Юлия Савичева

a-ha ist eine norwegische Pop-Rock-Band, die 1982 gegründet wurde und seit mehr als vier Jahrzehnten in ihrer klassischen Besetzung besteht: Morten Harket – Gesang, Magne Furuholmen – Keyboards und Gitarre, Pål Waaktaar-Savoy – Gitarre, Keyboards und Hauptautor eines großen Teils des frühen Materials. Den internationalen Durchbruch schaffte das Trio 1985 mit Take On Me und dem Debütalbum Hunting High and Low. In den folgenden Jahrzehnten erwies sich a-ha als wesentlich langlebiger als die ursprüngliche Welle des Synth-Pop: Die Band veröffentlichte elf Studioalben und durchlief mehrere Trennungen und Wiedervereinigungen.
Zu den wichtigsten Songs der Gruppe gehören Take On Me, The Sun Always Shines on T.V., Hunting High and Low, I've Been Losing You, Cry Wolf, Manhattan Skyline, The Living Daylights, Stay on These Roads, Crying in the Rain, Move to Memphis, Dark Is the Night for All, Summer Moved On, Forever Not Yours, Analogue (All I Want), Foot of the Mountain und I'm In. Take On Me wurde dabei nicht nur zum größten kommerziellen Erfolg von a-ha, sondern auch zu einem der bekanntesten Popsongs der 1980er: Bis 2024 überschritt das berühmte Musikvideo zwei Milliarden Aufrufe auf YouTube.
Von Bridges zu a-ha
Die Geschichte der Band begann noch vor dem Einstieg von Morten Harket. Pål Waaktaar und Magne Furuholmen lernten sich in ihrer Jugend kennen und spielten gemeinsam in der norwegischen Band Bridges. 1980 veröffentlichte die Gruppe das Album Fakkeltog, doch Pål und Magne waren deutlich stärker auf eine internationale Karriere ausgerichtet und beschlossen bald, ihr Glück in Großbritannien zu versuchen.
Im Jahr 1982 reisten sie erstmals nach London, kehrten jedoch nach ungefähr einem halben Jahr nach Norwegen zurück. Im September desselben Jahres schloss sich ihnen Morten Harket an, der zuvor in der Soul- und Bluesband Souldier Blue gesungen hatte. Genau diesen Zeitpunkt betrachtet das offizielle a-ha-Archiv als Beginn der gemeinsamen Arbeit des späteren Trios.
Anfang 1983 gingen die Musiker erneut nach London und begannen systematisch Demoversionen aufzunehmen. Sie lebten bescheiden, arbeiteten fast täglich an Songs und versuchten, britische Plattenfirmen auf sich aufmerksam zu machen. Ende 1983 unterschrieben a-ha einen Vertrag bei Warner Bros.
Die lange Geschichte von Take On Me
Take On Me wurde nicht beim ersten Versuch zum Hit. Eine frühe Version existierte bereits unter dem Titel Lesson One und wurde Ende 1982 in Norwegen aufgenommen. 1983 erstellte die Band in den Londoner Rendezvous Studios eine neue Demoaufnahme und nahm den Song anschließend mit Produzent Tony Mansfield auf.
Die erste britische Veröffentlichung von Take On Me im Jahr 1984 blieb nahezu unbeachtet. Warner erlaubte der Band einen weiteren Versuch, und die endgültige Version entstand mit Produzent Alan Tarney. Genau diese Aufnahme wurde 1985 zum Welthit und erreichte Platz eins der Billboard Hot 100.
Mindestens ebenso wichtig war das Musikvideo unter der Regie von Steve Barron. Es verband Realfilm mit rotoskopierter Bleistiftanimation von Michael Patterson und Candace Reckinger. Die Geschichte eines Mädchens, das in die Welt eines gezeichneten Comics gerät, wurde zu einem der berühmtesten Musikvideos der MTV-Ära.
Bei den MTV Video Music Awards 1986 gewann das Video zu Take On Me sechs Preise, darunter Auszeichnungen für Regie, Konzept, Spezialeffekte und den Publikumspreis. Zwei weitere Auszeichnungen erhielt das Video zu The Sun Always Shines on T.V., womit a-ha an diesem Abend insgesamt acht Preise gewannen.
Hunting High and Low
Das Debütalbum Hunting High and Low erschien 1985 und verkaufte sich mehr als acht Millionen Mal. Neben Take On Me enthielt es The Sun Always Shines on T.V., Hunting High and Low, Train of Thought und weitere Songs.
The Sun Always Shines on T.V. wurde zu einem weiteren großen internationalen Erfolg und erreichte Platz eins der britischen Charts. Zusammen mit der Popularität von Take On Me machte das Debüt das norwegische Trio praktisch über Nacht zu einer internationalen Popband.
Im Juni 1986 starteten a-ha ihre erste große Welttournee. Bis zu deren Ende im August 1987 spielte die Band in 113 Städten in sechzehn Ländern. Besonders bemerkenswert ist, dass das Trio vor dem amerikanischen Erfolg von Take On Me kaum über Konzerterfahrung in einer solchen Größenordnung verfügte.
Scoundrel Days: die dunklere Seite von a-ha
Das zweite Album Scoundrel Days erschien am 6. Oktober 1986 und entfernte sich bewusst vom helleren Popsound des Debüts. Die Musik wurde düsterer und dramatischer und setzte stärker auf Gitarren, ungewöhnliche Harmonien und atmosphärische Keyboards.
Zu den wichtigsten Songs gehörten I've Been Losing You, Cry Wolf, Manhattan Skyline, The Swing of Things und der Titelsong Scoundrel Days. Harket selbst bezeichnete das Album später als besonders nah an den ursprünglichen Demoaufnahmen der Band.
Das Album verkaufte sich mehr als fünf Millionen Mal und bestätigte, dass a-ha wesentlich mehr waren als nur Take On Me. Gerade Scoundrel Days wurde zu einem der stärksten Argumente gegen die Wahrnehmung der Band als bloßes buntes Synth-Pop-Projekt der Mitte der 1980er.
The Living Daylights und Stay on These Roads
1987 nahmen a-ha den Titelsong für den James-Bond-Film The Living Daylights mit Timothy Dalton auf. Der Song entstand unter Beteiligung des langjährigen Bond-Komponisten John Barry und wurde zu einem der bekanntesten Werke der Band. Die offizielle Website des Franchise nennt a-ha als Interpreten des Hauptthemas des Films.
Ein Jahr später erschien das dritte Studioalbum Stay on These Roads. Es enthielt The Living Daylights, die gleichnamige Ballade, The Blood That Moves the Body, Touchy! und You Are the One. Das Album erreichte Platz zwei der britischen Albumcharts.
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der charakteristische Kontrast von a-ha endgültig herausgebildet: elektronische Präzision in den Arrangements traf auf romantische Melodien, Gitarrenrock und Harkets außergewöhnlich hohen, emotional intensiven Gesang.
East of the Sun, West of the Moon und Rock in Rio
Auf dem vierten Album East of the Sun, West of the Moon von 1990 entfernte sich die Band weiter vom reinen Synth-Pop. Die Musik enthielt mehr Liveinstrumente, Klavier und Gitarren. Zu den bekanntesten Songs gehörten Crying in the Rain, Early Morning, I Call Your Name und Sycamore Leaves.
Einen besonderen Platz in der Konzertgeschichte der Band nimmt der Auftritt bei Rock in Rio II am 26. Januar 1991 ein. Laut offizieller Festivalgeschichte kamen zum a-ha-Konzert im Maracanã-Stadion rund 198.000 zahlende Zuschauer – damals ein Festivalrekord.
Dieser Erfolg ist besonders aufschlussreich: Obwohl die Band in den USA die kommerziellen Dimensionen von Take On Me nicht wiederholen konnte, blieb ihr Publikum in Südamerika, Kontinentaleuropa und mehreren anderen Märkten enorm groß.
Memorial Beach und die erste große Pause
Das Album Memorial Beach erschien 1993 und wurde zur härtesten und düstersten Platte der frühen Phase. Ein großer Teil des Materials entstand in Paisley Park, dem Studiokomplex von Prince in Minnesota. Zu den wichtigsten Songs gehören Dark Is the Night for All, Move to Memphis, Angel in the Snow und das achtminütige Cold as Stone.
Nach einem Konzert in Sankt Petersburg im Juni 1994 stellte die Band ihre gemeinsame Arbeit praktisch ein. Versuche, neues Material vorzubereiten, führten nicht zu einem Album, und die Musiker konzentrierten sich auf eigene Projekte.
Morten Harket entwickelte seine Solokarriere, Pål Waaktaar-Savoy konzentrierte sich auf die Band Savoy, während Magne Furuholmen zunehmend als Komponist und bildender Künstler arbeitete.
Die Rückkehr und Summer Moved On
Der Anlass für die Wiedervereinigung war eine Einladung zum Nobel Peace Prize Concert 1998 in Oslo. Am 11. Dezember standen a-ha erstmals seit mehreren Jahren wieder gemeinsam auf der Bühne und präsentierten den neuen Song Summer Moved On zusammen mit The Sun Always Shines on T.V.
Der Auftritt entwickelte sich zu einem vollständigen Comeback. Im April 2000 erschien das sechste Studioalbum Minor Earth Major Sky mit Summer Moved On, dem Titelsong, Velvet und The Sun Never Shone That Day. Das Album erreichte Platz eins in Norwegen und Deutschland.
In Summer Moved On hält Harket einen Ton ungefähr 20,2 Sekunden lang. Guinness World Records erkannte dies offiziell als den längsten gehaltenen Ton in einem Song an, der in die britischen Singlecharts gelangte.
Lifelines, Analogue und Foot of the Mountain
Nach dem erfolgreichen Comeback veröffentlichten a-ha 2002 Lifelines. Zu den bekanntesten Songs gehören Forever Not Yours und der Titelsong Lifelines. In dieser Phase nahm die Bedeutung aller drei Mitglieder beim Songwriting deutlich zu, statt dass Waaktaar-Savoy den größten Teil der Kompositionen allein schrieb.
Das nächste Album Analogue erschien 2005. Zu den wichtigsten Songs gehörten Celice, Cosy Prisons und Analogue (All I Want). Letzterer erreichte Platz zehn der britischen Charts und wurde zur ersten a-ha-Single seit 1988, die wieder die britischen Top 10 erreichte.
2009 kehrte die Band auf Foot of the Mountain in vieler Hinsicht zu einer stärker synthesorientierten Ästhetik zurück. Der Titelsong, Nothing Is Keeping You Here, Shadowside und weitere Stücke verbanden a-has charakteristische Melodik mit modernerer elektronischer Produktion.
Der erste offizielle Abschied
2009 kündigten die Musiker an, die Geschichte der Band nach der nächsten Tour zu beenden. Die Abschiedstournee erhielt den Namen Ending on a High Note.
Das letzte Konzert fand am 4. Dezember 2010 im Oslo Spektrum statt. In offiziellen Aussagen jener Zeit betonten die Mitglieder, dass es sich um eine echte Trennung und nicht um eine vorübergehende Werbepause handelte.
Dieser Schlusspunkt erwies sich jedoch nicht als endgültig.
Cast in Steel und eine weitere Rückkehr
Nach fast fünf Jahren getrennter Arbeit begannen Harket, Furuholmen und Waaktaar-Savoy wieder gemeinsam aufzunehmen. Cast in Steel erschien am 4. September 2015. Nach Aussagen der Musiker selbst entwickelte sich die Wiedervereinigung schrittweise – ohne ursprünglichen Plan, die Band unbedingt wieder dauerhaft zu aktivieren.
Zu den wichtigsten Songs gehörten Under the Makeup, Cast in Steel, The Wake und Forest Fire. Es folgten weitere Konzerte, darunter ein Auftritt bei Rock in Rio und eine internationale Tournee.
MTV Unplugged — Summer Solstice
Eines der erfolgreichsten Projekte der späteren Phase war MTV Unplugged — Summer Solstice aus dem Jahr 2017. Es handelt sich nicht um ein klassisches Studioalbum, sondern um eine akustische Liveaufnahme und sollte daher in der Hauptdiskografie separat geführt werden.
Die Band arrangierte zahlreiche ältere Songs radikal neu. Besonders bekannt wurde die verlangsamte akustische Version von Take On Me, in der sich der vertraute energiegeladene Synth-Pop-Hit in eine melancholische Ballade verwandelte. Die Musiker selbst erklärten, dass diese Interpretation die traurige Seite des ursprünglichen Songs stärker hervorhebe.
True North
Das elfte Studioalbum True North erschien am 21. Oktober 2022. Es wurde im norwegischen Bodø, etwa 90 Kilometer nördlich des Polarkreises, gemeinsam mit der Arctic Philharmonic aufgenommen. Gleichzeitig entstand ein gleichnamiger Film unter der Regie von Stian Andersen.
Zu den wichtigsten Songs gehören I'm In, You Have What It Takes, Forest for the Trees, As If und True North. Das Projekt war als musikalische und visuelle Reflexion über die Natur des Nordens, die Beziehung des Menschen zur Umwelt und ökologische Verantwortung konzipiert.
True North war das erste Album mit neuen Songs seit Cast in Steel und bleibt die bislang letzte Studioarbeit der Band.
Morten Harket und der Status der Band nach 2025
Am 4. Juni 2025 wurde auf der offiziellen Website von a-ha bekannt gegeben, dass Morten Harket mit Parkinson lebt. Der Sänger berichtete, dass er sich verschiedenen Behandlungen unterzogen hatte, darunter einer tiefen Hirnstimulation, die Erkrankung jedoch unter anderem seine Kontrolle über die Stimme beeinträchtigt habe.
Harket erklärte offen, dass er zu diesem Zeitpunkt nicht wusste, ob er jemals wieder vollständig singen und auftreten könne. Gleichzeitig schrieb er weiterhin Texte und arbeitete an eigenen Songs, war sich jedoch nicht sicher, ob er sie für eine Veröffentlichung fertigstellen könne.
Die weitere Geschichte von a-ha sollte deshalb offen betrachtet werden. Nach mehreren Trennungen und Wiedervereinigungen hat die Band bereits mehrfach gezeigt, dass ihre Aktivität keinem gewöhnlichen Albumzyklus folgt. Nach Harkets Mitteilung wurden die Aussichten auf neue Konzerte und Studioarbeiten jedoch ungewiss.
Musikalischer Stil
Die bekannteste Phase von a-ha wird mit Synth-Pop, New Wave und Popmusik verbunden, doch der Katalog der Band ist wesentlich breiter. Bereits Scoundrel Days war dunkler und näher am alternativen Pop-Rock, East of the Sun, West of the Moon verstärkte den Einsatz von Liveinstrumenten, Memorial Beach näherte sich einem schwereren Gitarrensound, während Foot of the Mountain die Synthesizer wieder in den Vordergrund rückte.
Ein besonderes Merkmal bleibt Morten Harkets Stimme. Sein hoher Stimmumfang, die Fähigkeit, schnell zwischen weicher und kraftvoller Interpretation zu wechseln, sowie lang gehaltene Töne wurden zu einigen der bekanntesten Bestandteile des a-ha-Sounds. Ebenso wichtig ist jedoch das Songwriting: Viele der größten Songs der Band wurden von Pål Waaktaar-Savoy geschrieben, häufig allein oder gemeinsam mit Magne Furuholmen und Harket.
Der Einfluss von a-ha reicht längst weit über den Synth-Pop der 1980er hinaus. Insbesondere Coldplay haben wiederholt öffentlich über ihre Bewunderung für die Band gesprochen, während die charakteristische Verbindung aus elektronischer Klangtextur, großen Melodien und Melancholie später zu einem wichtigen Bestandteil der musikalischen Sprache mehrerer Generationen europäischer Pop- und Rockmusik wurde.
Studioalben von a-ha
| Jahr | Album | Wichtige Songs |
|---|---|---|
| 1985 | Hunting High and Low | Take On Me, The Sun Always Shines on T.V., Hunting High and Low |
| 1986 | Scoundrel Days | I've Been Losing You, Cry Wolf, Manhattan Skyline |
| 1988 | Stay on These Roads | Stay on These Roads, The Living Daylights, Touchy! |
| 1990 | East of the Sun, West of the Moon | Crying in the Rain, Early Morning, I Call Your Name |
| 1993 | Memorial Beach | Dark Is the Night for All, Move to Memphis, Angel in the Snow |
| 2000 | Minor Earth Major Sky | Summer Moved On, Minor Earth Major Sky, Velvet |
| 2002 | Lifelines | Forever Not Yours, Lifelines |
| 2005 | Analogue | Analogue (All I Want), Celice, Cosy Prisons |
| 2009 | Foot of the Mountain | Foot of the Mountain, Nothing Is Keeping You Here, Shadowside |
| 2015 | Cast in Steel | Under the Makeup, Cast in Steel, The Wake |
| 2022 | True North | I'm In, You Have What It Takes, Forest for the Trees |
MTV Unplugged — Summer Solstice von 2017 ist eine eigenständige akustische Liveveröffentlichung und zählt daher nicht zu den elf Studioalben.
Auszeichnungen und Erfolge
- 1985 — Spellemannprisen: Hunting High and Low gewann in der Pop-Kategorie, während a-ha als Årets Spellemann zu den wichtigsten Künstlern des Jahres gekürt wurden.
- 1986 — MTV Video Music Awards: acht Auszeichnungen für Take On Me und The Sun Always Shines on T.V.; allein das Video zu Take On Me erhielt sechs Preise.
- 1986 — Spellemannprisen: Scoundrel Days gewann in der Kategorie Pop; die Band erhielt außerdem den Ehrenpreis der Jury, während das Video zu Hunting High and Low als Musikvideo des Jahres ausgezeichnet wurde.
- 1991 — Rock in Rio: rund 198.000 zahlende Zuschauer beim a-ha-Konzert im Maracanã – damals ein Festivalrekord.
- 2000 — Spellemannprisen: Ehrenpreis sowie eine Auszeichnung für das Musikvideo zu Velvet.
- 2006 — Q Awards: Q Inspiration Award für ihren Einfluss und ihre langjährige Karriere.
- 2010 — Spellemannprisen: Ehrenauszeichnung des Jahres.
- 2000 — Guinness World Records: Morten Harkets 20,2 Sekunden lang gehaltener Ton in Summer Moved On.
Take On Me und das Vermächtnis von a-ha
Die historische Bedeutung von a-ha wird häufig mit einem einzigen Musikvideo verbunden, doch diese Sichtweise unterschätzt die Band deutlich. Take On Me wurde tatsächlich zu einem globalen Symbol der MTV-Ära, aber bereits Scoundrel Days zeigte eine wesentlich dunklere und komplexere Seite des Trios, The Living Daylights verband die Gruppe mit der Geschichte von James Bond, und die Rückkehr mit Minor Earth Major Sky bewies, dass das Publikum auch nach einer jahrelangen Pause geblieben war.
Besonders aufschlussreich ist die Geschichte von Take On Me selbst. Im Februar 2020 überschritt das offizielle Video eine Milliarde Aufrufe auf YouTube, und im September 2024 wurde es zum ersten Musikvideo der 1980er, das zwei Milliarden Aufrufe erreichte. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Song auch mehr als zwei Milliarden Streams auf Spotify erreicht.
Das musikalische Vermächtnis von a-ha beschränkt sich jedoch nicht auf Nostalgie für die 1980er. Die Band veränderte ihren eigenen Sound mehrfach bewusst, trennte sich, fand wieder zusammen, arrangierte ältere Songs akustisch neu und veröffentlichte 37 Jahre nach ihrem Debütalbum mit True North ein neues Studioalbum mit Orchester und eigenständigem visuellen Konzept.
Genau diese Geschichte macht a-ha zu weit mehr als einer Band mit einem einzigen weltweiten Hit. Take On Me öffnete den Weg auf die internationale Bühne, doch für die Langlebigkeit sorgten der melodische Stil von Pål Waaktaar-Savoy und Magne Furuholmen, Morten Harkets unverwechselbare Stimme und die Fähigkeit des Trios, in völlig unterschiedlichen Lebensphasen immer wieder zur gemeinsamen Musik zurückzufinden.




