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Trancestep — hypnotischer Drum & Bass mit Trance-Atmosphäre | Minatrix.FM

Robert Miles - Children (Serge Gri cover)

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Serge Gri - Dunemyte party 3

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Serge Gri - Dunemyte party

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Klute - Saviour

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Trancestep — hypnotischer Trance in Drum-&-Bass-Geschwindigkeit

Trancestep ist ein Substil elektronischer Musik, der an der Schnittstelle von Trance und Drum & Bass entstanden ist. Atmosphärische, hypnotische Melodien treffen hier auf hohes Tempo und gebrochene Rhythmen. Es ist Musik, bei der Trance nicht verlangsamt, sondern das Bewusstsein beschleunigt.

Heute wird Trancestep immer häufiger online gehört — als nischiges, aber ausdrucksstarkes Genre für nächtliche Sets, Konzentration und tiefes Eintauchen in den Flow.

Was Trancestep im Kern ausmacht

Trancestep ist nicht einfach „DnB mit Trance-Synths“. Sein Wesen liegt in einem Zustand.

Das Genre basiert auf:

  • der Geschwindigkeit von Drum & Bass,
  • trancigen Pads und Arpeggios,
  • langen, sich entwickelnden Melodien,
  • minimalistischem, aber dichtem Bass,
  • einem Gefühl permanenter Bewegung.

Während klassischer Trance mit Builds und Höhepunkten arbeitet, erzeugt Trancestep einen kontinuierlichen hypnotischen Fluss ohne abrupte Peaks.

Geschichte des Genres: als Trance auf Jungle traf

1. Voraussetzungen (Mitte der 1990er-Jahre)

Mitte der 1990er experimentierte die elektronische Szene intensiv mit hybriden Formen. Jungle und Drum & Bass entwickelten sich parallel zu Trance und Progressive House, und Produzenten begannen:

  • atmosphärische Trance-Elemente in schnelle Formate zu übertragen,
  • trancige Melodien über Breakbeat-Rhythmen zu legen,
  • Alternativen zur harten Techstep-Ästhetik zu suchen.

2. Entstehung von Trancestep (Ende der 1990er)

Gegen Ende der 1990er etablierte sich der Begriff Trancestep für Tracks, bei denen:

  • das DnB-Tempo erhalten blieb,
  • trancige Harmonien dominierten,
  • der Rhythmus als Bewegung statt Aggression diente.

Das Genre entwickelte sich hauptsächlich in der Underground-Szene und strebte nie nach Mainstream-Erfolg.

3. Verbindung zu atmosphärischem DnB

Trancestep überschneidet sich stark mit:

  • Atmospheric Drum & Bass,
  • frühem Intelligent DnB,
  • melodic Jungle.

In vielerlei Hinsicht wurde es zur Brücke zwischen Club-Geschwindigkeit und meditativem Sound.

Klangbild und technische Eigenschaften von Trancestep

Aus technischer Sicht vereint Trancestep Elemente aus zwei Welten:

  • Tempo: 160–175 BPM
  • Rhythmus: Breakbeat, weich und fließend
  • Melodien: Trance-Leads, Arpeggios und Pads
  • Bass: gleichmäßig, unterstützend, nicht aggressiv
  • Atmosphäre: weitläufig, kosmisch

Die Produktion setzt oft auf lange Übergänge und graduelle Entwicklungen statt auf Drops.

Trancestep und die Philosophie von Organic / Atmospheric Sound

Trotz seiner elektronischen Natur fügt sich Trancestep gut in den modernen Trend des Organic / Atmospheric Sound ein:

  • minimale harte Kompression,
  • starker Fokus auf räumliche Tiefe,
  • sanfte Dynamik,
  • ein Gefühl des „Atmens“ im Track.

Das ist elektronische Musik, die nicht überfordert, selbst bei hohem BPM.

Unterschiede zu verwandten Genres

Verwechslungen sind häufig, daher ist eine klare Abgrenzung wichtig:

  • Trance — langsamer, gerader Beat, cluborientierte Builds
  • Liquid Funk — Soul und Vocals wichtiger als Hypnose
  • Atmospheric DnB — weniger ausgeprägte Trance-Melodien
  • Trancestep — Trance-Denken in DnB-Geschwindigkeit

Trancestep klingt stets luftiger und tiefer als die meisten Drum-&-Bass-Substile.

Zentrale Künstler und Szene

Das Genre war nie massentauglich, doch seine Entwicklung ist eng mit Produzenten verbunden, die an stilistischen Grenzen arbeiteten:

  • LTJ Bukem — atmosphärische und melodische Basis
  • Peshay — tranceartige Sensibilität im Jungle
  • Blu Mar Ten — Tiefe und harmonische Komplexität
  • Omni Trio — melodisches Denken
  • Sebastian — frühe klangliche Experimente

Viele ihrer Tracks werden rückblickend als Trancestep eingeordnet.

Trancestep als Hintergrundmusik und für Konzentration

Trotz des hohen Tempos eignet sich Trancestep hervorragend als:

  • Hintergrundmusik,
  • Musik zur Konzentration,
  • nächtliches Radioformat.

Der gleichmäßige Fluss und die hypnotischen Melodien ermöglichen langes Hören ohne Ermüdung.


Häufig gestellte Fragen zu Trancestep (FAQ)

Ist Trancestep ein Drum-&-Bass-Substil?

Ja. Formal ist es ein DnB-Substil mit starkem Einfluss von Trance und atmosphärischer Elektronik.

Warum wurde Trancestep nie Mainstream?

Weil er auf Zustand und Tiefe ausgerichtet ist, nicht auf sofortige Dancefloor-Wirkung.

Wird Gesang in Trancestep verwendet?

Selten. Wenn doch, dann als atmosphärisches Element und nicht als Pop-Struktur.

Lässt sich Trancestep mit Trance mixen?

Ja, häufiger wird er jedoch mit atmosphärischem oder melodischem DnB gemixt, um das Tempo zu halten.


Trancestep ist Trance ohne Verlangsamung — Hypnose bei hoher Geschwindigkeit und eine seltene Balance zwischen Bewegung und Meditation. Ein Genre für alle, die Tiefe im Rhythmus suchen, nicht nur Energie.

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