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LELEKA - Biografie und Diskografie, alle Alben und Songs

LELEKA

Viktoriia Korneikova (geboren am 10. November 1990 in Perschotrawensk, Oblast Dnipropetrowsk, Ukrainische SSR), bekannt unter den Künstlernamen LELÉKA und Donbasgrl (DONBA₴GRL), ist eine ukrainische Komponistin, Sängerin und Songwriterin, die in Berlin lebt und arbeitet. Sie ist Gründerin und Leadsängerin des Folk-Jazz-Quartetts Leléka, eines der bedeutendsten ukrainischen Musikprojekte auf der heutigen europäischen Jazzszene.

Am 7. Februar 2026 gewann LELÉKA überzeugend die Nationale Vorauswahl für den Eurovision Song Contest 2026 und erhielt dabei die maximalen 10 Punkte von der Jury sowie 10 Punkte vom Publikum. Damit erhielt sie das Recht, die Ukraine beim 70. Jubiläum des Eurovision Song Contest, der in Wien (Österreich) stattfinden wird, mit dem Song „RIDNYM“ zu vertreten.

Frühe Jahre und Ausbildung

Viktoriia wurde in Perschotrawensk in der Oblast Dnipropetrowsk geboren und wuchs dort auf. Das Aufwachsen in einer industriell geprägten Region der Ukraine sowie der frühe Kontakt mit Kultur und Musik prägten ihr Interesse an der Suche nach einer eigenen künstlerischen Sprache, in der sich später Tradition und Moderne organisch verbanden.

Ihre professionelle Ausbildung erhielt sie an der Nationalen Universität für Theater, Film und Fernsehen I. K. Karpenko-Karyj in Kyjiw, wo sie ein Bachelorstudium in Darstellender Kunst und Schauspiel absolvierte. Während des Studiums arbeitete Viktoriia intensiv im Theaterbereich und entwickelte parallel ihre Gesangstechnik weiter.

Zur Fortsetzung ihrer musikalischen Entwicklung zog sie nach Deutschland, wo sie einen zweiten Bachelorabschluss im Jazzgesang (bei Celine Rudolph) erwarb und anschließend einen Masterabschluss in Komposition an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden absolvierte. In dieser Phase formierte sich endgültig ihr Interesse an der Synthese von Jazz und ukrainischer Volksmusik.

Karriere und das Projekt Leléka

Zu Beginn ihrer professionellen Laufbahn in Deutschland sang Viktoriia im Berliner Chor Young Voices Brandenburg, trat mit der Bigband Flinstones auf und war aktiv in der Berliner Jazz-Konzertszene präsent.

Im Jahr 2016 wurde sie Preisträgerin des Berliner Jazzwettbewerbs StuVo in der Kategorie „Ungewöhnliche Interpretation eines Jazzstandards“ und erhielt zudem ein Stipendium zur Teilnahme am International Vocal Jazz Camp New York Voices.

Im selben Jahr gründete Viktoriia in Berlin das Folk-Jazz-Quartett Leléka. Das Projekt erlangte rasch internationale Anerkennung durch seine feinsinnige und respektvolle Neuinterpretation ukrainischer Folklore im Jazzkontext.

Im Laufe der Jahre wechselte die Besetzung; der aktuelle Quartett-Besetzung vereint Musikerinnen und Musiker aus der Ukraine, Deutschland und Polen, was den internationalen Charakter des Projekts und seine Verwurzelung in der europäischen Musiklandschaft unterstreicht.

Die Gruppe wurde Laureatin und Preisträgerin mehrerer renommierter Wettbewerbe, darunter der Sieg beim Creole – Global Music Contest, der European Young Jazz Talent Award sowie ein Preis beim Young Munich Jazz Prize. Kritikerinnen und Kritiker hoben Viktoriias Gesang als seltene Kombination aus weichem Timbre, starker Ausdruckskraft und natürlicher emotionaler Intensität hervor.

Die Diskografie von Leléka umfasst die EP „Leléka“ (2017) sowie die Alben „Tuman“ (2019), „Sonce u Serci“ (2021) und „Kolysanky“ (2025). Das Album Kolysanky gilt als besonders bedeutend – ein kammermusikalisches und reifes künstlerisches Statement über Erinnerung, Heimat und Kindheit.

Musik für Film und Fernsehen

Als Komponistin arbeitete Viktoriia Korneikova für Film und Fernsehen. Einer breiten Öffentlichkeit wurde ihre Stimme und Musik durch die Fernsehserie „I budut liudy“ (2020) bekannt, für die sie die Kompositionen „Zozulia“ und „Zapizno“ schrieb, die einen wesentlichen Teil der emotionalen Klangwelt des Projekts bilden.

DONBA₴GRL — ein alternatives künstlerisches Statement

Im Jahr 2024 startete Viktoriia das Solo-Art-Pop- und Elektronikprojekt DONBA₴GRL, das klanglich schärfer und konzeptionell zugespitzter ist. Die Debütsingle „Zbroia“, basierend auf einem Gedicht von Lessja Ukrajinka, wurde von einem Video begleitet, das sich mit Themen wie Depression und innerer Verletzlichkeit auseinandersetzt.

Im Jahr 2025 wurde DONBA₴GRL für das Showcase-Festival Eurosonic Noorderslag ausgewählt und präsentierte dort ein vollständiges Live-Set in Zusammenarbeit mit dem deutschen Produzenten Jakohitsdifferent. Im selben Jahr erschien die Single „Zhyva“, zudem wurde das Projekt auf der Green Futures-Bühne des Glastonbury Festivals vorgestellt.

Eurovision 2026 und der Song „RIDNYM

Der Sieg von LELÉKA bei der Nationalen Vorauswahl 2026 war nicht nur ein Wettbewerbserfolg, sondern auch ein emotionales Ereignis für ein breites Publikum. Der Song RIDNYM wurde als Lied über die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln, über Erinnerung und innere Stärke wahrgenommen – Themen, die in Zeiten historischer Umbrüche für Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer von besonderer Bedeutung sind.

Zurückhaltend, aufrichtig und frei von äußeren Effekten unterstreicht das Lied die zentrale Qualität von LELÉKAs künstlerischem Schaffen: die Fähigkeit, über Komplexes in einer einfachen, zutiefst menschlichen Sprache zu sprechen.

Bedeutung

LELÉKA zählt zu den prägenden Figuren der zeitgenössischen ukrainischen Musik außerhalb der Landesgrenzen. Ihr Werk verbindet Folklore, Jazz und eigene Komposition, bewahrt die ukrainische Sprache und kulturelle Identität als zentralen Wert und versteht den internationalen Kontext als Raum für Dialog – nicht für Auflösung.


Musik hören LELEKA

LELÉKA - Ridnym (Рідним)

LELÉKA - Ridnym (Рідним)

03:00 2.83Mb [320 kbps] 15 0 0 08.02.2026 User_1928 Pop, Українські пісні

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