Lost Frequencies

666 — ist ein deutsches Elektronikprojekt, das 1997 von den Produzenten und DJs Thomas Detert und Mike Griesheimer gegründet wurde. Seine größte Bekanntheit erlangte das Duo Ende der 1990er- und Anfang der 2000er-Jahre mit Tracks wie «Alarma!», «Diablo», «Amokk», «Paradoxx», «Bomba!», «D.E.V.I.L.» und «Supa-Dupa-Fly».
Die Musik von 666 bewegte sich an der Schnittstelle von Hard Trance, Hard House, Eurodance und der Club-Elektronik der späten 1990er-Jahre. Zu den charakteristischen Merkmalen des Projekts gehörten ein schwerer geradliniger Rhythmus, kurze Synthesizer-Riffs, sich wiederholende Vocal-Kommandos sowie der Einsatz der spanischen und englischen Sprache.
Ein eigener Bestandteil des 666-Images war eine bewusst dämonische visuelle Ästhetik: die Zahl 666, Hörner, Feuer, umgedrehte Symbole und Bühnenfiguren. Die Schöpfer des Projekts selbst verbanden den Namen jedoch nicht mit religiösen Überzeugungen — die provokante Symbolik war Teil des Club-Images und ein Mittel, das Projekt leicht wiedererkennbar zu machen.
Thomas Detert und Mike Griesheimer vor 666
Vor der Gründung von 666 arbeiteten Thomas Detert und Mike Griesheimer bereits seit mehreren Jahren mit Dance-Musik.
In der ersten Hälfte der 1990er-Jahre waren sie mit dem deutschen Eurodance-Projekt Activate verbunden. Zu dessen bekanntesten Aufnahmen gehören «Let the Rhythm Take Control» und «Save Me».
In den offiziellen Credits von «Save Me» aus dem Jahr 1994 werden Thomas Detert, Mike Griesheimer, Andreas Hötter und Alexander Stiepel als Autoren genannt. Die Aufnahme war im für die erste Hälfte der 1990er typischen Euro-House-Stil aufgebaut: weiblicher Gesang, ein schneller elektronischer Rhythmus und ein Synthesizer-Refrain.
Die Erfahrungen mit Activate kamen Detert und Griesheimer später zugute, doch für das neue Projekt wollten sie die Musik deutlich härter und strukturell einfacher gestalten.
Die Gründung von 666
Das Projekt 666 entstand im Jahr 1997.
Detert und Griesheimer bildeten den Kern im Studio. Sie schrieben, arrangierten, produzierten und mischten den Großteil des Materials.
Auf der Bühne sah das Projekt jedoch anders aus. Die Produzenten selbst waren nicht immer für das Publikum zu sehen: Die Live-Seite von 666 wurde von Tänzern und Figuren in dämonischer Stilrichtung repräsentiert. In Quellen wird eine männliche Bühnenfigur namens Demon sowie weibliche Tänzerinnen erwähnt.
Eine solche Trennung war für die europäische Dance-Szene der 1990er-Jahre typisch: Studioproduzenten konnten die Musik erschaffen, während eine visuelle Besetzung das Projekt in Fernsehsendungen, Musikvideos und bei Clubauftritten repräsentierte.
Woher der Name 666 stammt
Die Zahl 666 wurde bewusst gewählt, weil sie sofort mit der «Zahl des Tieres» aus der Offenbarung des Johannes assoziiert wird.
Die Schöpfer des Projekts betonten jedoch, dass sie mit dem Namen keine religiöse oder satanistische Ideologie verbanden.
Das Hauptziel bestand darin, einen kurzen Namen zu finden, den man auf einem Plattencover oder Clubplakat unmöglich übersehen konnte.
Diesem Prinzip folgte auch die gesamte visuelle Sprache von 666: Dämonen, rot-schwarze Grafiken, Feuer, Hörner, düstere Schriftarten und eine bewusst theatralische «Höllen»-Ästhetik.
Alarma!
Die erste große Veröffentlichung von 666 war «Alarma!», die 1997 erschien.
Der Track definierte nahezu sofort die Formel des Projekts: ein schwerer Four-on-the-Floor-Kick, ein kurzes Synthesizer-Motiv, minimaler Text und ein sich wiederholender spanischsprachiger Vocal-Hook.
«Alarma!» unterschied sich deutlich vom melodischeren Eurodance, der wenige Jahre zuvor dominiert hatte. Die klassische Songstruktur mit Strophen und Refrain war fast vollständig verschwunden — stattdessen funktionierte das Stück wie eine Abfolge kurzer Kommandos und rhythmischer Signale.
Die Single war besonders außerhalb Deutschlands erfolgreich. Sie erreichte Platz 6 in Frankreich, Platz 5 in Norwegen, Platz 24 in Österreich, Platz 31 in Schweden und schaffte es in die britischen Top 60.
Gerade der internationale Erfolg von «Alarma!» machte aus 666 mehr als nur ein weiteres deutsches Clubprojekt und etablierte den Namen auf der europäischen Dance-Szene.
Diablo und Amokk
1998 folgten «Diablo» und «Amokk».
«Diablo» behielt den spanischsprachigen Stil bei und erreichte Platz sechs in Frankreich sowie Platz zehn in Norwegen.
«Amokk» wurde zu einem weiteren großen europäischen Hit: Der Track erreichte Platz 4 in Norwegen, die Top 10 in Frankreich und war auch in Österreich, Belgien und Schweden erfolgreich.
Musikalisch entwickelten beide Aufnahmen dieselbe Grundidee weiter, klangen jedoch nicht identisch. «Diablo» setzte stärker auf Trance-Synthesizer, während «Amokk» um ein beinahe industrielles, sich wiederholendes Riff und ein aggressives Vocal-Sample aufgebaut war.
Das Album Paradoxx
Im Jahr 1998 erschien das Debütalbum Paradoxx.
Die Hauptversion enthielt:
- «Cathedral of Sin»;
- «Amokk»;
- «Get Up 2 Da Track (666 Is Back)»;
- «La Vasca Se Mueve»;
- «La Tierra Ya Destruida»;
- «Alarma!»;
- «Paradoxx»;
- «Los Niños del Demonio»;
- «Diablo»;
- «El Fuego»;
- «I'm Your Nitemare»;
- «The 666 Megamix».
Zwischen den Haupttracks wurden zudem kurze Intros und Interludes eingesetzt, die das übergreifende Horror-Konzept unterstützten.
Paradoxx verkaufte sich besonders gut in Nordeuropa. Das Album erreichte Platz zwei in Norwegen, Platz vier in Schweden, gelangte in die Charts von Finnland und Frankreich und erreichte in Dänemark sogar Platz eins.
Gerade dieses Album enthält praktisch den gesamten frühen Track-Kern, mit dem der Name 666 bis heute verbunden wird.
Paradoxx
Die gleichnamige Single «Paradoxx» erschien ebenfalls 1998.
Auf ihr verlagerte 666 den Schwerpunkt etwas vom direkten Hard-House-Druck hin zu einem deutlicheren Trance-Sound.
Der Track gelangte in die Charts von Deutschland, Österreich, Belgien, Frankreich und Schweden.
Obwohl «Paradoxx» nicht die kommerziell erfolgreichste Single des Projekts war, wurde sie dank Musikvideo, Logo und charakteristischem Riff zu einer seiner bekanntesten Aufnahmen.
Nitemare
Im Jahr 1999 erschien Nitemare.
Die Veröffentlichung wird manchmal als zweites vollwertiges Studioalbum von 666 bezeichnet, doch das ist nicht ganz korrekt. Ein großer Teil des Materials bestand aus neuen Versionen, Remixen und Überarbeitungen von Songs aus Paradoxx.
Daher ist Nitemare eher als Übergangs- und Remixprojekt zwischen dem ersten Album und der folgenden Phase zu verstehen.
In diesem Zeitraum erschienen außerdem «I'm Your Nitemare», «Get Up 2 Da Track», «Bomba!» und «The Demon».
Bomba!
«Bomba!» führte die spanischsprachige Linie von 666 fort.
Im Gegensatz zu den düstereren «Amokk» und «Diablo» bewegte sich der Song näher an einer ausgelasseneren Club-Dance-Ästhetik, behielt jedoch den charakteristischen schweren Rhythmus bei.
Die Single schaffte es in die französischen und schwedischen Charts.
Spanisch wurde generell zu einem der bekanntesten Merkmale des Projekts. Für die deutschen Produzenten ging es dabei nicht darum, wie eine lateinamerikanische Gruppe zu wirken: Kurze spanische Wörter wurden vor allem wegen ihres Rhythmus, ihres Klangs und ihrer Eignung als Club-Hook verwendet.
D.E.V.I.L.
Im Jahr 2000 erschien «D.E.V.I.L.».
Die Aufnahme wurde zu einem der auffälligsten späteren Hits der klassischen Phase von 666.
Besonders erfolgreich war der Song in Großbritannien, wo er Platz 18 der UK Singles Chart erreichte. Für ein Projekt, dessen Popularität sich überwiegend auf Kontinentaleuropa und Skandinavien konzentrierte, war dies ein bedeutendes Ergebnis.
In Schweden erreichte «D.E.V.I.L.» Platz 19, in Frankreich Platz 35.
Who's Afraid Of...?
Im Jahr 2000 erschien das zweite zentrale Studioalbum Who's Afraid Of...?. In einigen Ländern wurden Ausgaben des Albums mit 2001 datiert.
Das Album enthielt:
- «D.E.V.I.L.»;
- «2 the Maxx»;
- «Ruido Sintetico»;
- «Bomba!»;
- «Prince of Darkness»;
- «The Demon»;
- «Mueve (Go)»;
- «Dance 2 Disco»;
- «Salute!».
Die Arrangements wurden etwas abwechslungsreicher. Neben harten Trance- und Hard-House-Tracks tauchten auch geradlinigere Dance-Stücke mit englischsprachigen Vocal-Parts auf.
Who's Afraid Of...? gelangte in die Albumcharts mehrerer europäischer Länder, darunter Dänemark, Frankreich und Schweden.
Dance 2 Disco
Der Track «Dance 2 Disco» erschien auf Who's Afraid Of...?.
In der ursprünglichen Version der Biografie wurde er fälschlicherweise als Veröffentlichung aus dem Jahr 2002 bezeichnet. Der Track selbst stammt aus dem Jahr 2000.
Der Song ist deutlich weicher als die frühen «Alarma!» oder «Amokk»: Tempo und Struktur nähern sich gewöhnlichem Club/Dance an, während im Gesang englische und spanische Phrasen kombiniert werden.
Die Single erreichte die französischen Charts.
Supa-Dupa-Fly
Ende 2001 veröffentlichte 666 «Supa-Dupa-Fly».
Der Track basiert auf einem englischsprachigen gesprochenen Vocal-Hook und einem schweren bassorientierten Rhythmus. In verschiedenen Ausgaben erschienen Remixe von Mario Lopez, Sezam und weiteren Produzenten.
Der Song gelangte in die Charts von Deutschland, Österreich, Frankreich und Schweden.
Später wurde «Supa-Dupa-Fly» zu einer der am häufigsten neu bearbeiteten Veröffentlichungen von 666. Neue Versionen erschienen auch in späteren Jahrzehnten, und der Vocal-Hook selbst wurde von anderen Hardstyle- und Dance-Produzenten verwendet.
Hellraiser
Die Veröffentlichung Hellraiser, die Anfang der 2000er-Jahre erschien, wird häufig fälschlicherweise zu den regulären Studioalben von 666 gezählt.
Tatsächlich handelt es sich eher um eine Sammlung der bekanntesten und erfolgreichsten Aufnahmen des Projekts.
Die Tracklist enthielt «Amokk», «Supa-Dupa-Fly», «D.E.V.I.L.», «Bomba!», «The Demon», «Alarma!», «Paradoxx», «Dance 2 Disco», «Diablo», «2 the Maxx» und «I'm Your Nitemare».
Es existierte außerdem eine Doppel-Disc-Ausgabe mit DVD, auf der Musikvideos enthalten waren.
Daher ist es nicht korrekt, Hellraiser als drittes reguläres Studioalbum mit neuem Material zu betrachten.
Rhythm Takes Control und Insanity
Nach dem Höhepunkt Ende der 1990er-Jahre veröffentlichte das Projekt weiterhin neue Singles.
Im Jahr 2002 erschien «Rhythm Takes Control». In Schweden erreichte der Track die Top 50, in Frankreich den unteren Bereich der nationalen Charts.
Im Jahr 2003 folgte «Insanity».
Zu diesem Zeitpunkt hatte sich die europäische Clubszene bereits deutlich verändert. Eurodance und Hard Trance der späten 1990er wurden zunehmend von Electro House, Hands Up und neuen Formen des kommerziellen Trance abgelöst.
666 passte die Produktion an, konnte jedoch nicht mehr an den Umfang der Charterfolge von «Alarma!» und «Amokk» anknüpfen.
Dance Now! und Policía
2004 erschien die Single «Dance Now!».
Im Jahr 2005 folgte «Policía».
In der Diskografie sollte der Titel «Policía» und nicht «Policeman» verwendet werden. Der Track wurde von Thomas Detert und Mike Griesheimer geschrieben.
«Policía» war überraschend erfolgreich in Finnland und erreichte dort die nationalen Top 10.
Es war eine der letzten auffälligen neuen Veröffentlichungen der ersten 666-Phase.
Pause und andere Projekte
Nach 2005 ging die Aktivität von 666 deutlich zurück.
Thomas Detert und Mike Griesheimer verließen die elektronische Musik jedoch nicht. Eines ihrer bekanntesten späteren Projekte wurde Vinylshakerz.
2005 erzielte Vinylshakerz mit einer neuen Version von «One Night in Bangkok» einen großen europäischen Clubhit.
Diese Arbeit zeigt, dass der Rückgang der 666-Aktivität weniger mit einem Rückzug der Produzenten aus der Musikindustrie zusammenhing als mit dem Wechsel zu anderen Projektnamen und einem Sound, der Mitte der 2000er aktueller war.
The Ways Are Mystic
Im Jahr 2007 erschien The Ways Are Mystic.
Es handelt sich dabei nicht um ein neues Studioalbum, sondern um eine umfangreiche Sammlung von Singles und überarbeiteten Versionen aus verschiedenen Phasen von 666.
Enthalten waren «Dance Now!», «Amokk», «Policía», «Bomba!», «Alarma!», «Dance 2 Disco», «Rhythm Takes Control», «Supa-Dupa-Fly», «Paradoxx», «D.E.V.I.L.», «Diablo» und weitere Aufnahmen.
Die Compilation zog faktisch einen Schlussstrich unter die ursprüngliche Phase der Projektgeschichte.
Die Rückkehr von 666
Obwohl 666 häufig als Projekt bezeichnet wird, das 2005 beendet wurde, wurde der Katalog in den folgenden Jahren regelmäßig neu aufgelegt, neue Remixe erschienen und Detert und Griesheimer kehrten immer wieder zum Namen 666 zurück.
Im Jahr 2017 erschien mit «Exit the Arena» eine vollständig neue Single.
Thomas Detert und Mike Griesheimer wurden erneut als Autoren, Produzenten und Arrangeure genannt.
Für den Track entstanden außerdem Versionen von Vinylshakerz, wodurch die Veröffentlichung direkt zwei Projekte derselben Produzenten miteinander verband.
Alarma! in der neuen Elektronikszene
«Alarma!» entwickelte eine besonders lange Lebensdauer.
Seit der Originalveröffentlichung von 1997 wurde der Song wiederholt neu aufgelegt und remixt. Der kurze Vocal-Hook erwies sich als besonders geeignet für Hardstyle, Big Room, Techno und moderne Festival-Dance-Musik.
Im Jahr 2024 veröffentlichten der dänische Produzent Martin Jensen, der australische DJ Timmy Trumpet und 666 gemeinsam den Track «Ritmo Fatal (Alarma!)».
In den offiziellen Credits werden erneut Thomas Detert und Mike Griesheimer genannt, während 666 selbst als einer der Interpreten und Produzenten aufgeführt ist.
Damit lebte «Alarma!» mehr als ein Vierteljahrhundert nach dem Original in einer völlig anderen Generation elektronischer Festivalmusik weiter.
Musikstil
666 wird häufig dem Eurodance zugerechnet, doch diese Einordnung ist allein zu weit gefasst.
Die frühen Arbeiten sind deutlich härter als der typische Eurodance der ersten Hälfte der 1990er-Jahre. Die bekannte Struktur aus «weiblichem Refrain + männlichem Rap», die für viele Projekte des Genres charakteristisch war, fehlt nahezu vollständig.
Die meisten Tracks basieren auf einem sehr kurzen Riff. Dieses wiederholt sich fast während des gesamten Stücks, während die Entwicklung durch Filter, Breaks, Veränderungen im Schlagzeug und zusätzliche Vocal-Kommandos entsteht.
Diese Struktur war in erster Linie für Clubs und DJ-Sets gedacht, weshalb Extended Mixes häufig wichtiger sind als die Albumversionen.
Spanischsprachige Vocal-Phrasen
Eines der auffälligsten Merkmale von 666 ist der häufige Einsatz der spanischen Sprache.
Sie taucht in «Alarma!», «Diablo», «Bomba!», «Mueve», «Policía» und weiteren Tracks auf.
Spanisch wird dabei nicht für komplexe Erzählungen verwendet. Meist handelt es sich um eine oder mehrere kurze Phrasen, die fast wie ein zusätzliches Rhythmusinstrument funktionieren.
Für ein internationales Publikum war die wörtliche Bedeutung des Textes oft weniger wichtig als seine Phonetik: Die Wörter sollten sich leicht zur Musik mitrufen lassen und sofort im Gedächtnis bleiben.
In anderen Aufnahmen, darunter «Supa-Dupa-Fly», verwendete 666 englischsprachige Vocal-Hooks.
Visuelles Erscheinungsbild
Das grafische Konzept war ein wichtiger Bestandteil des Projekts.
Auf den Covern erscheinen regelmäßig Dämonen, Schädel, Feuer, Hörner und rot-schwarze Symbolik. Songtitel wie «Diablo», «D.E.V.I.L.», «The Demon» und «Prince of Darkness» führten dasselbe Thema fort.
Die Musik selbst hatte jedoch nichts mit Black Metal oder religiösem Satanismus zu tun.
Es handelte sich um eine bewusst überzeichnete Clubästhetik — fast wie ein Comic oder Horrorfilm, übertragen auf ein Dance-Projekt.
Dadurch hob sich 666 visuell von zahlreichen europäischen Produzentenprojekten ab, die ähnliche Clubmusik unter neutraleren Namen veröffentlichten.
Wichtige Veröffentlichungen
- 1997 — «Alarma!»;
- 1998 — «Diablo»;
- 1998 — «Amokk»;
- 1998 — «Paradoxx»;
- 1999 — «I'm Your Nitemare»;
- 1999 — «Get Up 2 Da Track (666 Is Back)»;
- 1999 — «Bomba!»;
- 1999 — «The Demon»;
- 2000 — «D.E.V.I.L.»;
- 2000 — «Dance 2 Disco»;
- 2001 — «Supa-Dupa-Fly»;
- 2002 — «Rhythm Takes Control»;
- 2003 — «Insanity»;
- 2004 — «Dance Now!»;
- 2005 — «Policía»;
- 2017 — «Exit the Arena»;
- 2024 — «Ritmo Fatal (Alarma!)» — mit Martin Jensen und Timmy Trumpet.
Wichtige Albumveröffentlichungen
- 1998 — Paradoxx — reguläres Debüt-Studioalbum;
- 1999 — Nitemare — Remix- und Übergangsveröffentlichung;
- 2000 — Who's Afraid Of...? — zweites reguläres Studioalbum;
- 2001/2002 — Hellraiser — Compilation / Best of;
- 2007 — The Ways Are Mystic — Sammlung von Singles und bekannten Tracks.
Mitglieder und Studioteam
- Thomas Detert — Gründer, Autor, Produzent, Arrangeur;
- Mike Griesheimer — Gründer, Autor, Produzent, Arrangeur.
Bei einigen frühen Arbeiten überschnitten sich die Wege der Projektmacher außerdem mit Andreas Hötter und Alexander Stiepel, die bereits aus dem Umfeld von Activate bekannt waren.
Die Live- und visuelle Seite wurde von zusätzlichen Bühnenmitgliedern und Tänzern dargestellt. Deshalb sollte die Besetzung, die das Publikum in Musikvideos oder bei Auftritten sah, nicht automatisch als zentrales Produzententeam von 666 betrachtet werden.
666 und die elektronische Musik der späten 1990er
666 entstand zu einer Zeit, als die klassische Eurodance-Welle bereits nachließ und sich die europäische Clubszene in Richtung härterer Trance- und Hard-House-Formen bewegte.
Detert und Griesheimer standen genau zwischen diesen beiden Phasen. Vom Eurodance behielten sie einfache Vocal-Hooks und die starke Ausrichtung auf Singles bei, machten den Rhythmus jedoch schwerer, reduzierten die traditionelle Songstruktur und rückten die Produktion näher an Club-orientierte 12-Inch-Veröffentlichungen.
Der größte Erfolg des Projekts beschränkte sich nicht auf Deutschland. Besonders stark war das Publikum in Frankreich und Skandinavien: Paradoxx erreichte Platz zwei in Norwegen, während «Alarma!», «Diablo» und «Amokk» dort jeweils die Top 10 erreichten.
In Großbritannien war «D.E.V.I.L.» mit Platz 18 der größte Erfolg.
Vermächtnis
Das wichtigste Vermächtnis von 666 hängt weniger mit der Anzahl veröffentlichter Alben zusammen als mit mehreren äußerst wiedererkennbaren Clubformeln.
«Alarma!», «Amokk», «Diablo» und «Supa-Dupa-Fly» erwiesen sich als besonders gut geeignetes Material für spätere DJ-Generationen: Die einfachen Hooks lassen sich leicht aus Hard House in Hardstyle, Techno oder Festival-EDM übertragen.
Dadurch lebte der Katalog des Projekts auch nach dem Ende seiner aktivsten Phase weiter. Ältere Tracks erhielten regelmäßig neue Remixe, und «Ritmo Fatal (Alarma!)» zeigte 2024, dass der Name 666 nicht nur für Retro-Neuauflagen, sondern auch für moderne offizielle Veröffentlichungen genutzt werden kann.
666 bleibt ein charakteristisches Beispiel für ein europäisches Dance-Projekt der späten 1990er-Jahre, bei dem Musik, Bühnenbild und provokantes Design Teil eines gemeinsamen Konzepts waren. Hinter der düsteren Symbolik stand jedoch ein ausgesprochen pragmatisches Produktionssystem von Thomas Detert und Mike Griesheimer, das in erster Linie für den Club-Dancefloor entwickelt wurde.






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