik und Trance-Melodien erneut zunahm. Seine frühen Veröffentlichungen wurden Teil dieser Entwicklung, doch Labadie unterschied sich dadurch, dass er selbst in seinem härtesten Material nie auf offen emotionale Harmonien verzichtete.
Daydream, Cyanure Dance, Totsuka No Tsurugi, State Of Control und später L’Âge Des Métamorphoses entwickelten einen klar erkennbaren Ansatz, lange bevor Hard Techno und Neo-Rave ein wesentlich breiteres Festivalpublikum erreichten.
Die späteren Veröffentlichungen auf Disco Inferno zeigen, dass dieser Ansatz nicht einfach auf einer Wiederholung der frühen Industrial-Techno-Formel beruht. Die Musik wurde schneller und bewegte sich näher an Hard Dance und Neo-Rave heran, doch der Kontrast zwischen schwerer Clubenergie, Trance-Melodik und melancholischer Atmosphäre blieb ein zentraler Bestandteil von I Hate Models. Gerade diese Fähigkeit, die Form zu verändern und gleichzeitig eine erkennbare emotionale Logik zu bewahren, bestimmt seine Stellung in der modernen elektronischen Musikszene.
