In Moskau wurde das Vermögen von Morgenshtern beschlagnahmt. Das Gericht verbot Transaktionen mit seiner Immobilie.
Am 18. Januar 2025 wurde bekannt, dass das Vermögen des Rappers Alisher Morgenshtern (in der Russischen Föderation als ausländischer Agent eingestuft) beschlagnahmt wurde. Das Gericht schränkte die Möglichkeit ein, rechtliche Handlungen mit mehreren Immobilienobjekten vorzunehmen, darunter:
- Ein Grundstück und ein Wohnhaus im Bezirk Istra in der Region Moskau.
- Ein Nichtwohngebäude sowie drei weitere Nichtwohnräume.
Die Beschlagnahmung steht im Zusammenhang mit einem Strafverfahren, das im September 2024 nach Artikel 330.1 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation (Nichterfüllung der Pflichten eines ausländischen Agenten) eingeleitet wurde, auf Grundlage der am 17. Januar 2025 erhobenen Anklage. Die Sanktionen dieses Artikels sehen eine Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren vor.
Stellungnahme des Anwalts
Der Anwalt des Rappers, Sergej Zhorin, erklärte, dass weder Morgenshtern noch sein Verteidigungsteam eine offizielle Benachrichtigung über die Beschlagnahmung des Vermögens erhalten hätten. Seinen Angaben zufolge sei die Gerichtsentscheidung unbegründet, und die Verteidigung beabsichtige, diese gemäß den gesetzlichen Bestimmungen anzufechten.
Hintergrund der Ereignisse
Im Mai 2022 wurde Morgenshtern in das Register der ausländischen Agenten aufgenommen. Im November 2021 warf der Vorsitzende des Ermittlungskomitees der Russischen Föderation, Alexander Bastrykin, dem Künstler vor, über soziale Netzwerke Drogen zu propagieren, woraufhin der Rapper Russland verließ.
Die aktuellen Entwicklungen werden als Fortsetzung eines langjährigen Konflikts zwischen dem Künstler und den russischen Behörden betrachtet, der bereits im Jahr 2021 begann. Endgültige Schlussfolgerungen in dem Fall können jedoch erst nach Abschluss des Gerichtsverfahrens gezogen werden.
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