Duke Dumont

R-Tem (bürgerlicher Name — Artyom Dmitrievich Kharchenko; geboren am 27. Dezember 1983 in Rostow am Don) ist ein russischer Musiker, DJ, Komponist und Produzent elektronischer Musik, der auch durch die Projekte KOOQLA und TYOMA bekannt ist. Seine professionelle Karriere begann er 1998. In den folgenden Jahren veröffentlichte Kharchenko mehr als hundert Releases und arbeitete dabei mit Progressive House, Breaks, House, Techno, Downtempo und anderen Stilrichtungen der elektronischen Musik. Zu den wichtigsten Arbeiten von R-Tem zählen «Voiceless», das zur musikalischen Hymne des Festivals «Republic of KaZantip 2005» wurde, «M.S.F.G.», die Alben «Voiceless», «Cloud of Sound» und «Touch» sowie das gemeinsam mit DJ Boyko veröffentlichte Album «The Album One».
Zu verschiedenen Zeiten erschien die Musik von R-Tem bei Lost Language, Baroque Records, Uplifto, Bonzai sowie weiteren europäischen und russischen Labels. Kharchenko gründete außerdem Snoochi Boochi Records, arbeitete im Radio, war an der Organisation des Musikprogramms von KaZantip beteiligt und startete später sein eigenes genreübergreifendes Label Live on Mars.
Beginn der Karriere
Artyom Kharchenko begann 1998, elektronische Musik zu produzieren. Bereits im folgenden Jahr lernte er den DJ und Musiker Sergey Boyko aus Rostow kennen, mit dem er das gemeinsame Projekt R-Tem & Boyko gründete. Innerhalb weniger Jahre nahm das Duo Dutzende Tracks und Remixe auf und arbeitete dabei vor allem mit House, Progressive House und Breaks.
Diese Phase markierte Kharchenkos Übergang vom DJing zur vollwertigen Studioarbeit. Neben Clubsets beschäftigte er sich mit Komposition, Arrangements und Remixen und entwickelte schrittweise seine eigene Handschrift als Produzent.
R-Tem & Boyko — «The Album One»
Im Jahr 2003 veröffentlichten R-Tem und DJ Boyko das gemeinsame Album «The Album One». Es enthielt 12 Tracks und Versionen, darunter «Magic Fly», «Saxo», «U'03», «Scared», «Tears» und «2night». Die Musik für das Material wurde von Artyom Kharchenko und Sergey Boyko komponiert.
«The Album One» spiegelt die frühe Phase von R-Tem wider, in der House, Progressive-Sounds und Breaks gleichzeitig in seiner Musik präsent waren. Nach diesem Release konzentrierte sich Kharchenko zunehmend auf sein eigenes Projekt R-Tem.
«Voiceless»
Einer der wichtigsten Tracks in der Karriere von R-Tem wurde «Voiceless». Die Komposition entstand Ende 2004 und erschien 2005 beim britischen Label Lost Language. Die Originalversion wurde in die Compilation «Future Heroes Vol. 2» aufgenommen.
Eine separate Version, «Voiceless (Kazantip 2005 Mix)», wurde zur Hymne der «Republic of KaZantip 2005». Später etablierte sie sich als eine der bekanntesten Aufnahmen von R-Tem und wurde fast zwei Jahrzehnte danach weiterhin in neuen Fassungen und Remixen neu veröffentlicht.
«Voiceless» steht für den Progressive House der Mitte der 2000er-Jahre: eine lange Entwicklung der Komposition, ein schrittweiser Aufbau des Arrangements, atmosphärische Synthesizerparts und der Verzicht auf einen traditionellen Gesangsrefrain machen den Track zu einem typischen Beispiel für Club-Elektronik dieser Zeit.
«M.S.F.G.»
Im Herbst 2005 nahm Kharchenko «M.S.F.G.» auf — die Abkürzung steht für Money, Success, Fame, Glamour. Die Idee für die Phrase entstand nach dem Film «Party Monster». Die Komposition wurde im Oktober fertiggestellt, und bereits wenige Wochen später erhielt Kharchenko ein Veröffentlichungsangebot vom britischen Label Baroque Records.
Noch vor dem offiziellen Release tauchte der Track in Sets und Charts europäischer DJs auf. Die kommerzielle Veröffentlichung folgte 2006. «M.S.F.G.» wurde außerdem in das Debütalbum von R-Tem, «Voiceless», aufgenommen.
Snoochi Boochi Records
Ende 2005 gründete Artyom Kharchenko sein eigenes Label Snoochi Boochi Records. Die Plattform entstand für die Veröffentlichung elektronischer Musik und die Zusammenarbeit mit Künstlern aus Russland und anderen Ländern. Später erschienen auch Releases des Projekts KOOQLA bei Snoochi Boochi.
Die Arbeit mit dem eigenen Label erweiterte Kharchenkos Tätigkeit über seine persönliche Diskografie hinaus: Er beschäftigte sich mit der Auswahl von Material, Produktion und Entwicklung anderer Musikprojekte.
Album «Voiceless»
Im April 2006 erschien das erste Soloalbum von R-Tem, «Voiceless». In Russland wurde es von Uplifto veröffentlicht, in der Ukraine von Virus Production vertreten. Das Album umfasst 11 Tracks.
Die Tracklist enthält:
- «Intro»;
- «Voiceless»;
- «Breathe»;
- «Sunrise»;
- «Mood»;
- «House Day»;
- «The Other Side»;
- «M.S.F.G.»;
- «Night Motion»;
- J-Punch — «Red Blood (R-Tem Remix)»;
- «Voiceless (Kazantip 2005 Mix)».
Das Album bündelte das Material, mit dem der Name R-Tem auch außerhalb der russischen Clubszene bekannt wurde. Progressive House bildete die Grundlage der Platte, ergänzt durch Breaks und experimentellere elektronische Arrangements.
Maximuse
Im Herbst 2006 startete R-Tem beim ukrainischen Radiosender Kiss FM seine wöchentliche eigene Sendung Maximuse. Das Programm präsentierte neue Club-Elektronik, Kharchenkos eigene Produktionen und Musik anderer Produzenten.
Ende desselben Jahres erhielt auch ein Mix-Album von R-Tem den Titel Maximuse. Die ursprüngliche Version enthielt 12 Tracks, von denen acht von Kharchenko selbst stammten. Der Titeltrack «Maximuse» erhielt später einen separaten Remix-Release mit Versionen von Konstantin Yoodza, Kolabus, Dmit Kitz, Dub Makers und weiteren Produzenten.
Cloud of Sound
Der nächste größere Release war das Album «Cloud of Sound», das ursprünglich 2007 erschien. Auf diesem Material arbeitete R-Tem weiterhin an der Schnittstelle zwischen Progressive House, Breaks und elektronischer Musik und widmete vokalen Kompositionen und Kooperationen mehr Aufmerksamkeit. Später wurde das Album digital neu aufgelegt und in den Katalog von Bonzai aufgenommen.
Eine der auffälligen Arbeiten aus dieser Phase war «Cloud of Sound» mit dem Gesang von Nata TJ. In Kharchenkos Diskografie erschien außerdem die gemeinsame Veröffentlichung «No Game to Play».
«Touch»
Im Jahr 2008 veröffentlichte R-Tem das Album «Touch» bei Baroque Records. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich seine Musik bereits deutlich über den Rahmen von Progressive House hinaus entwickelt: Die Releases verbanden House, Tech House, Electro, Breaks und ruhigere Formen elektronischer Musik.
Die Jahre 2005 bis 2008 gehörten zu den produktivsten Phasen der frühen R-Tem-Diskografie: Innerhalb weniger Jahre erschienen «Voiceless», «Maximuse», «Cloud of Sound», «Touch» sowie zahlreiche Singles, Remixe und Gemeinschaftsprojekte.
KaZantip
Artyom Kharchenkos Verbindung zur «Republic of KaZantip» beschränkte sich nicht auf «Voiceless». Neben der Arbeit an musikalischen Themen für das Festival war er an der Gestaltung des Konzertprogramms und an der Organisation von Live-Auftritten beteiligt. In verschiedenen Jahren war Kharchenko für den Live-Bereich des Festivals verantwortlich und kümmerte sich um die Einbindung elektronischer Bands und Musiker.
Im Sommer 2006 organisierte R-Tem mit Unterstützung von Kiss FM ein umfangreiches Programm auf der Hauptarena von KaZantip, an dem Ben Lost, Martin Müller, Sabitov, Yulia Yula, Arkady Air und weitere Künstler teilnahmen.
KOOQLA
Ein eigenes Kapitel in Kharchenkos Karriere war das Projekt KOOQLA. Die ersten Aufnahmen entstanden aus seiner Zusammenarbeit mit der ukrainischen Sängerin Natalia Zhyzhchenko, die später als Mitglied von ONUKA größere Bekanntheit erlangte. Kharchenko und Zhyzhchenko begannen bereits Mitte der 2000er-Jahre gemeinsam im Studio zu arbeiten, das vollständige Projekt KOOQLA wurde jedoch erst 2009 vorgestellt.
Im Gegensatz zum cluborientierten R-Tem wurde KOOQLA als elektronisches Live-Projekt mit Gesang und Live-Instrumenten konzipiert. Die Musik verband Downtempo, Trip-Hop, Breaks, Electronica und experimentellere Formen.
«Paranormal»
Das Debütalbum von KOOQLA, «Paranormal», erschien 2009 bei Snoochi Boochi Records und enthielt 11 Tracks. Dazu gehörten «Leave Me Now», «Fake», «Forecast», «Paranoia», «Deep End», «Voicetoy», «In My Mind», «Silence» und «15 Levels». Einen großen Teil der Gesangsparts und Texte nahm Natalia Zhyzhchenko auf.
Nach der Veröffentlichung des Albums trat KOOQLA 2009 mit einem vollständigen Live-Programm auf der Hauptbühne von KaZantip auf.
Erste «Golden Gargoyle»
Im Jahr 2009 erhielt KOOQLA den Moskauer unabhängigen Musikpreis «Golden Gargoyle». Das Projekt gewann in der Kategorie «Dance Project».
Zu diesem Zeitpunkt existierten R-Tem und KOOQLA bereits parallel. R-Tem blieb in erster Linie Kharchenkos persönliches Club- und DJ-Projekt, während KOOQLA sich als elektronische Band mit Sängerinnen und Live-Auftritten entwickelte.
Nata Smirina und das Album «Fruit»
Anfang 2010 veränderte sich die Besetzung von KOOQLA: Nata Smirina wurde die neue Sängerin. Sie beteiligte sich am Schreiben von Texten und nahm die Gesangsparts für das neue Material des Projekts auf. Eine der ersten gemeinsamen Kompositionen war «Mute».
Das zweite Album von KOOQLA erhielt den Titel «Fruit». Es enthielt zehn Tracks: «Myself», «My Blue Tale», «Fuck It», «Soulmate», «Mute», «Fruit», «Roots», «Lie», «Hurricane» und «Night». Der Release setzte die melodischere und stärker vokal geprägte Linie des Projekts fort, behielt aber seine elektronische Basis und Elemente aus Trip-Hop und Downtempo bei.
KOOQLA trat nicht nur in Clubs auf: Das Projekt war Teil von Festivalprogrammen, tourte durch Europa und spielte als Support für Morcheeba beim Festival «Stereoleto».
R-Tem und KOOQLA — unterschiedliche Projekte
R-Tem und KOOQLA repräsentierten zwei verschiedene Seiten von Artyom Kharchenkos kreativem Schaffen. Unter dem Namen R-Tem arbeitete er vor allem als Clubproduzent und DJ und veröffentlichte Progressive House, Tech House, Breaks und andere Formen elektronischer Tanzmusik. KOOQLA wurde als vollwertiges Live-Projekt konzipiert, in dem elektronische Produktion mit Gesang und Konzertperformance verbunden wurde.
Aus diesem Grund sollten die Diskografien der beiden Projekte nicht miteinander vermischt werden: «Voiceless», «Cloud of Sound» und «Touch» gehören zu R-Tem, während «Paranormal» und «Fruit» KOOQLA zuzuordnen sind.
TYOMA
Kharchenkos nächstes eigenständiges Projekt erhielt den Namen TYOMA. Es entstand deutlich später als KOOQLA — die ersten vollwertigen Veröffentlichungen dieser neuen Phase stammen aus der Mitte der 2010er-Jahre. 2015 erschien die EP «1st», 2016 folgte das Debütalbum «Mirror».
TYOMA war keine Fortsetzung von R-Tem oder KOOQLA unter einem neuen Namen. Kharchenko nutzte das neue Pseudonym für ein anderes musikalisches Konzept, das elektronische Rhythmen mit filmischen Arrangements, orchestralen Elementen und experimentelleren Kompositionsstrukturen verband.
«Mirror»
Das erste vollständige Album von TYOMA, «Mirror», erschien 2016 beim Label Live on Mars. In der Musik dieser Phase verbanden sich synthetische Klangfarben mit orchestralen Elementen, während die Kompositionen deutlich weniger an das klassische Clubformat gebunden waren als die frühen Arbeiten von R-Tem.
Einer der zentralen Tracks des Projekts war «Unclose». Nach «Mirror» wurde die Diskografie von TYOMA mit der EP «Bipolar» fortgesetzt.
Zweite «Golden Gargoyle»
Im Jahr 2016 erhielt TYOMA den Preis «Golden Gargoyle» in der Kategorie «Dance Project». Damit gewannen Projekte von Artyom Kharchenko die Auszeichnung zweimal: KOOQLA im Jahr 2009 und TYOMA 2016.
Live on Mars
Für Veröffentlichungen von TYOMA und anderen elektronischen Künstlern gründete Kharchenko das genreübergreifende Label Live on Mars. Sein Katalog war nicht auf einen einzigen Stil beschränkt: Im Mittelpunkt standen elektronische Musik, experimentelle Produktion und Projekte, die nicht zwingend in klassische Clubkategorien passten.
Der Name Live on Mars steht außerdem im Zusammenhang mit Kharchenkos Festivalarbeit bei KaZantip, wo er Programme mit elektronischen Live-Bands und Musikern organisierte.
Musikstil
Im Laufe seiner Karriere veränderte Artyom Kharchenko mehrfach seinen Zugang zur elektronischen Musik, weshalb sich seine gesamte Diskografie nicht mit einem einzigen Genre beschreiben lässt.
R-Tem der Mitte der 2000er-Jahre ist vor allem mit Progressive House und Breaks verbunden. «Voiceless», «M.S.F.G.», «Breathe» und andere Arbeiten zeichnen sich durch lange Clubarrangements, die schrittweise Entwicklung musikalischer Themen und große Aufmerksamkeit für den Raum innerhalb des Mixes aus.
KOOQLA verlagerte den Schwerpunkt auf Downtempo, Trip-Hop, Electronica und stärker songorientierte Formen. Weiblicher Gesang, Live-Performance und der Aufbau eines vollständigen Konzertprogramms spielten hier eine wesentlich größere Rolle.
TYOMA markierte einen weiteren Richtungswechsel: Club-Elektronik verband sich mit filmischem Klang, akustischen und orchestralen Elementen, komplexen Rhythmusstrukturen und freieren Kompositionsformen.
Zusammenarbeit mit anderen Künstlern
Im Laufe seiner Karriere arbeitete Kharchenko mit russischen, ukrainischen und internationalen Musikern zusammen. Zu seinen Partnern im Studio und auf der Bühne gehörten DJ Boyko, Ben Lost, John Graham, Moussa Clarke, Nata TJ, Natalia Zhyzhchenko, Nata Smirina, DJ Electric und weitere Künstler der elektronischen Szene.
Eine besondere Rolle spielte die Zusammenarbeit mit Ben Lost, mit dem R-Tem das Material «Green & Red» aufnahm, sowie die Arbeit mit Nata TJ an «Cloud of Sound» und «No Game to Play». In seinem Katalog finden sich außerdem zahlreiche Remixe von Musik anderer Produzenten.
Eigene Radiosendung
Die Radiosendung Maximuse, die 2006 auf Kiss FM Ukraine startete, entwickelte sich zu einem langfristigen eigenständigen Bereich innerhalb der Aktivitäten von R-Tem. Im Archiv des Projekts befinden sich Hunderte Ausgaben, in denen Kharchenko seine persönliche Auswahl neuer elektronischer Musik präsentierte.
Das Radioformat ermöglichte ihm, mit einem deutlich breiteren musikalischen Spektrum zu arbeiten als bei seinen eigenen Club-Releases und gleichzeitig neue Produzenten einem größeren Publikum vorzustellen.
Aktivitäten außerhalb des Studios
Kharchenkos Tätigkeit beschränkte sich nicht ausschließlich auf Musik. Er arbeitete mit digitalen Diensten für Künstler und Promoter, nahm an Musikkonferenzen teil und hielt Vorträge über Technologien, Musikpromotion und Urheberrecht. Zu seiner beruflichen Biografie gehören außerdem Simple Idea Production und die Arbeit an Softwareprodukten für den Musikmarkt.
Der zentrale Schwerpunkt seiner gesamten Karriere blieb jedoch die Musikproduktion — von den Club-Releases von R-Tem über die Live-Elektronik von KOOQLA bis hin zur eigenständigen Ästhetik von TYOMA.
Die Rückkehr von «Voiceless»
Fast zwanzig Jahre nach KaZantip 2005 erschien «Voiceless» erneut im aktuellen Katalog von R-Tem. 2023 wurden die Originalversionen und der Kazantip Mix neu aufgelegt, während 2025 eine remasterte Version von «Voiceless (Kazantip 2005 Mix)» erschien.
Ende 2025 wurde «Voiceless (Klimov Remix)» veröffentlicht, und 2026 folgten weitere Remixe sowie ein aktualisierter «Voiceless»-Release, darunter eine gemeinsame Arbeit von R-Tem und Miha Proton. Damit blieb eine der wichtigsten Kompositionen aus der frühen Phase auch Teil der aktuellen elektronischen Diskografie des Künstlers.
Hauptdiskografie von R-Tem
Studio- und größere Releases
- «The Album One» — mit DJ Boyko, 2003
- «Voiceless» — 2006
- «Maximuse» — Mix-Album, 2006
- «Cloud of Sound» — 2007
- «Touch» — 2008
Ausgewählte R-Tem-Tracks
- «Voiceless»
- «Voiceless (Kazantip 2005 Mix)»
- «Breathe»
- «M.S.F.G.»
- «Sunrise»
- «Maximuse»
- «Cloud of Sound»
- «Green & Red»
- «No Game to Play»
- «Never-Ending Summer»
Diskografie von KOOQLA
- «Paranormal» — 2009
- «Fruit» — 2010
Wichtigste TYOMA-Releases
- «1st» — EP, 2015
- «Mirror» — 2016
- «Bipolar» — EP, 2017
R-Tem, KOOQLA und TYOMA
Die drei wichtigsten Namen in Artyom Kharchenkos Diskografie stehen für unterschiedliche Phasen seiner Arbeit. R-Tem entstand in der Clubszene der späten 1990er- und 2000er-Jahre und ist vor allem mit Progressive House, Breaks und DJ-Kultur verbunden. KOOQLA entwickelte sich zu einem elektronischen Live-Projekt mit Gesang, Downtempo- und Trip-Hop-Elementen. TYOMA entstand Mitte der 2010er-Jahre und führte Kharchenkos Experimente in eine stärker filmische und stilistisch offenere Form elektronischer Musik weiter.
Hinter diesen verschiedenen Diskografien steht eine durchgehende Produzentenkarriere, die 1998 in Rostow am Don begann. Von den gemeinsamen Aufnahmen mit DJ Boyko und der KaZantip-Hymne über KOOQLA, TYOMA und eigene Labels bis zu neuen Versionen von «Voiceless» arbeitete Kharchenko konsequent nicht nur als DJ, sondern auch als Autor, Komponist und Produzent elektronischer Musik.




