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Raggacore — seltene Tracks und Underground-Szenen | Minatrix.FM

Venetian Snares - Swindon

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Venetian Snares - Li2CO3

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Venetian Snares - Duffy

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Venetian Snares - My Half

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Venetian Snares - Tache

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Cardopusher - Mutant Brain

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Cardopusher - Initial Decay Ft. LBeeze

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Cardopusher - Abyss Antidote

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Cardopusher - Disobedience Ft. Lbeeze

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Cardopusher - Just A Ride

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Cardopusher - Body Count

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Cardopusher - Glass Tears

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Cardopusher - Programmed To Consume

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Cardopusher - Neverlasting (Schwefelgelb Remix)

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Cardopusher - Neverlasting

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Raggacore — maximale Geschwindigkeit, jamaikanischer Vibe und digitales Chaos

Raggacore ist ein extremer Subgenre elektronischer Musik, das an der Schnittstelle von ragga jungle, breakcore und der hardcore-Ästhetik entstanden ist. Es kombiniert jamaikanischen Ragga-Gesang und Dancehall-Samples mit extremen Tempi, aggressiv geschnittenen Breaks und bewusst chaotischen Strukturen.

Heute wird Raggacore online gehört als radikale Form der Basskultur — Musik für alle, denen klassischer jungle und drum & bass zu glatt und zu kontrolliert erscheinen.

Was ist Raggacore?

Ohne Vereinfachung lässt sich sagen: Raggacore ist ragga jungle bis an die absolute Grenze getrieben.

Zentrale Merkmale des Genres:

  • extrem hohe Tempi,
  • gebrochene, „zersplitterte“ Breaks,
  • aggressive Ragga- und dancehall-Samples,
  • minimaler oder stark verzerrter Bass,
  • bewusster Chaos-Einsatz als künstlerisches Mittel.

Raggacore will nicht komfortabel sein. Es ist Musik der Überlastung, des Straßenlärms und des digitalen Wahnsinns.

Geschichte des Genres: von Jungle zur Breakcore-Ästhetik

1. Wurzeln: Ragga Jungle (Anfang der 1990er)

Raggacore hat seine Wurzeln im ragga jungle, wo:

  • jamaikanische Vocal-Samples verwendet wurden,
  • Amen-Breaks dominierten,
  • die Energie der Sound-System-Kultur spürbar war.

Dieses Fundament gab dem Genre Rhythmus und Stimme.

2. Einfluss von Hardcore und Breakcore (Ende der 1990er)

In der zweiten Hälfte der 1990er begann sich die elektronische Szene zu radikalisieren:

  • die Tempi wurden schneller,
  • Track-Strukturen zerfielen,
  • Produzenten stellten sich bewusst gegen klassische Dancefloor-Logik.

An der Schnittstelle von hardcore techno, digital hardcore und frühem breakcore wurden Ragga-Elemente zunehmend aggressiv eingesetzt — so begann sich Raggacore zu formen.

3. Etablierung des Genres (2000er)

Anfang der 2000er etablierte sich Raggacore als nischenhaftes, underground-orientiertes Genre, verbunden mit:

  • DIY-Labels,
  • illegalen Veröffentlichungen,
  • Internet-Szenen,
  • einer Ästhetik der Überforderung und Provokation.

Das Genre war nie Mainstream — und genau darin liegt sein Wesen.

Klangbild und technische Eigenschaften von Raggacore

Aus produktionstechnischer Sicht ist Raggacore einer der extremsten Stile der Bassmusik:

  • Tempo: 180–220+ BPM
  • Rhythmus: ultra-fragmentierte Breakbeat-Patterns
  • Drums: aggressiv geschnittene Amen- / Think-Breaks
  • Vocals: Ragga-, Dancehall- und Shout-Samples
  • Bass: verzerrt, teils sekundär oder vollständig abwesend

Die Quantisierung wird oft bewusst „gebrochen“, was ein Gefühl totaler Instabilität erzeugt.

Unterschiede zu verwandten Genres

Verwechslungen sind häufig, doch die Unterschiede sind grundlegend:

  • Ragga Jungle — schneller als Jungle, aber noch dancefloor-orientiert
  • Breakcore — breiter gefasst und nicht zwingend ragga-basiert
  • Hardcore / Gabber — gerader Beat ohne Breaks
  • Raggacore — Ragga + Breaks + extreme Geschwindigkeit

Raggacore bewahrt stets den jamaikanischen vokalen Code, selbst im Chaos.

Zentrale Künstler und Szene

Das Genre entwickelte sich rund um extrem nischige, aber kultige Namen:

  • Shitmat — Ragga-Chaos und radikaler Humor
  • Bong-Ra — Aggression und Jungle-Wurzeln
  • DJ Scotch Egg — digitale Überlastung und Geschwindigkeit
  • Enduser — die dunkle und harte Seite der Szene

Diese Künstler zeigten, dass Ragga-Ästhetik auch jenseits des Jungle-Formats existieren kann.

Raggacore heute

Heute bleibt Raggacore nischig, underground und anti-formatiert. Er erklingt vor allem in DIY-Sets, auf alternativen Raves, in Online-Communities und als Teil der Breakcore-Kultur.

Das ist Musik nicht für alle — und genau deshalb lebt sie.

Häufig gestellte Fragen zu Raggacore (FAQ)

Ist Raggacore ein Substil von Jungle?

Historisch gesehen — ja, von den Wurzeln her. Klanglich steht es Breakcore- und Hardcore-Ästhetiken näher.

Warum ist Raggacore so schnell?

Geschwindigkeit ist Teil der Ideologie des Genres — eine bewusste Absage an Komfort und Dancefloor-Logik.

Gibt es in Raggacore Drops und Struktur?

Meistens nicht. Chaos und Fragmentierung sind zentrale künstlerische Prinzipien.

Wird Raggacore in Clubs gespielt?

Selten. Es ist Musik für alternative Räume und experimentelle Sets.

Kann man Raggacore als Form des Protests sehen?

Ja. Das Genre war von Anfang an anti-mainstream und anti-kommerziell.


Raggacore ist eine radikale Form der Ragga-Kultur im digitalen Zeitalter — Musik extremer Geschwindigkeit, Chaos und urbaner Stimme bis zum Äußersten getrieben.

Hören Sie Raggacore online, entdecken Sie seltene Tracks, kultige Releases und Underground-Neuerscheinungen auf Minatrix.fm. Wenn Jungle die Straße ist, dann ist Raggacore die Straße im Vollgasmodus — ohne Bremsen und ohne Kompromisse.

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